FP-Lasar: HPV-Impfung zumindest für Mädchen vor den ersten sexuellen Kontakten sicherstellen

Gebärmutterhalskrebsrisiko hoch - Impfstoff ins Kinderimpfprogramm aufnehmen

Wien, 12.01.2009 (fpd) - Laut Experten fehlen im
Kinderimpfprogramm immer noch zwei wesentliche Impfungen. Einerseits die generelle Bezahlung der Pneumokokken-Impfung für Babys und andererseits die HPV-Impfung - zumindest für Mädchen - vor den ersten sexuellen Kontakten. Frankreich, Spanien, Dänemark, Deutschland und einige andere Länder bieten die HVP-Impfung für junge Mädchen im Rahmen des nationalen Kinderimpfprogramms bereits kostenlos an - in Österreich ist die Aufnahme in das kostenlose Kinderimpfprogramm trotz vieler Empfehlungen bis dato nicht möglich, bedauert der Gesundheitssprecher der FPÖ-Wien, LAbg. David Lasar.

Die HPV-Impfung gilt als sehr gut verträglich und als eine der sichersten Impfungen unserer Zeit. Weltweit wurden von den HPV-Impfstoffen bisher mehr als 30 Millionen Dosen verabreicht. Obwohl sich sowohl die österreichische Krebshilfe als auch medizinisch-wissenschaftliche Gesellschaften für die Übernahme der Impfung aus öffentlicher Hand - zumindest für Mädchen vor den ersten sexuellen Kontakten - ausgesprochen haben, schaltet man seitens der Verantwortlichen auf stumm und äußert sich in keinster Art und Weise zu diesem Thema.

Im Land Niederösterreich gibt es beispielsweise seit 2007 eine Impfaktion gegen Gebärmutterhalskrebs - alle Mädchen zwischen 9 und 26 Jahren können sich an den niederösterreichischen Landeskliniken zu einem vergünstigten Preis von 90 Euro pro Dosis (statt 208 Euro) impfen lassen. Und auch im Burgenland gibt es seit September 2008 eine vergünstigte Schulimpfaktion. Warum sollten derartig vorbildliche Aktionen in Wien nicht möglich sein, fragt Lasar und kündigt an auch weiterhin Druck auf die Verantwortlichen auszuüben, damit die Forderung im Sinne der Bevölkerung endlich erwirkt werden kann. (Schluss) paw

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