- 21.01.2009, 12:02:02
- /
- OTS0152 OTW0152
Seeber gibt Entwarnung: Salzstangerl-Rezeptur bleibt!
Schüren von Anti-EU-Stimmung auf Kosten der Bäcker und Konsumenten
Brüssel, 21. Jänner 2009 (ÖVP-PD) "Wer nicht auf sein tägliches
Salzstangerl verzichten möchte, der kann es sich natürlich auch
künftig ruhig schmecken lassen. Es gibt keine Pläne der EU-
Kommission, unser Salzstangerl zu verbieten", gibt ÖVP-
Europaparlamentarier Dr. Richard Seeber heute Entwarnung. "Das
österreichische Salzstangerl bleibt wie es ist. Die EU hat keine
Kompetenz, die Menge von Salz bei der Herstellung von Gebäck zu
regulieren. Es gibt auch keine diesbezüglichen Pläne. Es ist nur eine
Verordnung zur freiwilligen Ausweisung von Nährwertprofilen zum
Vorteil des Konsumenten in Planung", so der Umweltsprecher des ÖVP-
Europaklubs weiter. "Hier wurde ohne viel Recherche schnell ein neuer
EU-Mythos gebacken. In Wirklichkeit geht es darum, eine irreführende
Verwendung des Begriffs 'gesundes Lebensmittel' zu Werbemaßnahmen zu
verhindern. Und das ist voll im Interesse der Konsumenten. Wenn auf
einem Produkt 'gesund' draufsteht, soll auch etwas Gesundes drinnen
sein. Wer mit dem Begriff 'Gesund' wirbt, muss objektiven und
nachprüfbaren Kriterien entsprechen", erklärte Seeber weiter. ****
Unter einem Nährwertprofil versteht man die charakteristische
Nährstoffzusammensetzung eines Lebensmittels. Diese Zusammensetzung
soll entsprechend der Verordnung als Kriterium herangezogen werden,
ob ein Hersteller für dieses Lebensmittel eine nährwert- und
gesundheitsbezogene Werbeaussage treffen darf. Diese Nährwertprofile
basieren auf wissenschaftlichen Studien und werden von allen
Mitgliedstaaten abgestimmt. "Damit können wir verhindern, dass die
Verbraucher durch verschleierte Kennzeichnung von
Produktbezeichnungen irregeführt werden. Wenn ein Bäcker also sein
Brot ohne spezielle Produktangaben verkaufen will, kann er so viel
Salz verwenden, wie er möchte. Es darf dann halt nicht als 'gesund'
beworben werden. Darum geht es - und nur insofern wäre das
Salzstangerl betroffen", so Seeber.
Laut Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO soll man pro
Tag nur fünf Gramm Salz zu sich nehmen. "In unserem Brotteig sind
durchschnittlich 1,5 Gramm Salz pro 100 Gramm enthalten. Somit decken
200 Gramm Gebäck bereits mehr als die Hälfte des täglichen
Salzbedarfs. Die EU will und wird niemandem vorschreiben, wie viel
Salz im Teig sein darf. Sehr wohl wollen wir aber die Konsumenten
schützen und zu einer gesunden Ernährung anregen. Immer mehr Menschen
wollen sich bewusst gesund ernähren und legen so Wert darauf, dass
der Salzgehalt in ihren Lebensmitteln besonders niedrig ist. Salz
gilt ja mit als Ursache für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und
Bluthochdruck, die wiederum zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen
können", so Seeber abschließend.
Rückfragen: Dr. Richard Seeber MEP, Tel.: +32-2-284-5468
([email protected]) oder Mag. Philipp M.
Schulmeister, EVP-ED Pressedienst, Tel.: +32-475-79 00 21
([email protected])
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVP






