ÖGV: Das Rückgrat der Wirtschaft jetzt stärken

Unnötige Hürden sofort abschaffen.

Wien (OTS) - Der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV) fordert von der Republik nachhaltige Maßnahmen, um die Kreditklemme zu überwinden. Minister Mitterlehners 200 Mio.-Ansage kann nur ein erster symbolischer Schritt sein. Die kleinen und mittelständischen Unternehmen brauchen aber solide Hilfe zur Selbsthilfe: Spätestens jetzt muss es jedem klar sein, dass Gesellschafts- und Kreditsteuer ebenso anachronistische Investitionsbremsen sind, wie es die Werbeabgabe ist. Der ÖGV fordert daher solche Bagatellsteuern sofort abzuschaffen!

Der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV) unterstützt die Initiative des Wirtschaftsministers, die Banken zur Wiederbelebung ihres Kerngeschäftes zu drängen und via Austria Wirtschaftsservice Direktkreditvergabe den Druck zum Handeln zu erhöhen. Warum aber nur 200 Mio. - das sind gerade einmal 0,15% des aktuellen Gesamtvolumens der Firmenkredite. Und warum können nicht auch andere staatseigene Banken, wie etwa die Kommunalkredit, für solche Maßnahmen herangezogen werden? Der Wirtschaftsminister muss noch schneller und viel mutiger agieren!

Der ÖGV fordert die Bundesregierung auf, dem Rückgrat der heimischen Wirtschaft, den kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU), endlich alle steinzeitlichen Prügeln aus dem Weg zu räumen. Weder Kreditsteuer, noch Gesellschaftssteuer oder Werbeabgabe sind in einer Krise akzeptabel: Wer heute sein Privatgeld in ein Unternehmen investiert, der wird für das eingegangene Risiko sofort mit 1% Steuer der Investitionssumme abgestraft. Wer einen Kredit aufnimmt, um Investitionen für neue Produkte, neue Maschinen und neue Arbeitsplätze zu tätigen, liefert 0,8% an Kreditsteuer an den Fiskus ab, noch ehe auch nur ein Cent geflossen ist - das sind z.B. 1,6 Mio. der Mitterlehner'schen Direktkredite. Wer seine Produkte auch anpreisen will, um die Nachfrage zu stärken, liefert gleich 5% dieser Ausgaben an den Fiskus ab.

Um die Krise der Realwirtschaft zu meistern, müssen die Meister der Finanzkrise jetzt in die Pflicht genommen werden. Der ÖGV fordert die Banken auf, nicht auch noch die Realwirtschaft abzuwürgen und mit genügend Krediten zu realistischen Konditionen noch größeren Schaden zu verhindern. Die Finanzwirtschaft sollte tunlichst auch einen Gedanken an Wiedergutmachung verschwenden, statt Planspiele über die Auslagerung der faulen Kredite an den Steuerzahler zu betreiben.
Der nächste Aufschwung wird größtenteils auf den Schultern jener mittelständischen Betriebe stattfinden, die sich immer zum Standort Österreich bekannt haben und auch jetzt hier investieren wollen. Neben den notwendigen Konjunkturprogrammen für die Industrie, muss aber das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft strategisch unterstützt und nachhaltig entlastet werden, um im europäischen Umfeld zumindest nicht benachteiligt zu sein.

Zwtl. Der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV)

Der Österreichische Gewerbeverein ist als freie Interessenvertretung die Plattform der Privat- und Familienunternehmer. Unsere 3.500 Mitglieder stehen für ein langfristiges, verantwortungsvolles und nachhaltiges unternehmerisches Engagement. Sie stehen mit Namen und Person für die Konsequenzen des eigenen Handelns ein und übernehmen somit vorbildlich eine gesellschaftliche Verantwortung.

Der ÖGV ist dem freien Unternehmertum und individueller Freiheit, im Gegensatz zu einem ausufernden Sozialstaat, verpflichtet. Wir leben Leistungsbereitschaft und Eigenverantwortung als Voraussetzungen für privates Eigentum. Wir lehnen unbotmäßige Steuern und Abgaben ebenso ab wie übermäßige Subventionen, Protektionismus, Staatswirtschaft und Missbrauch. Diese behindern den fairen Wettbewerb.

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