Heinisch-Hosek: Aktueller Einkommensbericht klarer Handlungsauftrag

Erhalt von Arbeitsplätzen und Vereinbarkeit von Beruf und Familie zentrale Herausforderungen der nächsten Monate

Wien (SK) - Als "klaren Handlungsauftrag" sieht Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek den kürzlich veröffentlichten Einkommensbericht des Rechnungshofes. Mädchen sollten motiviert werden, auch technische Berufe zu ergreifen. Wichtig sei auch, Frauen gut zu informieren, etwa über Kollektivverträge, so die Ministerin am Donnerstag im Online-Chat der "Presse". In der Frage von Frauenquoten in Aufsichtsräten ist Heinisch-Hosek überzeugt, gemeinsam mit Wirtschaftsminister Mitterlehner den Anteil der Frauen in Führungspositionen zu erhöhen - so wie dies auch im Regierungsprogramm verankert ist. Die beiden zentralsten Herausforderungen der nächsten Monate sind aus Sicht der Ministerin der Erhalt von Arbeitsplätzen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. ****

Heinisch-Hosek verwies weiters darauf, dass sich zum ersten Mal die gesamte Bundesregierung zur Gleichstellung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt bekennt. Dieser nationale Aktionsplan werde von ihr koordiniert und beinhalte Themen wie z.B. die Verringerung der Einkommensschere und die Besserqualifizierung, so die Ministerin.

Beim Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen vor allem für Unter-Dreijährige habe schon die letzte Bundesregierung wichtige Akzente gesetzt, erklärte Heinisch-Hosek. Bis 2010 könnten bis zu 6.000 Plätze pro Jahr vor allem für Unter-Dreijährige geschaffen werden. "Jetzt kommt das kostenlose, verpflichtende Kindergartenjahr für alle Fünfjährigen, was sicherlich vielen Familien hilft. Ich bin auch froh darüber, dass in einigen Bundesländern Maßnahmen zum Gratis-Kindergarten gesetzt werden." Bedauerlich sei aber das sehr unterschiedliche Angebot an Kindergartenplätzen in Österreich.

Nicht teilen kann die Ministerin die Kritik, dass die von der Regierung beschlossenen beiden Konjunkturpakete in erster Linie nur den Männern etwas bringen. Im zweiten Konjunkturpaket sei eine Qualifizierungsoffensive festgeschrieben, die schwerpunktmäßig Frauen zugute kommen soll. Außerdem werde das verpflichtende Gratis-Kindergartenjahr für Fünfjährige eine Entlastung für Familien bringen

Heinisch-Hosek machte überdies deutlich, dass die Hälfte der Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik, die die Regierung zur Verfügung stellt, den Frauen zugute kommen wird. Und selbstverständlich würden spezielle Programme für Wiedereinsteigerinnen so wie in der Vergangenheit weiter geführt. (Schluss) ps

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