- 16.01.2009, 11:05:58
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APA-OTS Politikportalanalyse: Regierungsklausur bei SPÖ und ÖVP
Innsbruck / Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut
erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich das Top-30 Ranking der
meist genannten PolitikerInnen in den österreichischen
Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (09. bis 15.
Jänner 2009) steht Bundeskanzler Werner Faymann an erster Position.
Der dritte Nationalratspräsident Martin Graf belegt Rang zwei,
Vizekanzler Josef Pröll folgt auf Rang drei.
Bundeskanzler Werner Faymann belegt in dieser Woche mit 371
Nennungen den ersten Rang im Top-30 Politikerranking. Bei der
SPÖ-Präsidiumsklausur vergangene Woche in Salzburg betont er, alles
machen zu wollen, um die negativen Folgen der Finanzkrise für
Österreich in Grenzen zu halten. "Unser Gegner ist sicher nicht der
Regierungspartner, sondern die Arbeitslosigkeit", so Faymann. Im Zuge
der Klausur muss Faymann weiter zur Kenntnis nehmen, dass sich einige
Länderchefs, entgegen seiner Linie - eine Koalition mit der FPÖ auf
Landesebene vorstellen können. Nach Salzburgs Landeshauptfrau Gabi
Burgstaller (Rang fünf, 285 Nennungen) kann sich auch Kärntens
SPÖ-Chef Reinhart Rohr (Rang 14, 127 Nennungen) ein Bündnis mit der
FPÖ oder dem BZÖ durchaus vorstellen. Doch auch die internationale
Gaskrise lässt Faymann ins Visier der heimischen Medien rücken. Er
betrachtet das slowakische Vorhaben einer Wiederinbetriebnahme des
AKW-Reaktors Bohunice als einen "glatten Bruch" des
EU-Beitrittsvertrages.
Auf Rang zwei mit 353 Nennungen findet sich diese Woche der dritte
Nationalratspräsident Martin Graf. Nach Rechtsradikalismus-Vorwürfen
gegen zwei seiner Mitarbeiter distanziert sich Graf in einer
Erklärung vom Nationalsozialismus.
Die ÖVP hat bei ihrer Regierungsklausur den Entwurf zur
Steuerreform vorgelegt. Vizekanzler und Finanzminister Josef Pröll
(Rang drei, 348 Nennungen) zeigt sich erfreut und spricht von einem
"Paket, das sich sehen lassen kann". Mit der Tarifreform, Entlastung
für Familien und Spendenabsetzbarkeit macht die Reform rund 3,2
Milliarden Euro aus. Von der SPÖ erwartet Pröll wenig Einwand, da die
Eckpunkte bereits im Regierungsübereinkommen mit Bundeskanzler
Faymann geklärt wurden. Ein weiteres mediales Thema war die illegale
Einreise von vier Geschwistern Arigona Zogajs. Innenministerin Maria
Fekter (Rang sechs, 196 Nennungen) glaubt an keinen längerfristigen
Aufenthalt der Zogajs in Österreich. Sie rechnet mit einer
Abschiebung in den Kosovo oder nach Ungarn. Volle Unterstützung
erhält sie von Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Pröll.
Auf Rang vier kann sich Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler
mit 310 Nennungen positionieren. Bei den kommenden Landtagswahlen im
März rittern das BZÖ und die SPÖ um Rang eins. Einer Umfrage zufolge
liegt Dörfler mit Abstand vor SPÖ-Chef Reinhart Rohr.
Neueinstiege in das aktuelle Top-30 Politikerranking: Eva
Glawischnig-Piesczek, Grüne (Rang zehn, 148 Nennungen); Claudia
Schmied, SPÖ (Rang elf, 147 Nennungen); Nikolaus Berlakovich, ÖVP
(Rang 20, 106 Nennungen); Michael Häupl, SPÖ (Rang 21, 105
Nennungen); Franz Voves, SPÖ (Rang 23, 94 Nennungen); Thomas Stelzer,
ÖVP (Rang 24, 88 Nennungen); Josef Martinz, ÖVP und Michael Strugl,
ÖVP (beide Rang 29, je 79 Nennungen).
Diese Woche finden sich zwölf PolitikerInnen der ÖVP und acht der
SPÖ im Top-30 Ranking. Die FPÖ ist mit drei, BZÖ und Grüne mit je
zwei Akteuren präsent. Außerdem in der Wertung: EU-Kommissarin Benita
Ferrero-Waldner (Rang 18, 114 Nennungen), Justizministerin Claudia
Bandion-Ortner (Rang 19, 107 Nennungen) und Bundespräsident Heinz
Fischer (Rang 22, 100 Nennungen).
MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz
österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen
Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das
OTS-Politikerportal http://www.politikportal.at/ kostenlos abrufbar.
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Grafiken und Detailinformationen kann über die Rechercheplattform
APA-Online-Manager, die DeFacto-WissensWelt unter
www.defacto.at/wissenswelt oder direkt bei MediaWatch unter
[email protected] bezogen werden.
Rückfragehinweis:
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