Barack Obama: Sehnsucht nach Normalität

DER SPIEGEL: Erste politische Matinée in Wien.

Wien (OTS) - In den 44. Präsidenten der USA werden große Hoffnungen gesetzt. Barack Obama ist ein außergewöhnlicher Mensch und ein glamouröser Spitzenpolitiker. Gerade deshalb entsteht vielleicht die größte Hoffnung, die man mit ihm verbindet, aus der Sehnsucht nach Normalität.

DER SPIEGEL präsentierte am 18.1. seine erste politische Matinée im Wiener Studio Molière. Zur Inauguration von Barack Obama diskutierten Bundeskanzler AD Dr. Wolfgang Schüssel, Univ. Prof. Dr. Manfred Prisching und Dr. Gerhard Spörl, Ressortleiter Außenpolitik beim Magazin DER SPIEGEL.

Spörl, als langjähriger USA-Korrespondent des Nachrichtenmagazins ein intimer Kenner amerikanischer Politik, äußerte die Hoffnung, dass es mit Obama als Präsident möglich sein könnte, langsam zur Normalität zurückzukehren. Ein Wunsch, der wohl einen großen Teil der Menschen auch in Europa verbindet, angesichts von Krisen und politischer Unsicherheit - die auch durch die Bush-Administration verstärkt wurden. Schüssel - wie gewohnt auch am Sonntag ein Diskutant, der komplizierte Vorgänge klar und transparent darstellt-betonte, dass Europa auch unter neuen Voraussetzungen unbedingt seinen eigenen Weg gehen muss. "Yes we can" kann man nicht als "Ja, wir können" übernehmen!" Der europäische Weg ist auch in Bezug auf militärische Stärke ein etwas anderer. Schüssel: "Man kann dauerhaften Frieden und Stabilität niemals durch Waffen erreichen." Der Bundeskanzler AD sieht eine "gesunde Wirtschaft" als unabdingbare Grundlage für politische Stabilität und ein friedliches Miteinander. Vor allem wenn es Europa gelingt, vermehrt Innovationen marktreif zu machen, könnten "gap-years durchaus zu bridge-years werden."

"Mir ist die Vorstellung, dass Amerika das 'Empire’ ist, viel sympathischer, als jene, dass China das 'Empire’ wäre", sagte der Soziologe Prisching - nicht ohne hinzuzufügen, dass uns in der zweiten Hälfte unseres Jahrhunderts eine beherrschende Weltmacht China "durchaus blühen" könnte. Spörl ergänzte: "Die ganze Welt rüttelt sich heute neu zusammen. Obama ist da die wichtigste Figur. Auch wenn sich das, historisch betrachtet, einmal relativieren mag".

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