euro adhoc: CROSS Industries AG / Veröffentlichung über die Erteilung einer Befreiung von den Verpflichtungen zur Veröffentlichung der Kontrollerlangung und zur Abgabe eines Pflichtangebots an die Aktionäre der Triplan AG, Bad Soden (D)

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Veröffentlichung der Angebotsunterlage unter: www.crossindustries.at

Bieter-Gesellschaft:
Unternehmen:CROSS Industries AG, mit Sitz in Wels, Österreich, eingetragen im österreichíschen Firmenbuch unter FN 261823 i
Adresse: Edisonstrasse 1, A-4600 Wels
ISIN:
Rückfragehinweis:Mag. Michaela Friepess, CROSS Industries AG, Edisonstraße 1, 4600 Wels,e-mail: info@crossindustries.at; tel.: +43(0)7242/69402

Ziel-Gesellschaft:
Unternehmen: Triplan AG
Adresse: Bad Soden
ISIN: DE0007499303 (WKN 749930)
Rückfragehinweis: Mag. Michaela Friepess, CROSS Industries AG, Edisonstraße 1, 4600 Wels,e-mail: info@crossindustries.at; tel.: +43(0)7242/69402

Mit Bescheid vom 26.01.2009 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) auf entsprechenden Antrag die folgenden Gesellschaften und Personen im Hinblick auf die am 01.10.2008 erfolgte Kontrollerlangung über die Triplan AG, Bad Soden von der Verpflichtung nach § 35 Abs. 1 Satz 1 WpÜG die Kontrollerlangung an der Triplan AG zu veröffentlichen, sowie von den Verpflichtungen gemäß § 35 Abs. 2 Satz 1 WpÜG, der BaFin eine Angebotsunterlage für ein Pflichtangebot an die Aktionäre der Triplan AG zu übermitteln und eine solche Angebotsunterlage zu veröffentlichen, gem. § 37 Abs. 1 und 2 WpÜG i.Vm. §§ 8ff. WpÜG-AngebotsVO befreit:

1. CROSS Industries AG, Edisonstraße 1, 4600, Österreich
2. Pierer GmbH, Edisonstraße 1, 4600, Österreich
3. Knünz GmbH, Pfarrgasse 7, 6850 Dornbirn, Österreich
4. Herr DI Stefan Pierer, Roithenstraße 89, 4600, Österreich
5. Herr Dr. Rudolf Knünz, Pfarrgasse 7, 6850 Dornbirn, Österreich

Die Befreiung beruht im Wesentlichen auf folgenden im Befreiungsbescheid näher darge-legten Gründen:

1. Die CROSS Industries AG (nachfolgend "CROSS") hat zunächst am 25. September 2008 insgesamt 1.432.00 Aktien (entsprach damals 32,97 % der Stimmrechte) der BEKO HOLDING AG (nachfolgend "BEKO") erworben. Am 29. September 2008 erwarb die CROSS weitere 20.001 Aktien (entsprach 33,08 %) der BEKO. Ferner erwarb die CROSS am 30. September 2008 weitere 5.091.276 Aktien der BEKO im Rahmen einer Sachkapi-talerhöhung unter Ausnutzung des genehmigten Kapitals und unter Ausschluss des Be-zugsrechts. Die CROSS verfügte durch diesen Erwerb unmittelbar über insgesamt 11.045.077 Aktien und ausgehend vom erhöhten Grundkapital der BEKO über ca. 47,83 % der Stimmrechte und des Grundkapitals der BEKO.

Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Beteiligung an der BEKO hat die CROSS ein Pflichtangebotsverfahren durchgeführt. Die österreichische Übernahmekommission hat mit Feststellungsbescheid vom 30. Oktober 2008 festgestellt, dass mit dem Erwerb der im Rahmen der Sachkapitalerhöhung ausgegebenen Aktien der BEKO für die CROSS eine Angebotspflicht nach dem österreichischen Übernahmegesetz entstanden ist. Verfahrens-rechtlich besteht insoweit eine gespaltene Aufsichtszuständigkeit im Sinne des Art. 4 Abs. 2 e der Übernahmerichtlinie (Richtlinie 2004/25/EG), da die BEKO eine Zielgesellschaft im Sinne des Art. 4 Abs. 2 b der Übernahmerichtlinie bzw. § 2 Abs. 3 Nr. 2 WpÜG ist. Aufgrund dessen lag die Klärung des Personenkreises der Angebotspflichten hinsichtlich des Erwerbs der BEKO in der Alleinzuständigkeit der österreichischen Übernahmekom-mission. Davon unberührt bleiben Zurechnungsfragen in Bezug auf den Erwerb der Triplan AG als Tochtergesellschaft der BEKO, der sich ausschließlich nach den Vorgaben der §§ 29, 30 WpÜG beurteilt.

2. Über Aktienzukäufe erwarb die CROSS am 1. Oktober 2008 weitere 565.334 Aktien der BEKO und erhöhte ihre Beteiligung damit auf ca. 50,28 % der Stimmrechte und des Grundkapitals der BEKO. BEKO ist daher als Tochterunternehmen der CROSS gemäß § 2 Abs. 6 WpÜG i.Vm. § 17 Abs. 1 AktG und § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB einzuordnen. Damit erlangte die CROSS gleichzeitig gemäß § 29 Abs. 2 WpÜG die Kontrolle an der Triplan AG, da ihr Stimmrechte aus den von der BEKO gehaltenen 5.075.972 Aktien der Triplan AG (entspricht einer Beteiligung von ca. 52,95 %) gemäß § 30 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Satz 3 WpÜG zugerechnet werden.

3. CROSS ist als ein gemeinsames Tochterunternehmen der Antragstellerinnen zu 2) und 3.) (sog. Mehrmütterherrschaft) im Sinne des § 2 Abs. 6 WpÜG i.V.m. § 17 Abs. 1 AktG einzuordnen, so dass den Antragstellerinnen zu 2) und 3) ebenfalls mit dem Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an der BEKO gemäß § 30 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 3 WpÜG die Stimmrechte zuzurechnen sind. Die gemeinsame Beherrschung der CROSS durch die An-tragstellerinnen zu 2) und 3) ergibt sich neben ihrer paritätischen Beteiligung an der CROSS in Höhe von jeweils 50 % insbesondere aus einem Syndikatsvertrag.

Die Stimmrechte der Zielgesellschaft sind dem Antragsteller zu 4) aufgrund seiner Mehrheitsbeteiligung an der Antragstellerin zu 2) gemäß § 30 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpÜG zuzurechnen.

Die Stimmrechte der Zielgesellschaft sind dem Antragsteller zu 5.) aufgrund seiner Mehrheitsbeteiligung an der Antragstellerin zu 3.) gemäß § 30 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpÜG zu-zurechnen.

4. Die mittelbare Kontrollerlangung der Antragsteller(innen) zu 1) bis 5) über die Zielgesellschaft erfüllt die Voraussetzung des § 9 Satz 2 Nr. 3 WpÜG-AngebotsVO, da der Buchwert der Beteiligung der BEKO an der Triplan AG zum 30.06.2008 mit 14,14 % un-terhalb der relevanten 20%-Schwelle nach § 9 Satz 2 Nr. 3 WpÜG-AngebotsVO liegt.

Konkret betrug das buchmäßige Aktivvermögen der BEKO (ohne Rechnungsabgren-zungsposten) zum 31.12.2007 EUR 68.002.148,75, zum 31.03.2008 EUR 67.324.744,74 und zum 30.06.2008 EUR 65.004.040,38. Der Buchwert der Beteiligung der BEKO an der Triplan AG belief sich zum 31.12.2007 auf EUR 7.793.241,01, zum 31.03.2008 auf EUR 8.937.138,01 und zum 30.06.2008 auf EUR 9.189.454,03.

Die Plausibilität der Zahlen zum 30.06.2008 und die Vergleichbarkeit der nach österreichischem UGB ermittelten Zahlen mit den Ergebnissen, die bei Anwendung des deutschen HGB ermittelt worden wären, sind durch die Stellungnahme eines Wirtschaftsprüfers hinreichend belegt. Auch aus der Vergangenheit ergibt sich keine Überschreitung der 20 %-Grenze, denn zum 31.12.2007 belief sich der Beteiligungsansatz der Triplan AG am Aktivvermögen der BEKO auf ca. 11,46 % und zum 31.03.2008 auf ca. 13,27 %. An-haltspunkte für einen Missbrauch der Vorschrift sind nicht ersichtlich. Zudem wurden un-ter Berücksichtigung von Missbrauchsgesichtspunkten die Zahlen zum 30.09.2008 - trotz ihrer Aktualität -für die Beurteilung nicht herangezogen.

5. Im Rahmen der zu treffenden Ermessensentscheidung überwiegen die Interessen der Antragsteller an der Vermeidung eines Pflichtangebotsverfahrens die Interessen der außenstehenden Aktionäre der Triplan AG an der Abgabe eines Pflichtangebots. Aus dem Vorliegen der Tatbestandsvoraussetzungen des § 9 Satz 2 Nr. 3 WpÜG-AngebotsVO ist ein besonderes Gewicht der Interessen der Antragsteller zu folgern, da der Gesetz- bzw. Verordnungsgeber die Interessenabwägung in Teilen antizipiert hat.

Die aus den bilanziellen Verhältnissen abgeleitete untergeordnete Bedeutung der Triplan AG für den Erwerbsvorgang wird auch durch andere Kriterien und Kennzahlen bestätigt. Zu berücksichtigen ist zwar der Umstand, dass die BEKO eine reine Holdinggesellschaft ist, doch richtet sich das Ziel des Erwerbs auf die Triplan AG. Vielmehr beabsichtigen die Antragsteller eine strategische Beteiligung an der BEKO und eine damit verbundene Un-terstützung des Managements dieser Gesellschaft, um den Unternehmenswert der BEKO zu sichern. Auch verfügt die BEKO über diverse weitere Tochtergesellschaften, so dass ein zielgerichtetes Interesse der Antragsteller an der Triplan AG nicht erkennbar ist. Schließlich zeit sich die wirtschaftlich untergeordnete Bedeutung der Triplan AG auch in dem Umstand, dass die Triplan AG zum 30.06.2008 einen Bilanzverlust von EUR 6.727.000 ausweist, während die BEKO zum 30.06.2008 einen Bilanzgewinn von EUR 11.352.576,54 verzeichnet.

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