- 27.01.2009, 16:06:00
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"KURIER"-Kommentar von Karin Leitner: "Wie soll’s denn sein?"
Die Regierung Faymann ist an ihren Taten zu messen, nicht an ihrem Stil.
Wien (OTS) - Monatelang hatten sich politische Beobachter über das
Kabinett Gusenbauer echauffiert. Dabei arbeiteten Rote und Schwarze -
gegeneinander. Zur Perfektion trieb das die ÖVP, die - aus Ärger über
ihre Wahlniederlage - dem sozialdemokratischen Kanzler keinen Erfolg
gönnte.
Und so wurde die kleinste sachliche Differenz (die es
logischerweise zwischen zwei ideologisch unterschiedlich
ausgerichteten Parteien gibt) in der Öffentlichkeit als Streit
gewertet. Koalitionspartner müssten her, deren Daseinszweck nicht
darin besteht, den jeweils anderen mies zu machen, sondern etwas
weiterzubringen, hieß es allenthalben.
Jetzt gibt es eine Regierung, deren Repräsentanten miteinander
können, die zumindest das Gefühl vermitteln, miteinander zu wollen
(um den Blauen Strache nicht noch stärker zu machen). Es gibt
Sekretäre in den Zentralen von SPÖ und ÖVP, die einander nicht
täglich beflegeln. Und allenthalben heißt es spöttisch: Es wird
gekuschelt. Ja, wie hätte man es denn gern?
Werner Faymann und Josef Pröll sind an ihren Taten zu messen,
nicht an ihrem Stil. Dafür ist es nach 50 Tagen zu früh. Ob
Ergebnisse über "Kuschelei" oder Konfrontation zustande kommen, ist
letztlich egal.
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KURIER
Innenpolitik
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