BZÖ-Bucher: Mehr Gesundheit um weniger Geld

Neue Wege beschreiten - Gesundheitssystem zukunftssicher machen

Salzburg (OTS) - "Prävention statt Reparaturmedizin" und "vernünftiges Haushalten" mit den Budgetmitteln forderte BZÖ-Klubobmann Abg. Josef Bucher in seiner Auftaktrede zur BZÖ-Klubklausur in Salzburg. Die Bundesregierung habe sich bisher nur in kleinen Teilbereichen zu einer Gesundheitsreform, einem "Reförmchen" durchgerungen. "Nur Lächeln und Kuscheln ist zu wenig", so Bucher.

"Für Präventivmedizin werden nur rund 1,9 Prozent des gesamten Gesundheitsbudget eingesetzt", so Bucher. Doch gerader der Erhalt der natürlich gegebenen Gesundheit sei von enormer Wichtigkeit. "Schon in den Schulen müssen die Jugendlichen für mehr Sport begeistert werden". "Warum kann Österreich nicht selbstbewusst einen innovativen Weg einschlagen? Vor allem in den Bereichen der Verwaltungsreform oder eben im Gesundheitssektor wäre dies aber dringend notwendig", so Bucher.

Ebenso sieht Bucher die oftmals vom BZÖ geforderte Kassenreform als unbedingt nötig an. "Wir müssen diesen Unfug mit mehr als 20 Kassen und einer Unzahl an Funktionären endlich beenden", verlangte Bucher. Nur dann könne das Sozialversicherungssystem auf gesunde Beine gestellt werden. Dazu zähle aber auch ein klares Vorgehen des Gesundheitsministers gegenüber den Pharmakonzernen, Es sei einfach unverständlich, dass "wir durch die Senkung der Mehrwertsteuer auf Medikamente auf 300 Mio. Euro verzichten und die Pharmakonzerne durch Preiserhöhungen dieses Geld "einsackeln". Gesundheitsminister Stöger müsse die Pharmaindustrie ins Gebet nehmen. Aus der starken Position des Staates müsse man auf den Tisch klopfen. Es gelte jetzt mit der Pharmaindustrie zu verhandeln und den eklatanten Preisanstieg abzustellen.

Im Sinne einer gesunden Basis sind laut Bucher auch einheitliche Tarife in den Spitälern erforderlich. "Es kann nicht sein, dass ein "Blinddarm" in Vorarlberg weniger kostet als in Wien." Parallel dazu müsse das Gesundheitswesen endlich an die Bedürfnisse unserer Zeit angepasst werden.

Man muss sich in den momentanen Zeiten einmal etwas trauen, richtete Bucher an die Regierung. Die Auseinandersetzung mit neuen Inhalten und das Beschreiten neuer Wege sei auch im Gesundheitsbereich unerlässlich. In diesem Sinn sieht Bucher auch die Rolle der Opposition: "Nicht Jammern, Wehklagen und Kritisieren, sondern sinnvolle Alternativen aufzeigen, um Österreich neu zu gestalten."

Nur mit Ansätzen für Reformen, wie sie das BZÖ aufzeigt, könne der Schritt aus der Finanzkrise des Gesundheitssystems gelingen. Bucher:
"Wir müssen unser Gesundheitssystem zukunftssicher machen. Uns geht es auch um die Ausrichtung auf Anforderungen unserer Zeit!"

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