• 23.01.2009, 11:30:00
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Brauner/Payr: Job-Motor Wiener Stadtwerke investiert 4,2 Mrd. Euro

Mit Infrastrukturpaket und Rekordinvest sichern Wiener Stadtwerke zehntausende Arbeitsplätze

Wien (OTS) - "In den nächsten fünf Jahren investieren die Wiener
Stadtwerke über 4,2 Milliarden Euro in den Ausbau der Infrastruktur
Wiens. Ob beim U-Bahn-Bau oder der nachhaltigen Sicherung der
Energieversorgung - die Stadtwerke sichern mit kontinuierlich hohen
Investitionen zehntausende Arbeitsplätze und sorgen gerade jetzt in
einer wirtschaftlich schwierigen Phase für ein
Milliarden-Auftragsvolumen in der gesamten Ost-Region", erklärte
Vizebürgermeisterin Mag.a Renate Brauner, anlässlich eines
Mediengesprächs mit dem neuen Vorstand der Wiener Stadtwerke, am 23.
Jänner in Wien. "Ich bin angesichts der aktuellen Finanzkrise mehr
denn je der Meinung, dass dem öffentlichen Eigentum eine ganz
zentrale Stellung in der Wirtschaft zukommt. Bei den Wiener
Stadtwerken steht nicht die Gewinnmaximierung im Vordergrund, sondern
die Erbringung hochqualitativer Leistungen für alle Wienerinnen und
Wiener."

Infrastruktur braucht stabile Rahmenbedingungen

Der neue Wiener Stadtwerke-Vorstand positioniert Österreichs
größten kommunalen Infrastrukturdienstleister weiterhin als wichtigen
Wirtschaftsmotor für den Großraum Wien: "Infrastruktur braucht
stabile Rahmenbedingungen", betonte Wiener
Stadtwerke-Generaldirektorin Dr. Gabriele Payr. Gemeinsam mit ihren
VorstandskollegInnen Gabriele Domschitz, Martin Krajcsir und Helmut
Miksits unterstrich Payr, wie wichtig es ist, dass "die Wiener
Stadtwerke weiterhin im Eigentum der Stadt Wien bleiben."

Dabei ist es notwendig, die Wiener Stadtwerke in ihrer Gesamtheit
zu sehen, "weil die einzelnen Bereiche nur im gemeinsamen
Zusammenspiel ein starker und verlässlicher Partner sein können",
erklärte Payr. Zum Konzern gehören die Unternehmen Wien Energie,
Wiener Linien, Wiener Lokalbahnen, Friedhöfe und Bestattung Wien,
sowie das Beteiligungsmanagementunternehmen BMG. "Die Wiener
Stadtwerke sind zwar ein Mischkonzern, aber die Aufgabenstellung der
einzelnen Teilunternehmen ist im Großen und Ganzen immer dieselbe:
Der Dienst an der Bürgerin, am Bürger von Wien mit hoher
Dienstleistungsqualität", skizzierte Payr die verbindende Klammer.

Investitionen steigen um 18 Prozent

"Bis 2013 investieren die Wiener Stadtwerke rund 4,2 Milliarden
Euro in Infrastrukturprojekte. Die geplanten Investitionen der Wiener
Stadtwerke zeigen eine steigende Tendenz für die kommenden fünf
Jahre", so Finanzvorstand Martin Krajcsir. "Die Investitionen in
Sachanlagen steigen in den nächsten fünf Jahren um rund 18 Prozent
auf 847 Millionen im Jahresdurchschnitt." Wie wichtig diese Impulse
für die Wiener Wirtschaft sind, verdeutlichte Krajcsir durch
Beschäftigungseffekte am Arbeitsmarkt: "Allein durch den Ausbau der
U-Bahn in den kommenden fünf Jahren sichern die Wiener Stadtwerke
rund 26.000 zusätzliche Arbeitsplätze", betonte der Finanzvorstand.

Wie gut die Wiener Stadtwerke finanziell aufgestellt sind, belegte
Krajcsir mit Kennzahlen: "Die ansteigende Wachstumsquote des
Anlagevermögens ist mit dem Faktor 1,8 sehr bemerkenswert
(Investitionen durch Abschreibungen, Anm.). Auch die
Eigenkapitalquote ist mit mehr als 40 Prozent überdurchschnittlich
gut", so Krajcsir. "Unsere Prognosen zeigen, dass die
Eigenkapitalquote der Wiener Stadtwerke in den kommenden fünf Jahren
auf rund 43 Prozent ansteigen wird. Damit sind die Wiener Stadtwerke
als wichtiger Partner für die Wiener Wirtschaft und als Jobgenerator
für die Menschen, auch in Krisenzeiten, ein Fels in der Brandung", so
der Finanzvorstand der Wiener Stadtwerke.

Energie: sichere und ökologische Versorgung

Im Energie-Bereich investieren die Wiener Stadtwerke bis 2013 rund
1,8 Milliarden Euro für eine sichere und ökologische Versorgung mit
Energie. Davon entfallen rund 618 Millionen Euro auf Investitionen in
das Stromnetz, knapp 225 Millionen Euro auf das Gasnetz, etwa 268
Millionen Euro auf das Fernwärmenetz, 51 Millionen Euro für den
Ausbau der Fernkälte. In die Bereiche Stromerzeugung investiert Wien
Energie rund 377 Millionen Euro, für die Fernwärme-Erzeugung werden
knapp 126 Millionen Euro aufgewandt.

Die Eckpunkte der Versorgungsstrategie von Wien Energie sind:

> ein moderner Kraftwerkspark mit höchstmöglichen Wirkungsgraden 
   für Strom- und Wärmeerzeugung
 
 > der ständige Ausbau der Leitungsnetze für eine möglichst   
   effiziente und verlustfreie Energieübertragung
 
 > der Ausbau von Speichermöglichkeiten 
 
 > der Ausbau der Eigenerzeugungsquote
 
 > der Ausbau des Fernwärme-Anteils am Raumwärmemarkt auf 50 Prozent
   sowie die Weiterentwicklung des Geschäftsbereichs Fernkälte.   
   Durch Fernkälte kann die Abwärme aus den Kraft-Wärme-
   Kopplungsanlagen und der Müllverbrennung auch im Sommer genutzt 
   werden.

Energievorstand Helmut Miksits betonte die "Wiener Modell"
genannte Energieversorgungs-Strategie von Wien Energie: "Die
Produktion von Strom und Wärme in hocheffizienten Gas-Kraftwerken,
kombiniert mit Wärme aus der Müllverwertung wird stark an Stellenwert
gewinnen", prognostizierte Miksits. "Damit kann klimafreundlich und
zu ausgewogenen Preisen Strom und Energie für Raumwärme und
Warmwasser erzeugt werden", so der Energievorstand der Wiener
Stadtwerke.

Öffentlicher Personennahverkehr: Noch attraktivere Angebote durch
weiteren Ausbau

"Wien ist in Europa die einzige Metropole, wo mehr Menschen mit
öffentlichen Verkehrsmitteln fahren als mit dem privaten Auto. Mehr
als ein Drittel aller Wege, 35 Prozent, werden mit den Wiener Linien
gefahren", betonte Wiener Linien-Vorstand Gabriele Domschitz. Damit
hat der öffentliche Verkehr den privaten Autoverkehr überholt. Die
Wiener Linien wollen ihren Anteil noch weiter ausbauen, "damit
Fahrgäste noch schneller und komfortabler mit öffentlichen
Verkehrsmitteln durch Wien fahren können", so Domschitz. Dazu wird
kräftig investiert, vor allem in den Ausbau der U-Bahn. Für den
U-Bahn-Neubau investieren die Wiener Linien rund 1,4 Milliarden Euro
bis 2013. 2010 wird man mit der U2 bis zur Aspernstraße fahren
können. Damit wird es auch einen Anschluss an den neuen ÖBB-Bahnhof
Stadlau und das Donauspital (SMZ-Ost) geben. Auch der weitere
U-Bahn-Ausbau ist gesichert. Bund und Land haben ein 1,85
Milliarden-Euro-Paket für den weiteren U-Bahn-Ausbau in Wien
geschnürt. Insgesamt wird das Wiener U-Bahnnetz in der 4. Ausbaustufe
bis 2019 um etwa 14 Kilometer auf insgesamt rund 90 Kilometer
verlängert. Die Realisierung erfolgt aus heutiger Sicht in drei
Etappen: Die U2-Nord wird bis zum Flugfeld Aspern 2013 fertig
gestellt. Die Eröffnung für die U1-Süd nach Rothneusiedl ist für 2015
geplant. Und die Fertigstellung einer U2-Süd-Verlängerung in Richtung
Arsenal soll bis 2019 erfolgen. In den Fahrzeugpark investieren die
Wiener Linien rund 257 Millionen Euro für Straßenbahnen, etwa 73
Millionen Euro für Autobusse sowie knapp 60 Millionen Euro für
U-Bahnen.

600 neue Lehrstellen

Domschitz, die neben dem Geschäftsbereich Wiener Linien auch für
das Personalwesen zuständig ist, betonte die Wichtigkeit der
Qualifikation des eingesetzten Pesonals: "Die hohe
Dienstleistungsqualität der Wiener Stadtwerke setzt bestens
ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter voraus. Daher
investieren die Wiener Stadtwerke kontinuierlich in die Aus- und
Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - in den kommenden
fünf Jahren rund 30 Millionen Euro", so Domschitz. Bei der Ausbildung
setzen die Wiener Stadtwerke bereits bei der Lehrlingsausbildung an.
"Derzeit werden etwa 400 Lehrlinge in 16 verschiedenen Berufen
ausgebildet. Bis 2013 werden zusätzlich rund 600 junge Menschen eine
Ausbildung bei den Wiener Stadtwerken erhalten", so Domschitz.
Darüber hinaus werden die Wiener Stadtwerke in den kommenden fünf
Jahren etwa 4.000 Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter aufnehmen. "Mein
Ziel dabei ist eine Frauenquote von etwa 25 Prozent", so Domschitz.
"Das sind rund 1.000 neue Mitarbeiterinnen für die Wiener Stadtwerke
in den nächsten fünf Jahren."

Neue Unternehmenszentrale in TownTown

2010 übersiedeln die Wiener Stadtwerke nach TownTown. Der neue
Sitz der Konzernmutter, in dem zentral gelegenen Geschäftsviertel in
Erdberg, bringt die Unternehmensbereiche auch baulich viel näher
zusammen. Gleich gegenüber befinden sich die Wiener Linien, ein Stück
weiter liegt das Betriebsgelände von Wien Energie Gasnetz, noch etwas
weiter das Kraftwerk Simmering. Die Bestattung Wien und die Friedhöfe
Wien erhalten gegenüber vom Zentralfriedhof in Simmering eine neue
Zentrale, wo auch das Bestattungsmuseum hinkommen wird. "Mit der
Standortkonzentration in Simmering und Erdberg zeigen wir auch, dass
die Wiener Stadtwerke und ihre Teilunternehmen zusammengehören",
erklärt Payr die Beweggründe der Standortkonzentration.

Wien ist EU-Europameister bei Lebensqualität

"Die Wiener Stadtwerke leisten mit einer gut funktionierenden
Infrastruktur einen entscheidenden Beitrag zur Standortqualität in
Wien", betonte Wiener Stadtwerke Generaldirektorin Gabriele Payr.
"Eine gut funktionierende Infrastruktur hat ganz großen Anteil daran,
wie wohl sich die Wienerinnen und Wiener in einer Stadt fühlen", so
die Generaldirektorin. Und da steht Wien, innerhalb der Europäischen
Union, am Stockerl ganz oben. Wien ist die lebenswerteste Stadt
innerhalb der EU. Das bestätigt die aktuelle Studie des
Beratungsunternehmens Mercer. "Damit Wien eine Wohlfühlstadt bleiben
kann, investieren die Wiener Stadtwerke weiterhin in eine gut
funktionierende Infrastruktur", erklärte Payr. "Bei der
Lebensqualität zählt auch der Umweltgedanke. Die Investitionen der
Wiener Stadtwerke tragen zum Klimaschutz bei. Das reicht von den
geplanten Vorhaben beim U-Bahn-Neubau, wo bis 2013 rund 1,4
Milliarden Euro investiert werden, bis zum Ausbau des
Fernwärme-Netzes, wo in den nächsten fünf Jahren rund 268 Millionen
Euro investiert werden. Das strategische Ziel dabei ist, den
Fernwärme-Anteil von derzeit 34 auf einen Anteil von 50 Prozent am
Raumwärmemarkt in Wien zu steigern", so die Wiener
Stadtwerke-Generaldirektorin Gabriele Payr.

Text und Fotos zum Download unter www.vipress.at

Rückfragehinweis:

Mag. Robert Hierhold
   Wiener Stadtwerke-Konzernkommunikation
   Telefon: (01) 531 23-73973
   [email protected]
   www.wienerstadtwerke.at
   Virtuelle Pressestelle: www.vipress.at

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