Mikl-Leitner und Zwazl: Kinder und Beruf - Balanceakt für Väter und Mütter

"Elternorientierte Personalpolitik mit Fokus auf Väter" für eine bessere Vereinbarkeit

St. Pölten (NÖI) - "Mehr als die Hälfte der im Rahmen einer Studie befragten Männer können sich vorstellen, ihre Berufstätigkeit zu reduzieren, um für ihre Kinder zu sorgen. Trotzdem beziehen nur knapp über 3 Prozent aller Väter Karenz- oder Kinderbetreuungsgeld. Das sind 3.394 Väter und im Vergleich dazu 103.180 Mütter. Rund 8 Prozent der Väter sind teilzeitbeschäftigt, während 42 Prozent der berufstätigen Mütter einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen", informiert VP-Familienlandesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner.

"Die Zukunft liegt darin, Frauen und Männern die gleichen Chancen am Arbeitsmarkt zu bieten und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. Dazu sind gesetzliche Rahmenbedingungen und ein gut ausgebautes Kinderbetreuungsnetz, wie wir es in Niederösterreich haben, wichtig. Genauso wichtig sind aber Maßnahmen auf Arbeitergeberseite und ein gesellschaftliches Umdenken, damit Mütter nicht als Rabenmütter abgestempelt werden, wenn sie berufstätig sind und Väter als Softies, wenn sie ihre Kinder versorgen", so Mikl-Leitner.

Ziel ist es, das Ungleichgewicht in der geschlechterbezogenen Verteilung von Berufs- und Familienarbeit auszugleichen. "Das Land Niederösterreich hat daher gemeinsam mit der NÖ Wirtschaftskammer das Projekt 'Elternorientierte Personalpolitik mit Fokus auf Väter' gestartet. Zahlreiche Studien - viele davon aus skandinavischen Ländern - zeigen, dass auch Unternehmen profitieren, wenn Männer ihre Rolle als Väter aktiv und bewusst wahrnehmen", so Mikl-Leitner.

"Die Wirtschaft muss sich auf die geänderten Rahmenbedingungen einstellen: Männer wollen sich um ihre Familien kümmern und eine ausgewogene Bilanz zwischen Karriere und Familie herstellen, Frauen sind immer besser ausgebildet und ein wichtiges Potential für die Wirtschaft. Wir können auf beide Geschlechter nicht verzichten, als Gesellschaft brauchen wir aber Kinder und Familien. Was liegt daher näher, als neue, flexiblere Modelle zu entwickeln, die diesen Herausforderungen gerecht werden", begründet Wirtschaftskammerpräsidentin Sonja Zwazl die Motivation, an diesem Projekt teilzunehmen.

Das Projekt "Elternorientierte Personalpolitik mit Fokus auf Väter" läuft bis Oktober 2009. In mehreren Arbeitsschritten werden Daten von Landesdienststellen, sowie ausgewählten Gemeinden und Betrieben erhoben. Ein Maßnahmenkatalog und ein Leitfaden für Personalverantwortliche sollen aufzeigen, welche Lösungen und Wege eingeschlagen werden können, um den Balanceakt zwischen Berufstätigkeit und Kinderbetreuung einfacher zu bewerkstelligen.

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