AMS Wien gut vorbereitet auf ein schwieriges Jahr

Förderangebote insbesondere für Jugendliche ausgeweitet

Wien (OTS) - Das Jahr 2009 wird auch das Arbeitsmarktservice Wien vor schwierige Aufgaben stellen. Die vergangenen Jahre hindurch erlebte der Wiener Arbeitsmarkt einen deutlichen Aufschwung. Nun gilt es, den rauen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Paroli zu bieten. Das AMS Wien hat zusätzlich zu seinen bewährten Förderinstrumenten neue Angebote entwickelt, um dem ökonomischen Abschwung gegenzusteuern.

"Mit einem - glücklicherweise erst leichten - Anstieg der Arbeitslosenzahl hat die Wirtschaftskrise Ende 2008 nun auch Wien erreicht", konstatierte Claudia Finster, Geschäftsführerin des AMS Wien, am Montag anlässlich einer Pressekonferenz.

Eine Positivmeldung aus jüngster Zeit freut Finster daher besonders:
"Noch im Dezember haben uns die Wiener Betriebe 2.724 offene Stellen gemeldet. Das ist ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem Dezember 2007."

Der Wiener Arbeitsmarktes hat in den vergangenen Jahren einen Erfolgslauf hingelegt, der sich aufgrund der geänderten wirtschaftlichen Bedingungen heuer nicht fortsetzen lässt: Vier Jahre hindurch ist die Zahl der arbeitslos Gemeldeten im Jahresdurchschnitt zurückgegangen, dies teilweise gegen den Bundestrend bzw. kräftiger als dieser.

Um auch für das Jahr 2009 gut gewappnet zu sein, hat das AMS Wien eine Reihe zusätzlicher Förderinstrumente entwickelt. Eine der Zielgruppen sind Arbeit suchende Jugendliche. Inge Friehs, stv. Geschäftsführerin des AMS Wien: "Hier haben wir das Kontingent an Lehrausbildungsplätzen massiv aufgestockt." Darüber hinaus werden für insgesamt 300 Jugendliche zusätzliche Beratungs- und Betreuungsmöglichkeiten geschaffen.

Ausgeweitet wurde auch die Eingliederungsbeihilfe, die neben Älteren, Langzeitarbeitslosen und Wiedereinsteigerinnen nunmehr allen Absolventinnen und Absolventen von AMS-Kursen offen steht. Friehs strich die hohe Effizienz dieses Instruments hervor: "Drei von vier solcherart vermittelten Arbeitslosen bleiben dauerhaft in Beschäftigung."

Trotz aller geplanten Maßnahmen wird sich die Arbeitslosenzahl im heurigen Jahr deutlich erhöhen. Michael Wagner-Pinter, Leiter des Forschungsinstituts Synthesis: "Wien wird 2009 um rund 6.000 Arbeitslose mehr verzeichnen als 2008."

2008 waren in Wien im Jahresdurchschnitt 66.478 Personen arbeitslos gemeldet; gegenüber 2007 ist das ein Rückgang um 5.777 Arbeitslose oder acht Prozent. Die Arbeitslosenquote sank von 8,5 auf 7,8 Prozent.
Die Zahl der in Schulungen befindlichen Personen sank um 644 auf 18.156.
An offenen Stellen meldeten die Betriebe im Vorjahr 66.765, damit um 6.939 mehr als 2007.

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