Wolfgang Anzengruber neuer Präsident des VEÖ Energiewirtschaft: Klimaziele machen rasche Entscheidungen erforderlich

Wien (OTS) - Der seit 1. Jänner 2009 im Amt befindliche Vorstandsvorsitzende des Verbundkonzerns, DI Wolfgang Anzengruber ist zum neuen Präsidenten des Verbandes der Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ) gewählt worden. Anzengruber folgt in dieser Position Michael Pistauer, der sie Mitte 2008 von Dr. Leo Windtner übernahm. "Diese Wahl ist für mich ein Auftrag, in dieser entscheidenden Phase des Umbaus der europäischen Energieversorgung die Interessen der E-Wirtschaft engagiert und sachlich zu vertreten", dankte Anzengruber im Hauptausschuss des VEÖ. Vizepräsidenten des VEÖ bleiben für die laufende Funktionsperiode bis 2011 der Generaldirektor der Energie AG Dr. Leo Windtner und der Vorsitzende der Tiroler Wasserkraft AG (Tiwag), Dr. Bruno Wallnöfer. Mit seinen rund 140 Mitgliedern repräsentiert der 1953 gegründete VEÖ mehr als 90 Prozent der österreichischen Stromerzeugung. Die mehr als 200.000 km Elektrizitätsnetze der VEÖ-Mitgliedsunternehmen sind die Basis für eine sichere Versorgung Österreichs mit Strom.

Große Herausforderungen engagiert angehen

Als wichtigste Aufgabe seiner Präsidentschaft im VEÖ sieht Anzengruber die Bewältigung der großen Herausforderungen, denen die E-Wirtschaft gegenüberstehe: "Wir müssen die Themen Versorgungssicherheit, Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit in einem umfassenden Prozess gemeinsam engagiert angehen, um in der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit Erfolge vorweisen zu können", erklärte der neue VEÖ-Präsident nach seiner Wahl. Vor allem gelte es gemeinsam mit Politik und Verwaltung neue Wege zu beschreiten, um die jahrelange Blockade wichtiger Infrastrukturinvestitionen im Kraftwerks- und Leitungsbereich aufzulösen. Anzengruber: "Es ist Zeit, jetzt Entscheidungen zu treffen, wenn wir unsere Ziele erreichen wollen." Österreich brauche ein von breiter Unterstützung getragenes Energiekonzept, damit volkswirtschaftlich eminent wichtige Projekte nicht durch regionale Streitereien blockiert würden. Im Interesse der Stromkunden müsse zudem auf die Kosten der Stromversorgung geachtet werden. Anzengruber: "Eine übermäßige Kostenbelastung der Stromproduktion durch Steuern und Abgaben ist sowohl aus wirtschaftlichen wie auch sozialen Gründen zu vermeiden."

Pistauer und Windtner leiteten Trendwende ein

Seinen Amtsvorgängern Michael Pistauer und VEÖ-Vizepräsidenten Leo Windtner dankte Anzengruber für ihre Rolle als Initiatoren und Ideengeber. Es sei ihnen gelungen, der österreichischen E-Wirtschaft neue Impulse zu verleihen und neue Wege zu eröffnen. Anzengruber:
"Der 2008 unter Windtner und Pistauer präsentierte Masterplan Wasserkraft hat eine beispiellose Dynamik entwickelt, der wir es verdanken, dass die Diskussion über neue Wasserkraftprojekte erstmals wieder von einer breiten Öffentlichkeit positiv wahrgenommen wird."

Zur Person:

Der neue Präsident des VEÖ verfügt über breite Erfahrung in der Energiebranche. Anzengruber studierte Maschinenbau und Betriebswissenschaften an der TU Wien und begann seine Laufbahn in der Simmering-Graz-Pauker-Gruppe. 1990 wechselte er zu ABB, wo er zuletzt Mitglied der Geschäftsleitung von ABB Österreich war. 1999 wurde er in den Vorstand der Salzburger Stadtwerke berufen, ab 2000 war er Vertriebsvorstand der Salzburg AG. Von September 2003 bis August 2008 war Anzengruber Vorstandsvorsitzender der Palfinger AG, zuletzt auch zusätzlich CFO. Seit 1. Jänner 2009 ist er Vorstandsvorsitzender und CFO des Verbund.

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