• 27.01.2009, 11:22:43
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BZÖ-Bucher: Mehr Gesundheit um weniger Geld

Neue Wege beschreiten - Gesundheitssystem zukunftssicher machen

Salzburg (OTS) - "Prävention statt Reparaturmedizin" und
"vernünftiges Haushalten" mit den Budgetmitteln forderte
BZÖ-Klubobmann Abg. Josef Bucher in seiner Auftaktrede zur
BZÖ-Klubklausur in Salzburg. Die Bundesregierung habe sich bisher nur
in kleinen Teilbereichen zu einer Gesundheitsreform, einem
"Reförmchen" durchgerungen. "Nur Lächeln und Kuscheln ist zu wenig",
so Bucher.

"Für Präventivmedizin werden nur rund 1,9 Prozent des gesamten
Gesundheitsbudget eingesetzt", so Bucher. Doch gerader der Erhalt der
natürlich gegebenen Gesundheit sei von enormer Wichtigkeit. "Schon in
den Schulen müssen die Jugendlichen für mehr Sport begeistert
werden". "Warum kann Österreich nicht selbstbewusst einen innovativen
Weg einschlagen? Vor allem in den Bereichen der Verwaltungsreform
oder eben im Gesundheitssektor wäre dies aber dringend notwendig", so
Bucher.

Ebenso sieht Bucher die oftmals vom BZÖ geforderte Kassenreform als
unbedingt nötig an. "Wir müssen diesen Unfug mit mehr als 20 Kassen
und einer Unzahl an Funktionären endlich beenden", verlangte Bucher.
Nur dann könne das Sozialversicherungssystem auf gesunde Beine
gestellt werden. Dazu zähle aber auch ein klares Vorgehen des
Gesundheitsministers gegenüber den Pharmakonzernen, Es sei einfach
unverständlich, dass "wir durch die Senkung der Mehrwertsteuer auf
Medikamente auf 300 Mio. Euro verzichten und die Pharmakonzerne durch
Preiserhöhungen dieses Geld "einsackeln". Gesundheitsminister Stöger
müsse die Pharmaindustrie ins Gebet nehmen. Aus der starken Position
des Staates müsse man auf den Tisch klopfen. Es gelte jetzt mit der
Pharmaindustrie zu verhandeln und den eklatanten Preisanstieg
abzustellen.

Im Sinne einer gesunden Basis sind laut Bucher auch einheitliche
Tarife in den Spitälern erforderlich. "Es kann nicht sein, dass ein
"Blinddarm" in Vorarlberg weniger kostet als in Wien." Parallel dazu
müsse das Gesundheitswesen endlich an die Bedürfnisse unserer Zeit
angepasst werden.

Man muss sich in den momentanen Zeiten einmal etwas trauen, richtete
Bucher an die Regierung. Die Auseinandersetzung mit neuen Inhalten
und das Beschreiten neuer Wege sei auch im Gesundheitsbereich
unerlässlich. In diesem Sinn sieht Bucher auch die Rolle der
Opposition: "Nicht Jammern, Wehklagen und Kritisieren, sondern
sinnvolle Alternativen aufzeigen, um Österreich neu zu gestalten."

Nur mit Ansätzen für Reformen, wie sie das BZÖ aufzeigt, könne der
Schritt aus der Finanzkrise des Gesundheitssystems gelingen. Bucher:
"Wir müssen unser Gesundheitssystem zukunftssicher machen. Uns geht
es auch um die Ausrichtung auf Anforderungen unserer Zeit!"

Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

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