Schlaganfall: Fatal! Warnsignale aus dem Gehirn werden meist ignoriert

Baierbrunn (OTS) - Wenn unvermittelt, also schlagartig, bestimmte Funktionen des Gehirns ausfallen, spricht man von einem Schlaganfall und der fragt nicht nach dem Alter, so dass praktisch jeder von uns getroffen werden kann. Doch bevor es zu so einer Attacke kommt, gibt es ganz häufig Warnsignale aus dem Gehirn, berichtet das Apothekenmagazin Senioren Ratgeber. Was die genau zu bedeuten haben, haben wir den stellvertretenden Chefredakteur Kai Klindt gefragt:

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Das sind vorübergehende Durchblutungsstörungen im Gehirn. Ärzte benutzen dafür das Kürzel TIA. Das ist eigentlich eine Art Mini-Schlaganfall, der aber keine bleibenden Schäden hinterlässt. Es ist ganz wichtig, auf solche Durchblutungsstörungen zu achten, weil rund 15% der Patienten, die eine solche Attacken erlitten haben, bekommen im Laufe des nächsten Jahres einen Schlaganfall, 5% sogar schon in den nächsten zwei Tagen.

Deswegen ist auch eine vorübergehende Durchblutungsstörung, also eine TIA, unbedingt ein Fall für den Notarzt, wenn man folgende Symptome bemerkt:

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Dazu zählen Seh- oder Sprachstörungen, zum Beispiel eine verwaschene Sprache, Schwindelgefühle, Lähmungen, Taubheitsgefühle, zum Beispiel an den Händen oder auch eine Gesichtslähmung. Man sollte bei solchen Symptomen, sofort den Notarzt rufen, denn es ist nur im Nachhinein feststellbar, ob es sich um eine vorübergehende Durchblutungsstörung, also eine TIA oder einen richtigen Schlaganfall handelt. Der einzige Unterschied ist wirklich nur die Dauer der Symptome. Bei einer TIA dauern die Beschwerden oft nicht länger als 30 Minuten und das führt dann eben auch dazu, dass die Beschwerden häufig nicht ernst genommen werden.

Man kann aber eine ganze Menge tun, um einem Schlaganfall vorzubeugen, denn es gibt kaum eine Erkrankung, bei der sich soviel durch Vorsorge bewirken lässt:

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Man kann etwa 80% der Schlaganfälle vorbeugen, durch Korrekturen am Lebensstil zum Beispiel. Also, ganz allgemein kann man sagen: Gesund leben, Übergewicht abbauen, nicht rauchen und vor allem viel bewegen. Bewegung hat den Effekt, dass sie Diabetes, Bluthochdruck und auch schlechten Blutfettwerten, also erhöhten Cholesterinwerten, vorbeugt. Und das sind alles Faktoren, die ihrerseits wieder das Schlaganfallrisiko und auch das Risiko für eine TIA erhöhen.

Gehen Sie am besten so mit Ihrem Körper um, wie Sie Ihr Auto warten lassen, da wird ja schon beim kleinsten merkwürdigen Geräusch die Werkstatt aufgesucht. Wenn Sie also eines der Symptome bemerken, ignorieren Sie es nicht, sondern rufen den Notarzt, rät der Senioren Ratgeber.

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