Falter: Grazer FPÖ-Klubobmann soll bei rechtsextremen "Aufruhr"-Versand geordert haben.

Auf Bestellliste findet sich T-Shirt mit Aufschrift "88" - Code für "Heil Hitler"/ Politiker leugnet

Wien (OTS) - Der Grazer Gemeinderat und FP-Klubchef Armin Sippel soll im Jahr 2004 beim rechtsextremen "Aufruhr"-Versand bestellt haben. Das berichtet die Wochenzeitung Falter in ihrer am Mittwoch erscheinenden Ausgabe. Sippel soll sowohl ein Shirt mit der Aufschrift "Nationalist - Ehre-Freiheit-Vaterland" als auch ein "Polo Hemd, Germania - 88 wear (mit Kragenaufdruck)" bestellt haben. "88" ist ein in der rechtsextremen Szene gängiger Code für "Heil Hitler", 8 steht für den 8. Buchstaben im Alphabet. Laut Bestellschein sollte er die Ware gegen Nachnahme erhalten.

"Name = Sippel, Vorname = Armin", steht auf der Bestellbestätigung vom Dienstag, dem 12. Oktober 2004. Darunter Sippels Adresse in Kumberg und eine Mobilnummer. Wählt man diese, meldet sich heute noch am anderen Ende der Leitung Armin Sippel.

Der Grüne Parlamentarier Karl Öllinger bestätigt, dass es sich bei den Bestelldateien um den von deutschen Hackern veröffentlichten Datensatz des "Aufruhr"-Versandes handelt, auf dem auch die Namen der Mitarbeiter des dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf auftauchen.

Im Gespräch mit dem Falter, dementiert Sippel vehement, jemals etwas beim Aufruhr-Versand bestellt zu haben: "Das kann nicht stimmen, ich habe noch nie etwas im Internet bestellt, schon gar nicht beim Aufruhr-Versand. Ich wundere mich, wie mein Name auf diese Liste kommt."

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