• 21.01.2009, 08:00:00
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Fekter: Integration wichtige Herausforderung und wesentlicher Schwerpunkt der nächsten Jahre

Umfangreiche Vorarbeiten geleistet, auf denen jetzt aufgebaut werden kann

Wien (OTS) - "Das Thema Integration ist eine wichtige
Herausforderung und ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Arbeit der
nächsten Jahre", betont Innenministerin Dr. Maria Fekter: "Deshalb
war es mir besonders wichtig das Thema Integration, sowie die
Erarbeitung und die Umsetzung eines Nationalen Aktionsplanes im
Regierungsprogramm festzuschreiben". Es seien bereits umfangreiche
Vorarbeiten geleistet worden und eine Integrationsstrategie
erarbeitet worden. "Darauf werde ich die weitere Arbeit aufbauen und
die nächsten Schritte setzen. Es wird bereits intensiv am Nationalen
Aktionsplan für Integration gearbeitet", so Fekter: "Integration kann
man nicht von oben nach unten verordnen. Gelungene Integration bedarf
gemeinsamer Anstrengung auf den verschiedensten Ebenen und in den
unterschiedlichsten Bereichen. Insbesondere die sprachliche und
berufliche Integration werden und müssen einen wesentlichen
Schwerpunkt darstellen".

Im Oktober 2007 wurde die breiteste Diskussion zu Integration
gestartet, die es je in Österreich gegeben hat. Eine Vielzahl von
Gesprächen mit NGOs und Integrationsvereinen,
Religionsgemeinschaften, Sozialpartnern, unterschiedlichen Experten
und Gebietskörperschaften wurden geführt. Ein umfangreicher
Integrationsbericht wurde gemeinsam mit externen Experten erstellt,
der die unterschiedlichsten Bereiche ausführlich und intensiv
beleuchtet. Eine Integrationstour führte durch ganz Österreich und
ein internationales Integrationssymposium wurde abgehalten. Aufbauend
auf diese Integrationsdiskussion wurde eine umfassende
Integrationsstrategie erarbeitet und im Juni in den Ministerrat
eingebracht.

Umfangreiche Vorarbeiten im Bereich der Integration durch das
Innenministerium:

Oktober 2007: Start der Integrationsplattform, offizielle
Startveranstaltung zur breitesten Integrationsdiskussion, die es in
Österreich bisher gegeben hat, unter anderem mit Bundeskanzler,
Vizekanzler, Caritas-Präsident Dr. Franz Küberl. Ziel: die
Erarbeitung einer Integrationsstrategie für Österreich.

November/Dezember 2007: Gespräche mit der Integrationsplattform
Eine Vielzahl intensiver Gespräche mit NGOs und Integrationsvereinen,
Religionsgemeinschaften, Sozialpartnern, Experten und
Gebietskörperschaften wurden geführt.

Unter anderem mit: Caritas-Direktor DDr. Michael Landau, Ariel
Muzikant (Israelitische Kultusgemeinde), Anas Shakfeh (Präsident der
Islamische Glaubensgemeinschaft), Wiener Stadträtin Sandra
Frauenberger, Landeshauptmann Franz Voves,
Wirtschaftskammer-Generalsekretär Reinhold Mitterlehner, Verein
Österreichisch-türkische Freundschaft, Dachverband der serbischen
Vereine in Wien, Verein Okay Zusammenleben, Verein Peregrina, Prof.
Rainer Münz, Prof. Gudrun Biffl, Prof. Heinz Fassmann.

Jänner 2008

Ein umfassender Integrationsbericht wurde fertig gestellt und
präsentiert, in dem Expertinnen und Experten Beiträge, Analysen und
Vorschläge zu integrationsrelevanten Themen wie Arbeit, Wohnen,
Bildung und Sicherheit geliefert haben.

Mit Beiträgen folgender Experten:
Prof. Heinz Fassmann, DDr. Franz. Matscher, Prof. Gudrun Biffl, Bgm.
Wolfgang Rümmele, Dr. Bernhard Perchinig, Mag. Margit Kreuzhuber, Dr.
Hans Winkler, Univ. Prof. Rüdiger Lohlker.

Darauf aufbauend wurde die Internetplattform www.integration.at
eröffnet, um jeder Österreicherin und jedem Österreicher die
Möglichkeit zu geben diesen Bericht, wie auch alle anderen relevanten
Anliegen zum Thema diskutieren zu können. Mehr als 40.000 Menschen
haben sich daran beteiligt.

März 2008

Am Wiener Brunnenmarkt wurde ein internationales
Integrationssymposium veranstaltet. Dabei wurden mit internationalen
Expertinnen und Experten Eckpunkte und offene Aufgaben erfolgreicher
Integrationspolitik diskutiert.

Teilnehmer am Podium:
Dr. Maria Böhmer, Integrationsstaatssekretärin Deutschland
Slavko Ninic, Wiener Tschuschenkapelle
Dr. John Wrench, EU-Grundrechtsagentur
Dr. Adrian Gerber, Schweizer Bundesamt für Migration
Brigitte Frenais-Chamaillard, französisches Ministerium für Migration
und Integration
Herbert Tumpel, Arbeiterkammer
Kenan Güngör, Integrationsexperte
Dr. Michael Landau, Caritas-Direktor

März bis Mai 2008

Integrationsgespräche mit unterschiedlichen Vertretern der
Gesellschaft::
z.B. mit Atil Kutoglu, Atilla Dogudan, Barbara Frischmuth, Willi
Resetarits, Städtebund, Gemeindebund, Ländern

April bis Juni 2008

Integrationstour: 24 Stationen Österreichweit (Messen, Märkte,
Fußgängerzonen)

Die Wanderausstellung 'Integration on tour' wurde im April und im Mai
von 6.000 Menschen besucht. Vor allem Schulen nutzten das
Informationsangebot über Integration in Österreich. In Form von
Schautafeln wurde zu breiten Themenbereichen der Integration, wie
etwa Herkunft, Religion, Bildung, Sprache, Arbeitsmarkt und
Wohnsituation informiert und durch Internetterminals die Möglichkeit
geben, sich bei der Integrationstour direkt an der Online-Diskussion
aktiv zu beteiligen.
Juni 2008

Zahlreiche Personen, Integrationsvereine, NGOs, die Sozialpartner,
Vertreter der Glaubensgemeinschaften und natürlich auch die
Mitglieder der Bundesregierung haben ihre Vorschläge für den
umfangreichen Bereich der Integration eingebracht. Es gab zahlreiche,
intensive Gespräche, auch mit dem Koalitionspartner. Auf Basis dieser
Vorschläge, der Erfahrungen im Rahmen der Integrationsplattform und
vieler persönlicher Gespräche ist eine umfangreiche und umfassende
"Integrationsstrategie für Österreich" erarbeitet worden und wurde
dem Ministerrat vorgelegt. Ein einstimmiger Beschluss konnte jedoch
nicht erzielt werden.

November/Dezember 2008

Festlegung der weiteren Arbeit im Bereich der Integration im
Regierungsübereinkommen:

Integration ist eine Querschnittsmaterie, die wir als
gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstehen, die auch alle staatlichen
Ebenen betrifft. Die österreichische Bundesregierung wird einen
Nationalen Aktionsplan für Integration erarbeiten, der die
österreichweite Zusammenarbeit für erfolgreiche Integrationsmaßnahmen
strukturiert und dessen Vollzug optimiert. Die Bundesregierung
verfolgt das Ziel einer gelungen Integration von Migranten/-innen,
ihre Teilhabe am politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben.

Aufbauend auf den geleisteten Vorarbeiten wird in Zusammenarbeit mit
allen beteiligten Ressorts, den Ländern und Gemeinden sowie anderen
interessierten Stellen der Zivilgesellschaft der Nationale
Aktionsplan für Integration erarbeitet, der die österreichweite
Zusammenarbeit für erfolgreiche Integrationsmaßnahmen strukturiert.

Rückfragehinweis:

Iris Müller-Guttenbrunn
   Pressesprecherin der Bundesministerin
   Bundesministerium für Inneres
   Tel.: +43-(0)1-53 126-2026
   mailto:[email protected]	
   
   Bundesministerium für Inneres
   Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit - Infopoint
   Tel +43-(0)1-53 126-2488 
   mailto:[email protected]
   www.bmi.gv.at

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