• 10.01.2009, 11:06:56
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SPÖ-Präsidiumsklausur definiert 3 Hauptziele im Kampf gegen Arbeitslosigkeit

Hundstorfer: So viele Menschen wie möglich in Beschäftigung halten

Salzburg (SK) - Die SPÖ hat auf ihrer Präsidiumsklausur in
Salzburg drei Hauptziele im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit
definiert: Die Absicherung von Arbeitsplätzen, neue Jobs ermöglichen
und die Bereitstellung von Jugendarbeitsplätzen. Dafür werden unter
anderem neue Kurzarbeit-Modelle etwa für die Autoindustrie noch im
Februar/März fixiert, 5.000 neuen Fachkräfte in regionalen
Beschäftigungsoffensiven ausgebildet und die überbetriebliche
Lehrausbildung ausgebaut werden. ****

"Der Aufwand für eine Person in Arbeitslosigkeit ist genauso hoch,
wie für drei Personen in Kurzarbeit", erklärte Sozialminister Rudolf
Hundstorfer am Samstag bei der Klausur. Es gelte daher,
Arbeitslosigkeit zu verhindern und so viele Menschen wie möglich in
Beschäftigung zu halten. Die Kurzarbeit wird deshalb von 12 auf 18
Monate ausgeweitet und parallel die Qualifizierung der
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Betrieben während der
Kurzarbeit vorangetrieben. Wichtig sei, dass die Investitionen, die
jetzt im Bereich Arbeitsmarkt gesetzt werden, immer der Devise
folgen: "Qualifikation und hohe Qualität ist ein Garant dafür, dass
Arbeitslosigkeit verhindert wird".

Für die Jugendlichen gilt es laut Sozialminister, jetzt die
Ausbildungsgarantie in aller Konsequenz umzusetzen. "Und unser
Bestreben wird sein, diejenigen 15- und 16-Jährigen, die wir auf
betrieblicher Ebene nicht unterbringen, in überbetrieblichen
Lehrwerkstätten unterzubringen." Das sei nicht nur deshalb so
wichtig, "um die Kids von der Straße zu bringen", sondern auch, weil
der Anteil derjenigen Menschen, die arbeitslos sind und nur einen
Pflichtschulabschluss haben, 48 Prozent beträgt. Ein wesentliches
Motiv war daher, Strategien zu schaffen, aus diesem Teufelskreis
heraus zu kommen".

Haberzettl begrüßt klar formulierte strategische Ausrichtung
der Sozialdemokratie

FSG-Vorsitzender Wilhelm Haberzettl betonte vor dem Hintergrund
der Wirtschaftskrise und der Probleme, die auf den Arbeitsmarkt
zukommen: "Ich glaube, dass es außerordentlich wichtig war, hier eine
klar formulierte strategische Ausrichtung der Sozialdemokratie auf
die Beine zu stellen." Denn die Schaffung und Absicherung von
Arbeitsplätzen sei enorm wichtig, ebenso wie die Bereitstellung von
Jugendarbeitsplätzen.

Haberzettl zeigte sich überzeugt, dass die Krise in Europa an sich
und insbesondere in Österreich weit weniger massive Auswirkungen
haben wird, als in den USA. In Österreich haben zudem die Bereiche
der sozialen Absicherung und des Öffentlichen Sektors positive
Effekte, die die Folgen der Krise abdämpfen, so der FSG-Vorsitzende.
(Schluss) up/mk

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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