• 05.02.2009, 11:32:38
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ÖGV: Das Rückgrat der Wirtschaft jetzt stärken

Unnötige Hürden sofort abschaffen.

Wien (OTS) - Der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV) fordert von
der Republik nachhaltige Maßnahmen, um die Kreditklemme zu
überwinden. Minister Mitterlehners 200 Mio.-Ansage kann nur ein
erster symbolischer Schritt sein. Die kleinen und mittelständischen
Unternehmen brauchen aber solide Hilfe zur Selbsthilfe: Spätestens
jetzt muss es jedem klar sein, dass Gesellschafts- und Kreditsteuer
ebenso anachronistische Investitionsbremsen sind, wie es die
Werbeabgabe ist. Der ÖGV fordert daher solche Bagatellsteuern sofort
abzuschaffen!

Der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV) unterstützt die Initiative
des Wirtschaftsministers, die Banken zur Wiederbelebung ihres
Kerngeschäftes zu drängen und via Austria Wirtschaftsservice
Direktkreditvergabe den Druck zum Handeln zu erhöhen. Warum aber nur
200 Mio. - das sind gerade einmal 0,15% des aktuellen Gesamtvolumens
der Firmenkredite. Und warum können nicht auch andere staatseigene
Banken, wie etwa die Kommunalkredit, für solche Maßnahmen
herangezogen werden? Der Wirtschaftsminister muss noch schneller und
viel mutiger agieren!

Der ÖGV fordert die Bundesregierung auf, dem Rückgrat der
heimischen Wirtschaft, den kleinen und mittelständischen Unternehmen
(KMU), endlich alle steinzeitlichen Prügeln aus dem Weg zu räumen.
Weder Kreditsteuer, noch Gesellschaftssteuer oder Werbeabgabe sind in
einer Krise akzeptabel: Wer heute sein Privatgeld in ein Unternehmen
investiert, der wird für das eingegangene Risiko sofort mit 1% Steuer
der Investitionssumme abgestraft. Wer einen Kredit aufnimmt, um
Investitionen für neue Produkte, neue Maschinen und neue
Arbeitsplätze zu tätigen, liefert 0,8% an Kreditsteuer an den Fiskus
ab, noch ehe auch nur ein Cent geflossen ist - das sind z.B. 1,6 Mio.
der Mitterlehner'schen Direktkredite. Wer seine Produkte auch
anpreisen will, um die Nachfrage zu stärken, liefert gleich 5% dieser
Ausgaben an den Fiskus ab.

Um die Krise der Realwirtschaft zu meistern, müssen die Meister
der Finanzkrise jetzt in die Pflicht genommen werden. Der ÖGV fordert
die Banken auf, nicht auch noch die Realwirtschaft abzuwürgen und mit
genügend Krediten zu realistischen Konditionen noch größeren Schaden
zu verhindern. Die Finanzwirtschaft sollte tunlichst auch einen
Gedanken an Wiedergutmachung verschwenden, statt Planspiele über die
Auslagerung der faulen Kredite an den Steuerzahler zu betreiben.
Der nächste Aufschwung wird größtenteils auf den Schultern jener
mittelständischen Betriebe stattfinden, die sich immer zum Standort
Österreich bekannt haben und auch jetzt hier investieren wollen.
Neben den notwendigen Konjunkturprogrammen für die Industrie, muss
aber das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft strategisch
unterstützt und nachhaltig entlastet werden, um im europäischen
Umfeld zumindest nicht benachteiligt zu sein.

Zwtl. Der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV)

Der Österreichische Gewerbeverein ist als freie
Interessenvertretung die Plattform der Privat- und
Familienunternehmer. Unsere 3.500 Mitglieder stehen für ein
langfristiges, verantwortungsvolles und nachhaltiges
unternehmerisches Engagement. Sie stehen mit Namen und Person für die
Konsequenzen des eigenen Handelns ein und übernehmen somit
vorbildlich eine gesellschaftliche Verantwortung.

Der ÖGV ist dem freien Unternehmertum und individueller Freiheit, im
Gegensatz zu einem ausufernden Sozialstaat, verpflichtet. Wir leben
Leistungsbereitschaft und Eigenverantwortung als Voraussetzungen für
privates Eigentum. Wir lehnen unbotmäßige Steuern und Abgaben ebenso
ab wie übermäßige Subventionen, Protektionismus, Staatswirtschaft und
Missbrauch. Diese behindern den fairen Wettbewerb.

Rückfragehinweis:

Österreichischer Gewerbeverein
   Generalsekretär Mag.(fh) Stephan Blahut
   Tel: 01/587 3633
   Fax: 01/587 0192
   mailto: [email protected]
   http://www.gewerbeverein.at

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