VP-Praniess-Kastner ad Psychiatrie: SP-Stadtregierung muss Engpässe bei Jugendwohlfahrt beseitigen

Experte Friedrich: "Die Frage der MA 11 brennt unter den Nägeln"

Wien (VP-Klub) - Falls die zuständige Stadträtin Laska gedacht habe, dass sie den drängenden Problemen bei der Wiener Jugendwohlfahrt durch Verweigerung der Aussage vor der Untersuchungskommission entgehen könne, so sei das eine Illusion, betont LAbg. Karin Praniess-Kastner, ÖVP-Mitglied in der Untersuchungskommission zur Psychiatrie, im Rahmen der Dringlichen Anfrage in der Sitzung des Wiener Landtages am gestrigen Mittwoch.

"Namhafte ExpertInnen haben vor der Untersuchungskommission betont, dass die Engpässe im Bereich der Jugendwohlfahrt einen wesentlichen Teil der mangelhaften Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Wien ausmachen", so Praniess-Kastner.

Es sei daher völlig unverständlich, warum die zuständigen Stadträtinnen Wehsely und Laska sich hier vor der Verantwortung drücken. "Prof. Friedrich hat explizit betont, dass die MA 11 zu wenig Wohnplätze hat und dringend Übergangswohnheime für Jugendliche mit sonderpädagogischem Betreuungsbedarf geschaffen werden müssen. Für Stadträtin Laska existiert dieses Problem offensichtlich nicht", kritisiert die VP-Mandatarin.

Kinder "wohnen" im Spital und Stadt Wien schaut zu

Laska habe durch ihre jahrelange Verzögerungstaktik aktiv dazu beigetragen, dass Kinder und Jugendliche teilweise monatelang auf der Akutstation "wohnen" müssen, weil die MA11 weder genügend Plätze noch die für eine adäquate Betreuung notwendigen Personalressourcen bereitstellt.

Es ist ungeheuerlich, dass Kinder und Jugendliche mit psychosozialen Problemen die Mängel an der Schnittstelle zwischen Spital und nachsorgender Betreuungseinrichtung ausbaden müssen, während sich die zuständigen Stadträtinnen Wehsely und Laska gegenseitig die Verantwortung zuschieben.

"Ich fordere die beiden Ressortverantwortlichen daher auf, Kindern und Jugendlichen mit psychiatrischer Diagnose in dieser Stadt eine menschenwürdige Unterbringung und Betreuung zur Verfügung zu stellen", so Praniess-Kastner abschließend.

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