• 25.01.2009, 10:00:00
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Italiener und Briten beglichen ihre Schulden in Salzburgs Spitälern

Burgstaller: Offene Forderungen von ausländischen Gastpatienten wurden beglichen

Salzburg (OTS) - Als Urlaubs- und Wintersportdestination kann sich
Salzburg nicht nur über die Erträge aus dem Tourismus freuen, sondern
hat auch mit den "Schattenseiten" zu kämpfen, etwa im
Gesundheitswesen. Ausländische Urlauber, die sich in Salzburg
verletzt haben bzw. hier erkrankt sind und in einem Krankenhaus
behandelt werden, verursachen Kosten. Diese sind zwar zumeist durch
deren Versicherungen gedeckt, doch diese Zahlungen erfolgen oft
äußerst spät, sodass Außenstände in Millionenhöhe entstehen. Nun
zeigen die hartnäckigen Bemühungen von Gesundheitsreferentin
Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller um die Begleichung dieser
Schulden Erfolg: Versicherungen aus Italien und Großbritannien haben
die offenen Forderungen großteils beglichen.

Italien zahlte den Löwenanteil seiner Außenstände an Österreich
zurück. 2008 wurden insgesamt mehr als 27 Millionen Euro aus Italien
an Österreich überwiesen. Derzeit bestehen keine nennenswerten
offenen Forderungen mehr gegenüber den italienischen
Krankenversicherungsträgern. "Salzburgs Spitäler erhalten 1,6
Millionen Euro für den Zeitraum von 2002 bis 2008 aus Italien.
Außerdem ist eine Zahlung der Briten an den Salzburger
Krankenanstaltenfonds SAGES über 1,8 Millionen Euro eingegangen",
teilte Landeshauptfrau Burgstaller heute, Sonntag, 25. Jänner, mit.
Die Problematik der Säumnisse der Zahlungen der ausländischen
Gastpatienten sei ein europaweites Phänomen, allerdings seien die
österreichischen Tourismusgebiete und hier vor allem Salzburg
besonders betroffen, so Burgstaller.

Die Landeshauptfrau hat sich in der Vergangenheit immer wieder für
eine Lösung des Problems der offenen Forderungen für ausländische
Patienten, die überwiegend aus dem EU-Raum kommen, für Salzburgs
Spitäler eingesetzt und zahlreiche Schreiben an den Hauptverband der
Österreichischen Sozialversicherungsträger, das zuständige
Gesundheitsministerium und die EU-Kommission gerichtet. Außerdem hat
Burgstaller bei Besuchen in Brüssel jede Gelegenheit genutzt, um die
Problematik mit EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou und
deren Vorgänger Markos Kyprianou zu erörtern. Die Landeshauptfrau hat
zuletzt bei einem Besuch von Gesundheitskommissarin Vassiliou in
Salzburg im August 2008 vehement auf die Notwendigkeit einer
europaweit einheitlichen Vorgehensweise bei der Abrechnung der
Gastpatientenkosten hingewiesen.

Rückfragehinweis:
Landespressebüro Salzburg
Dr. Roland Floimair
Tel.: (0662) 80 42 / 23 65
mailto:[email protected]
http://www.salzburg.gv.at

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