- 12.01.2009, 12:25:08
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NÖ wird regionale Energieversorgungen weiter ausbauen
Plank: Müssen unabhängiger von teuren Importen werden
St. Pölten (NLK) - Für Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank zeigt die
durch den russisch-ukrainischen Streit verursachte
Gasversorgungskrise zeigt einmal mehr die Wichtigkeit einer
heimischen regionalen Energieversorgung und damit einer höheren
Unabhängigkeit von Energieimporten. "Das Land Niederösterreich wird
den seit Jahren erfolgreichen Weg weitergehen und vor allem regionale
Energieversorgungen weiter ausbauen. Biomasse-Heiz- und
Stromkraftwerke, Biogasanlagen sowie Photovoltaik- und Solaranlagen
bilden seit Jahren die Säulen für diese regionale Versorgung. Es
besteht noch Potenzial für einen weiteren Ausbau. Erste Aufgabe ist
vor allem die Steigerung der Effizienz und der Effektivität sowie die
Stabilisierung des Verbrauchs, z. B. durch bessere Wärmedämmung und
verbesserte Technologien."
400 Biomasse-Fernwärmeanlagen und 31 Biomassestromanlagen mit
einer Leistung von mehr als 680 Megawatt sind in Niederösterreich in
Betrieb. Mehr als 25.000 Kunden werden über ein Leitungsnetz von 635
Kilometern komfortabel und krisensicher mit regionaler Wärme
versorgt. Diese Wärme wird durch den Einsatz von fast fünf Millionen
Schüttraummeter an Waldhackgut, Sägespänen, Sägehackgut und Rinde
sowie 15.000 Tonnen Stroh erzeugt. Die regionale Wertschöpfung liegt
bei rund 62 Millionen Euro. Allein im vergangenen Jahr gingen 60 neue
Biomasse-Fern- und Nahwärmeanlagen in Betrieb, das ist die höchste
Zahl an Anlagen seit Beginn der Biomasse-Initiative 1983.
Seit 1983 wurden 700 Millionen Euro in die Errichtung dieser Anlagen
investiert. Durch die Substituierung fossiler Energieträger können
allein durch die Biomasse-Fernwärmeanlagen jährlich fast 250.000
Tonnen CO2 eingespart werden.
Die Leistung der Photovoltaikanlagen konnte 2008 auf insgesamt 2,8
Megawatt erhöht werden, mehr als 500 Anlagen wurden neu errichtet.
Weiters sind in Niederösterreich 80 Biogasanlagen in Betrieb, die
eine effiziente regionale Wärme- und Stromversorgung sicherstellen.
"Bei der Errichtung von Biogasanlagen ist es leider zu einem
Stillstand gekommen, weil das Ökostromgesetz keinen Anreiz und keine
Sicherheit für neue Investitionen bietet", so Plank.
Weitere Informationen: Büro Landesrat Plank, Telefon
02742/9005-12705, e-mail klaus.luif@noel.gv.at.
Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12163
http://www.noe.gv.at/nlk
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