Grüne Wien: Videoüberwachung in Öffis kostet viel und nützt wenig

Ellensohn: Überwachungskameras nützen vor allem den Überwachungskameraverkäufern

Wien (OTS) - "Die Überwachungs-Phantasien der ÖVP haben sich leider auch im neuen Jahr nicht gebessert", kritisiert der Stadtrat der Grünen Wien, David Ellensohn, die neuerliche Debatte rund um die Videoüberwachung in öffentlichen Verkehrsmitteln. "Das einzige, was mit Sicherheit gesagt werden kann: Das Geschäft mit den Videokameras blüht und nützt vor allem den Verkäufern."

"Die Diskussion rund um den angeblichen Nutzen der Video-Überwachung wird völlig losgelöst von Fakten geführt. Die Feststellung "weniger Vandalismus" soll belegen, dass die teuren Kameras eine lohnende Investition sind. Doch die Zahlen sagen etwas anderes: 2006 wurde die Überwachung für zwei Jahre genehmigt. Der damalige SPÖ-Finanzstadtrat Sepp Rieder hat 3,7 Millionen Euro für den Ausbau der Vollüberwachung in den U-Bahn-Zügen ausgegeben. Die Vandalis-musschäden, die mit der Überwachung verhindert werden sollen, machen aber nur 200.000 Euro pro Jahr aus! Nicht eingerechnet wurden die Betriebskosten und Wartungs-, sowie Reparaturkosten. Auch ist die Kriminalitätsrate in den U-Bahnen schon früher immer wieder gegenüber dem Vorjahr gesunken. 2004 gab es um 37 % weniger Kriminalität als 2003, 2005 sogar 50 Prozent weniger als 2004. Und das war vor der Zeit der Videokameras.

Ellensohn fordert: "Es dürfen nicht Millionen für Überwachungsgeräte verschleudert werden! Viel wirksamer ist der Einsatz von entsprechend geschulten MitarbeiterInnen im Stationsbereich. Das führt zu einem höheren Sicherheitsgefühl und senkt die Kriminalitätsrate. Damit die Diskussion betreffend Überwachung seriös geführt werden kann, wäre es für ÖVP-Gemeinderat Ulm und andere Angstmacher nützlich, sich auf der hervorragenden Website www.quintessenz.at ausführlich zu informieren" schließt Ellensohn.

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