Information der Wiener Rauchfangkehrer!

Wien (OTS) - Auf Grund der aktuellen politischen Lage zwischen der Ukraine und Russland gab es in den letzten Tagen eine starke Nachfrage betreffend Anschlussmöglichkeit von Festbrennstofffeuerstätten als Notbeheizung.

Die Landesinnung Wien der Rauchfangkehrer gibt dazu folgenden Informationen:

Die gesetzliche Verpflichtung des Benützers zur Einholung eines Rauchfangbefundes ist damit begründet, dass es bei unsachgemäßer Aufstellung zu einer Gefährdung (Funktionsstörung, Rauchgasaustritt, Brandgefährdung usw.) kommen kann.

Aus Sicherheits- und Funktionsgründen ist daher vor Aufstellung und Inbetriebnahme solcher Feuerstätten ein Rauchfangbefund einzuholen.

Im Althausbereich ist immer ein Rauchfang vorhanden, an dem nach Einholung eines Rauchfangbefundes eine Festbrennstofffeuerstätte (Kaminheizofen, Kachelofen, Pelletsheizung, ua) betrieben werden kann. Es ist im Regelfall bei gemauerten Rauchfängen auch möglich, als Zweitanschluss zu einer Gasheizung einen Festbrennstoffofen zu betreiben.

In vielen neueren Gebäuden in Wien, die mit Zentralheizungen oder Fernwärme beheizt werden, hat die Stadt Wien für den Fall einer Energiekrise Vorsorge in Form von so genannten "Rauchgassammler" als "Sicherheitsrauchfänge" getroffen. Die Wiener Bauordnung bestimmt, dass jede Wohnung zumindest einen Anschluss an einen Rauchfang oder einen Rauchgassammler haben muss. Beim Rauchgassammler sind für einen sicheren Betrieb eigene Anschlussbestimmungen vorgesehen.

Die Feuerstättenart, die Leistung und die Brennstoffart unterliegen besonderen Auflagen und Bedingungen.

Vor Kauf einer Feuerstätte sollten Sie sich informieren, ob die geplante Feuerstätte die Anforderungen für einen umweltschonenden Betrieb erfüllt.

Durch eine CE - Kennzeichnung mit Typenschild ist dies gewährleistet.

In Kleingartenanlagen dürfen derzeit nur gasförmige Brennstoffe verheizt werden. Da dort aber Fänge vorhanden sind, sollte daher der Gesetzgeber diese Bestimmung lockern und auch die Benützung von schadstoffarmen Pelletsöfen zulassen, um für diese Bewohner eine unabhängige bzw. zusätzliche Versorgung zu sichern.

Die nächste Krise kommt bestimmt, ob es Naturgewalten sind, die eine Stromversorgung lahm legen können, oder ob es politische Gründe sind, die unsere gewohnte Energieversorgung beeinträchtigen.

Ihr zuständiger Rauchfangkehrer (Telefonnummer Anschlag im Haus -oder über die Betriebssuche in der Wiener Rauchfangkehrerhomepage www.wienerrauchfangkehrer.at), berät Sie gerne, wenn sie eine Feuerstätte betreiben wollen und holen sie sich unter dem Button "Tipps vom Rauchfangkehrer" weitere wertvolle Informationen.

Rückfragen & Kontakt:

Innungsbüro der
Landesinnung Wien der Rauchfangkehrer
Rudolf-Sallinger-Platz 1, 1030 Wien
Tel.: 01 514 50 2275, Fax: 01 512 95 48 2275
romana.abiola@wkw.at
http://www.wienerrauchfangkehrer.at

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