• 02.02.2009, 09:47:46
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Gallneukirchen: Neue Rektorin des Diakoniewerkes in ihr Amt eingeführt

Christa Schrauf: Soziale Stimme für eine Gesellschaft, in der alle Platz haben

Gallneukirchen (OTS) - Die neue Rektorin des Diakoniewerkes
Gallneukirchen, Christa Schrauf, ist am Sonntag, 1. Februar, in einem
feierlichen Gottesdienst durch Bischof Michael Bünker in ihr
Leitungsamt eingeführt worden. In der 135-jährigen Geschichte des
Diakoniewerkes ist die gebürtige Burgenländerin und frühere Grazer
Pfarrerin die erste Frau an der Spitze der größten diakonischen
Einrichtung in Österreich.
"Wo die Liebe wohnt ..." - unter dieses Motto stellte die neue
Rektorin den Festgottesdienst in der bis auf den letzten Platz
gefüllten Gusenhalle in Gallneukirchen. "Weil wir den Auftrag haben,
der Liebe unter uns Wohnung zu geben, werden wir uns auch in Zukunft
mit unserem besonderen Profil einbringen, Anwalt sein für die
Menschen, die keine Lobby haben, soziale Stimme sein für eine
inklusive Gesellschaft, in der alle Platz haben und niemand draußen
stehen muss", sagte Schrauf in ihrer Predigt. Alle Menschen ohne
Ausnahme haben, so die Rektorin, das Recht auf ein "würdevolles Leben
vom Anfang bis zum Ende". Wenn im Alter die Kraft abnehme, dürfe
nicht von Menschen als Kostenfaktoren gesprochen werden, warnte
Schrauf. Vielmehr gehe es darum, die Menschen und ihre speziellen
Bedürfnisse in den Blickpunkt zu rücken.
"Das, was Sie hier leisten, ist großartig", sagte die Rektorin vor
den zahlreichen MitarbeiterInnen des Diakoniewerkes. Für die
anspruchsvolle Arbeit brauche es neben Kreativität auch
professionelle Bildung. Die Schulen des Diakoniewerkes setzten hier
"unaufgebbare Standards", denn: "Menschen in schwierigen
Lebenssituationen haben ein Recht auf kompetente MitarbeiterInnen."
Den erfolgreichen Weg des Diakoniewerkes könne sie fortsetzen, weil
sie weiterhin mit dem "Land Oberösterreich als verlässlicher Partner"
rechnen dürfe.

Bünker: Kirche ist wesentlich diakonisch

"Die kirchliche und soziale Aufgabe liegt Christa Schrauf im Blut",
meinte Bischof Michael Bünker, der die Amtseinführung vornahm.
"Gottesdienst und Glaube geschehen in der Tat", sagte der Bischof.
"In der Tat" trete Kirche ein für eine integrative Gesellschaft, in
der die Viefalt als Bereicherung erlebt wird, für Solidarität und
Wärme auch in schwierigen Zeiten. Bünker: "In der Tat bringt Gott
sich in der Welt ein." Kirche sei "nicht beiläufig, sondern
wesentlich diakonisch".
Der Vorsitzende des Kuratoriums des Diakoniewerkes, Folkmar Alzner,
erinnerte daran, dass Schrauf vor knapp einem Jahr einstimmig zur
Nachfolgerin von Gerhard Gäbler gewählt wurde. Seit 1. Oktober leitet
die Rektorin als Vorstandsvorsitzende gemeinsam mit den Vorständen
Josef Scharinger und Heinz Thaler das Diakoniewerk mit seinen 2600
MitarbeiterInnen.

Pühringer: Gemeinsam für Lebensqualität im umfassenden Sinn

Beim anschließenden Festakt dankte der oberösterreichische
Landeshauptmann Josef Pühringer dem langjährigen Rektor Gerhard
Gäbler, der in der Soziallandschaft "viel bewegt" habe. Der neuen
Rektorin sicherte der Landeshauptmann seine Unterstützung zu. Kirche
und Staat hätten die gemeinsame Aufgabe, für die "Lebensqualität der
Menschen im umfassenden Sinn" zu sorgen. Diakonie und Caritas setzten
sich dafür ein, "dass die Menschenwürde nicht verloren geht" und
Menschen mit besonderen Bedürfnissen nicht zu kurz kommen.
Soziallandesrat Josef Ackerl unterstrich, dass sich in den letzten
Jahren in der sozialen Landschaft Oberösterreichs ein
Paradigmenwechsel hin zu Regionalisierung und Dezentralisierung
vollzogen habe. Politik und Diakoniewerk - für Ackerl ein
"anerkannter Partner und intellektuelles Aushängeschild" hätten dabei
das gemeinsame Ziel, "Menschen, die es im Leben nicht so einfach
haben, Pfade bereitzustellen, die ohne Barrieren begehbar sind".

(Fortsetzung auf www.evang.at)

Rückfragehinweis:
epdÖ
Tel.: (01) 712 54 61 DW 12
Dr. Thomas Dasek
mailto:[email protected]
http://www.evang.at

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