Bund Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer: Erinnerung an Verbrechen der NS-Zeit mehr den je wach halten

Newed fordert Überarbeitung der Österreichausstellung im Museums-Komplex in Auschwitz

Wien (SK) - Anlässlich des Holocaust-Gedenktages, der am Tag der Befreiung der letzten Überlebenden des NS - Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau international begangen wird, stellte der Bund Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer und Opfer des Faschismus bei einer Gedenksitzung fest, dass die Erinnerung an das größte Verbrechen der jüngeren Geschichte, dem vor allem die europäischen Juden sowie politische Gegner und nationale Widerstandskämpfer zum Opfer gefallen sind, mehr denn je wach gehalten werden muss. ****

Gerade in den letzten Monaten ist ein Neo-Antisemitismus zu verzeichnen, der meist unter der Devise des Antizionismus nicht nur von Rechtsextremisten und islamitischen Gruppierungen zu verzeichnen ist. Der Vergleich von Auseinandersetzungen in der Gegenwart mit der NS - Massenvernichtungsmaschinerie ist eine ungeheuerliche Umdeutung der jüngsten Geschichte.

"Im internationalen E- Mailverkehr, insbesondere in Deutschland und Österreich werden unverblümt rechtsextreme und neonazistische Auffassungen transportiert. Aktivitäten von rechten Schlägergruppen werden neuerdings verstärkt registriert", bemerkte der Abg.z.NR. a.D. Ing. Ernst Nedwed, Vorsitzender des Bundes der Sozialdemokratischen Freiheitskämpfer und Opfer des Faschismus.

In einer anderen Frage ist es zu begrüßen, das nunmehr klare Worte zum Umfeld des dritten Präsidenten des Nationalrats gefunden wurden. Abgeordnete der SPÖ, ÖVP und der Grünen haben Konsequenzen verlangt, die bedauerlicherweise nur im verbalen Bereich, nicht jedoch in der Personalpolitik des strammen "Burschenschafters der Olympia" einen Niederschlag gefunden haben.

Nedwed, der vor kurzem gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der KZ-Verbände und Widerstandskämpfer Österreichs die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau besucht hat, wies abschließend darauf hin, dass die schon seit längerer Zeit erforderliche Überarbeitung und Erneuerung der Österreichausstellung im Museums-Komplex in Auschwitz dringend erforderlich ist.

Die bereits seit längerer Zeit vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes angeregte Neugestaltung harrt noch immer der Umsetzung. Es ist zu hoffen, dass dafür recht bald staatliche finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden können. (Schluss) sw

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