- 20.01.2009, 15:19:43
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Mehr Pflegekräfte in den Heimen
Neues Mindestpersonalbemessungsmodell soll sich schon heuer positiv auswirken
Bregenz (VLK) - Die personelle Ausstattung der Vorarlberger
Pflegeheime wird in den nächsten drei Jahren erheblich verbessert.
Das teilten Soziallandesrätin Greti Schmid und
Gemeindeverbandspräsident Wilfried Berchtold heute, Dienstag, im
Landhaus im Anschluss an die Sitzung des Pflegeheimbeirates mit.
Erste positive Effekte durch das neue Personalbemessungsmodell werden
schon heuer erwartet.
Das neue Modell sieht vor, dass 24 Stunden am Tag eine
Pflegefachkraft und mindestens zwölf Stunden eine diplomierte
Krankenpflegefachkraft verfügbar ist. Auch eine angemessene
Nachtdienstausstattung muss gegeben sein.
"Das Land bekennt sich weiterhin zur wohnortnahen bzw. regionalen
Strukturen in der stationären Pflege", betonte LR Schmid. Aufgrund
der zunehmenden Pflegebedürftigkeit werde es daher speziell in
kleineren Häusern zu einem personellen Mehraufwand kommen. Deshalb
sollen innerhalb von drei Jahren insgesamt 75 zusätzliche
Dienstposten geschaffen werden, darüber hinaus sollen Umschulungen
und Höherqualifizierungen zu einer Qualitätssteigerung führen.
Landesrätin Schmid und Bürgermeister Berchtold zeigten sich
überzeugt, dass das neue Modell gut geeignet ist, um längerfristig
die gesetzlich geforderte angemessene Pflege abzusichern, und
gleichzeitig eine gute Basis für die Umsetzung des BESA-Modells
bietet.
Zu den nächsten Schritten gehören die Abstimmung mit den
Heimträgern, die Initiierung berufsbegleitender Fortbildungsmaßnahmen
sowie die Überführung der Ergebnisse in die künftige Tarifgestaltung.
Für 2009 stehen zur Entlastung drei Millionen Euro zusätzlich zur
Verfügung.
Derzeit gibt es in Vorarlberg 49 Pflegeheime mit zusammen 2.175
Betten und 2.610 Beschäftigten, davon 1.500 in Pflege und Betreuung,
760 in Verwaltung und Hauswirtschaft und 350 Ehrenamtliche. Aus dem
Sozialfonds werden dafür pro Jahr 58 Millionen Euro investiert.
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