Neue Studie soll sozioökonomische Auswirkungen von Gesundheitsstörungen bei Rheumakranken aufzeigen

The Work Foundation: Beeinträchtigen schmerzende Gelenke -der Skelettmuskulatur die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit europäischer Arbeitskräfte?

Wien (OTS) - Während die Politik bestrebt ist, die Beschäftigungszahlen aufrecht zu erhalten, untersucht eine neue europäische Studie die sozioökonomischen Auswirkungen der Arbeitslosigkeit

Britische Forschungsorganisation führt Studie über sozioökonomische Auswirkungen von Gesundheitsstörungen durch.

Eine bahnbrechende Studie wird heute in 24 europäischen Ländern eingeleitet. Ziel der Studie ist ein besseres Verständnis über die Auswirkungen bestimmter chronischer Gesundheitsstörungen auf die Arbeitsfähigkeit der Betroffenen und die Gesellschaft insgesamt.

Die Studie untersucht ebenfalls die Auswirkungen auf das öffentliche Wohlfahrtssystem in unterschiedlichen Ländern, das Personen, die nicht am Arbeitsmarkt teilnehmen können, unterstützen soll.

Die Studie trägt den Namen "Fit for Work" und wird von der Work Foundation durchgeführt. Die Work Foundation ist eine britische gemeinnützige Forschungs- und Beratungsorganisation. Sie soll dazu dienen, das Auftreten und die Auswirkungen von MSD (die Skelettmuskulatur betreffende Leiden) zu untersuchen. Hierzu zählen rheumatische Gelenkentzündungen, chronische Schmerzen im unteren Rückenbereich und Verletzungen von Gelenken, Muskeln und Sehnen.

Mithilfe dieser Studie soll untersucht werden, wie sich diese Beeinträchtigungen auf das tägliche Leben der Betroffenen auswirken und welche Kosten daraus für die Gesellschaft insgesamt resultieren können.

"Wir sehen mit Besorgnis, dass MSD ernst zu nehmende negative Auswirkungen auf die Produktivität europäischer Erwerbstätiger haben. Es gibt jedoch keine ausreichenden Untersuchungen wie bei vielen anderen Beeinträchtigungen, etwa im Falle von Stress", erläutert Stephen Bevan, Managing Director der Work Foundation. "In diesen Zeiten der Rezession ist es von besonderer Bedeutung, dass diejenigen, die arbeiten können, auch die Gelegenheit dazu erhalten, und dass die Wohlfahrtssysteme nicht enorme unnötige Kosten tragen müssen. Wir befürchten, dass aufgrund mangelnder Kenntnisse über diese Beeinträchtigungen und eine geeignete Behandlungsmethode Tausende von Betroffenen mit MSD unnötigerweise vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen bleiben und enorme ökonomische Schäden und soziale Kosten auf Europa zukommen werden. Wir führen diese Studie durch, um zu einem besseren Verständnis zu gelangen, wie sich eine frühere Diagnose und frühere medizinische Behandlung positiv auf die Gesundheit der Betroffenen und die damit verbundenen Kosten im Verlauf der nächsten Jahre innerhalb der EU auswirken können."

Maarten de Wit setzt sich als Vice President von EULAR in Europafür Personen, die an Arthritis oder Rheumatismus leiden, ein. Er erläutert: "Regierungen, Angehörige der Gesundheitsberufe und Patientenorganisationen müssen zusammenarbeiten, um die Behandlungsformen, Präventions- und Rehabilitationsmaßnahmen im Falle von Erkrankungen der Skelettmuskulatur zu verbessern, die Betroffenen nicht vom Arbeitsmarkt auszuschließen und die Belastungen im Falle rheumatischer Erkrankungen für die Betroffenen und die Gesellschaft insgesamt zu reduzieren."

Die Studie wird seit diesem Monat und bis April 2009 durchgeführt. Die Daten werden von den Mitarbeitern der Work Foundation und mithilfe nationaler Partner in allen Teilnehmerländern gesammelt. Die Work Foundation beabsichtigt, den politischen Entscheidungsträgern die wichtigsten Ergebnisse im Rahmen einer Präsentation am 15. April 2009 in Brüssel bekannt zu geben.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.fitforworkeurope.eu

Die Skelettmuskulatur betreffende Leiden

"Die Skelettmuskulatur betreffende Leiden" steht als Oberbegriff für mehr als 200 Störungen, die Muskeln, Gelenke, Sehnen, Bänder, periphere Nerven und Blutgefäße betreffen. Sie verursachen bei den betroffenen Personen Schmerzen und Funktionsstörungen (Punnett et l, 2004).

Über die Work Foundation

Die Work Foundation ist eine gemeinnützige Stiftung, die bestrebt ist, durch Forschung, Beratung und Anwaltschaft zu einer Verbesserung der Qualität der Arbeitswelt beizutragen. Durch die Kooperation sowohl mit öffentlichen Stellen als auch mit privaten Organisationen ist die Stiftung in der Lage, eine Mischung aus praktischen Beratungen, zuverlässiger Forschung und Kampagnen zu wichtigen Themen anzubieten. Sie ist ebenfalls verantwortlich für ein umfangreiches Forschungs- und Beratungsprogramm in Zusammenhang mit Gesundheitsfragen und Themen, die das Wohlbefinden betreffen.

Über die Initiative "Fit for Work"

Das Projekt "Fit for Work" der Work Foundation wird durch eine Forschungssubventionsmaßnahme von Abbott, einem weltweit tätigen großen Unternehmen im Gesundheitswesen, unterstützt. Die Berichte im Rahmen des Projekts "Fit for Work" werden von der Work Foundation verfasst. Die redaktionelle Kontrolle obliegt einzig und allein der Work Foundation.

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