- 21.01.2009, 12:02:57
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Anna Netrebko: Nach sechs Monaten Pause kehrte sie in St. Petersburg auf die Bühne zurück. Trotz Erkältung wurde das Comeback der Diva ein Triumph.
NEWS war dabei und sprach mit Netrebko.
Wien (OTS) - Anna Netrebko kehrte am 14. Jänner nach sechs
Monaten Karenz auf die Opernbühne mit Donizettis "Lucia di
Lammermoor" im Mariinksy Theater in St. Petersburg zurück. Wir waren
dabei. Netrebko zeigte sich in Höchstform. Die Geburt ihres Sohnes
konnte allen Spekulationen zum Trotz ihrer Stimme nichts anhaben.
Ihre Höhen waren absolut sicher, die Stimme leuchtete in voller
Pracht und hat noch an Dramatik und Farben gewonnen. Das bestätigte
auch ihre Gesangslehrerin Elena Matusovskaya. Auch Netrebkos
Darstellungskraft ist enorm.
Das Duett mit dem ausgezeichneten Tenor Sergei Skorodhodov (Edgardo)
geriet zum wahren Belcanto-Fest. Die Wahnsinnsarie "Il dolce suono",
an der sich schon die größten Primadonnen des Belcanto erprobt haben,
sang und spielte sie stimmlich makellos und mit ungeheurer
Intensität.
Im Gespräch nach der Premiere sprach Netrebko mit NEWS: Sie sei
schwer verkühlt, habe den Abend unter stimmlichen Einschränkungen
gesungen. "Aber ich wollte diese Vorstellung einfach unbedingt
singen! Ich hatte mich so gefreut, die Proben genossen und war
entsprechend ärgerlich, als sich die Erkältung bemerkbar machte. Aber
da kann man einfach nichts machen! Ich habe mich dann so gut es geht
geschont und Alles gegeben."
Und: "Ich bin sehr dankbar für das Interesse, das mein Publikum und
die Medien mir entgegenbringen, obwohl ich eine Weile nicht präsent
war. Ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist und ich versuche
mein Bestes zu geben. Ich glaube, es hat ganz gut geklappt." Und:
über die kanadische Dirigentin Keri-Lynn Wilson: "Sie ist eine
großartige Dirigentin und ein wundervoller Mensch! Mit ihr zu
arbeiten macht großen Spaß, wir sind musikalisch auf einer
Wellenlänge. Wir haben schon ein Konzert vergangenes Frühjahr in
Moskau zusammen gegeben, und es sind weitere in Planung, worüber ich
mich sehr freue. Sie ist eine tolle Frau!"
Weiters erfuhren wir: In nächster Zeit werde sie trotz der persönlich
triumphalen "Bohème"-Verfilmung nicht fürs Kino arbeiten und sich
ganz auf die Opernbühne konzentrieren.
Sohn Tiago Arua sei schon jetzt ein echter Gentleman und lasse sie
nächtens sogar schlafen. Und sie werde in Wien bleiben.
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