APA-OTS Politikportalanalyse: Regierungsklausur bei SPÖ und ÖVP

Innsbruck / Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich das Top-30 Ranking der meist genannten PolitikerInnen in den österreichischen Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (09. bis 15. Jänner 2009) steht Bundeskanzler Werner Faymann an erster Position. Der dritte Nationalratspräsident Martin Graf belegt Rang zwei, Vizekanzler Josef Pröll folgt auf Rang drei.

Bundeskanzler Werner Faymann belegt in dieser Woche mit 371 Nennungen den ersten Rang im Top-30 Politikerranking. Bei der SPÖ-Präsidiumsklausur vergangene Woche in Salzburg betont er, alles machen zu wollen, um die negativen Folgen der Finanzkrise für Österreich in Grenzen zu halten. "Unser Gegner ist sicher nicht der Regierungspartner, sondern die Arbeitslosigkeit", so Faymann. Im Zuge der Klausur muss Faymann weiter zur Kenntnis nehmen, dass sich einige Länderchefs, entgegen seiner Linie - eine Koalition mit der FPÖ auf Landesebene vorstellen können. Nach Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (Rang fünf, 285 Nennungen) kann sich auch Kärntens SPÖ-Chef Reinhart Rohr (Rang 14, 127 Nennungen) ein Bündnis mit der FPÖ oder dem BZÖ durchaus vorstellen. Doch auch die internationale Gaskrise lässt Faymann ins Visier der heimischen Medien rücken. Er betrachtet das slowakische Vorhaben einer Wiederinbetriebnahme des AKW-Reaktors Bohunice als einen "glatten Bruch" des EU-Beitrittsvertrages.
Auf Rang zwei mit 353 Nennungen findet sich diese Woche der dritte Nationalratspräsident Martin Graf. Nach Rechtsradikalismus-Vorwürfen gegen zwei seiner Mitarbeiter distanziert sich Graf in einer Erklärung vom Nationalsozialismus.
Die ÖVP hat bei ihrer Regierungsklausur den Entwurf zur Steuerreform vorgelegt. Vizekanzler und Finanzminister Josef Pröll (Rang drei, 348 Nennungen) zeigt sich erfreut und spricht von einem "Paket, das sich sehen lassen kann". Mit der Tarifreform, Entlastung für Familien und Spendenabsetzbarkeit macht die Reform rund 3,2 Milliarden Euro aus. Von der SPÖ erwartet Pröll wenig Einwand, da die Eckpunkte bereits im Regierungsübereinkommen mit Bundeskanzler Faymann geklärt wurden. Ein weiteres mediales Thema war die illegale Einreise von vier Geschwistern Arigona Zogajs. Innenministerin Maria Fekter (Rang sechs, 196 Nennungen) glaubt an keinen längerfristigen Aufenthalt der Zogajs in Österreich. Sie rechnet mit einer Abschiebung in den Kosovo oder nach Ungarn. Volle Unterstützung erhält sie von Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Pröll.
Auf Rang vier kann sich Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler mit 310 Nennungen positionieren. Bei den kommenden Landtagswahlen im März rittern das BZÖ und die SPÖ um Rang eins. Einer Umfrage zufolge liegt Dörfler mit Abstand vor SPÖ-Chef Reinhart Rohr.

Neueinstiege in das aktuelle Top-30 Politikerranking: Eva Glawischnig-Piesczek, Grüne (Rang zehn, 148 Nennungen); Claudia Schmied, SPÖ (Rang elf, 147 Nennungen); Nikolaus Berlakovich, ÖVP (Rang 20, 106 Nennungen); Michael Häupl, SPÖ (Rang 21, 105 Nennungen); Franz Voves, SPÖ (Rang 23, 94 Nennungen); Thomas Stelzer, ÖVP (Rang 24, 88 Nennungen); Josef Martinz, ÖVP und Michael Strugl, ÖVP (beide Rang 29, je 79 Nennungen).

Diese Woche finden sich zwölf PolitikerInnen der ÖVP und acht der SPÖ im Top-30 Ranking. Die FPÖ ist mit drei, BZÖ und Grüne mit je zwei Akteuren präsent. Außerdem in der Wertung: EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner (Rang 18, 114 Nennungen), Justizministerin Claudia Bandion-Ortner (Rang 19, 107 Nennungen) und Bundespräsident Heinz Fischer (Rang 22, 100 Nennungen).

MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das OTS-Politikerportal http://www.politikportal.at/ kostenlos abrufbar.

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