SPÖ-Präsidiumsklausur definiert 3 Hauptziele im Kampf gegen Arbeitslosigkeit

Hundstorfer: So viele Menschen wie möglich in Beschäftigung halten

Salzburg (SK) - Die SPÖ hat auf ihrer Präsidiumsklausur in Salzburg drei Hauptziele im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit definiert: Die Absicherung von Arbeitsplätzen, neue Jobs ermöglichen und die Bereitstellung von Jugendarbeitsplätzen. Dafür werden unter anderem neue Kurzarbeit-Modelle etwa für die Autoindustrie noch im Februar/März fixiert, 5.000 neuen Fachkräfte in regionalen Beschäftigungsoffensiven ausgebildet und die überbetriebliche Lehrausbildung ausgebaut werden. ****

"Der Aufwand für eine Person in Arbeitslosigkeit ist genauso hoch, wie für drei Personen in Kurzarbeit", erklärte Sozialminister Rudolf Hundstorfer am Samstag bei der Klausur. Es gelte daher, Arbeitslosigkeit zu verhindern und so viele Menschen wie möglich in Beschäftigung zu halten. Die Kurzarbeit wird deshalb von 12 auf 18 Monate ausgeweitet und parallel die Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Betrieben während der Kurzarbeit vorangetrieben. Wichtig sei, dass die Investitionen, die jetzt im Bereich Arbeitsmarkt gesetzt werden, immer der Devise folgen: "Qualifikation und hohe Qualität ist ein Garant dafür, dass Arbeitslosigkeit verhindert wird".

Für die Jugendlichen gilt es laut Sozialminister, jetzt die Ausbildungsgarantie in aller Konsequenz umzusetzen. "Und unser Bestreben wird sein, diejenigen 15- und 16-Jährigen, die wir auf betrieblicher Ebene nicht unterbringen, in überbetrieblichen Lehrwerkstätten unterzubringen." Das sei nicht nur deshalb so wichtig, "um die Kids von der Straße zu bringen", sondern auch, weil der Anteil derjenigen Menschen, die arbeitslos sind und nur einen Pflichtschulabschluss haben, 48 Prozent beträgt. Ein wesentliches Motiv war daher, Strategien zu schaffen, aus diesem Teufelskreis heraus zu kommen".

Haberzettl begrüßt klar formulierte strategische Ausrichtung der Sozialdemokratie

FSG-Vorsitzender Wilhelm Haberzettl betonte vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise und der Probleme, die auf den Arbeitsmarkt zukommen: "Ich glaube, dass es außerordentlich wichtig war, hier eine klar formulierte strategische Ausrichtung der Sozialdemokratie auf die Beine zu stellen." Denn die Schaffung und Absicherung von Arbeitsplätzen sei enorm wichtig, ebenso wie die Bereitstellung von Jugendarbeitsplätzen.

Haberzettl zeigte sich überzeugt, dass die Krise in Europa an sich und insbesondere in Österreich weit weniger massive Auswirkungen haben wird, als in den USA. In Österreich haben zudem die Bereiche der sozialen Absicherung und des Öffentlichen Sektors positive Effekte, die die Folgen der Krise abdämpfen, so der FSG-Vorsitzende. (Schluss) up/mk

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