- 09.01.2009, 14:27:49
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Grüne Wien: Videoüberwachung in Öffis kostet viel und nützt wenig
Ellensohn: Überwachungskameras nützen vor allem den Überwachungskameraverkäufern
Wien (OTS) - "Die Überwachungs-Phantasien der ÖVP haben sich
leider auch im neuen Jahr nicht gebessert", kritisiert der Stadtrat
der Grünen Wien, David Ellensohn, die neuerliche Debatte rund um die
Videoüberwachung in öffentlichen Verkehrsmitteln. "Das einzige, was
mit Sicherheit gesagt werden kann: Das Geschäft mit den Videokameras
blüht und nützt vor allem den Verkäufern."
"Die Diskussion rund um den angeblichen Nutzen der Video-Überwachung
wird völlig losgelöst von Fakten geführt. Die Feststellung "weniger
Vandalismus" soll belegen, dass die teuren Kameras eine lohnende
Investition sind. Doch die Zahlen sagen etwas anderes: 2006 wurde die
Überwachung für zwei Jahre genehmigt. Der damalige SPÖ-
Finanzstadtrat Sepp Rieder hat 3,7 Millionen Euro für den Ausbau der
Vollüberwachung in den U-Bahn-Zügen ausgegeben. Die
Vandalis-musschäden, die mit der Überwachung verhindert werden
sollen, machen aber nur 200.000 Euro pro Jahr aus! Nicht eingerechnet
wurden die Betriebskosten und Wartungs-, sowie Reparaturkosten. Auch
ist die Kriminalitätsrate in den U-Bahnen schon früher immer wieder
gegenüber dem Vorjahr gesunken. 2004 gab es um 37 % weniger
Kriminalität als 2003, 2005 sogar 50 Prozent weniger als 2004. Und
das war vor der Zeit der Videokameras.
Ellensohn fordert: "Es dürfen nicht Millionen für Überwachungsgeräte
verschleudert werden! Viel wirksamer ist der Einsatz von entsprechend
geschulten MitarbeiterInnen im Stationsbereich. Das führt zu einem
höheren Sicherheitsgefühl und senkt die Kriminalitätsrate. Damit die
Diskussion betreffend Überwachung seriös geführt werden kann, wäre es
für ÖVP-Gemeinderat Ulm und andere Angstmacher nützlich, sich auf der
hervorragenden Website www.quintessenz.at ausführlich zu
informieren" schließt Ellensohn.
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