- 09.01.2009, 10:35:15
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Maßnahmenpaket für Tourismusstandort Österreich
Mitterlehner: "2008 hervorragendes Jahr - umfangreiche Unterstützung im Konjunkturabschwung"
Wien (OTS/BMWA) - Das Wirtschaftsministerium hat gemeinsam mit der
Wirtschaftskammer Österreich ein Maßnahmenpaket für den
Tourismusstandort Österreich geschnürt, um die Wettbewerbsfähigkeit
der Tourismuswirtschaft zu erhalten und zu verbessern. "Für
Österreichs Tourismuswirtschaft war 2008 ein hervorragendes Jahr.
2009 werden aber auch in unserem Land die Tourismusumsätze
zurückgehen. Es ist daher notwendig, mit entsprechenden Maßnahmen
gegenzusteuern. Wir werden die Betriebe also umfangreich
unterstützen," sagte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner heute
in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Obmann der Bundessparte
Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Österreich,
Hans Schenner, Österreich Werbung-Geschäftsführerin Petra Stolba und
Hotel- und Tourismusbank-Generaldirektor Reinhard Mücke.
Mit geschätzten 32 Millionen Ankünften und etwa 125 Millionen
Nächtigungen konnten 2008 deutliche Zuwächse von etwa drei Prozent
gemeldet werden. Die Umsätze sind nach Schätzungen des Wifo um 2,5
Prozent gestiegen. Im Jahresschnitt 2008 gab es etwa 180.000
unselbstständige Beschäftigte im Tourismus, das sind mehr als fünf
Prozent aller unselbstständig Beschäftigten.
"Zwei Drittel der Tourismusbetriebe sehen die bereits gestartete
Wintersaison optimistisch und sieben von zehn Hotelbetrieben sind mit
den Nächtigungszahlen zufrieden", zitiert WKÖ-Bundessparten-Obmann
Hans Schenner eine aktuelle Studie des market-Institutes im Auftrag
der Wirtschaftskammer. "Bei den Nächtigungen halten wir derzeit das
Niveau von 2007/2008."
2009 und 2010 wird aber auch Österreichs Tourismuswirtschaft die
angespannte wirtschaftliche Lage zu spüren bekommen. Die
Tourismusumsätze werden 2009 insgesamt um real knapp drei Prozent
zurückgehen, 2010 ist eine reale Stagnation zu erwarten. Das ergab
eine Studie des Wifo für das Wirtschaftsministerium.
Auch die Betriebe sind "hinsichtlich des Umsatzziels und der
Buchungslage vorsichtig", sagt Schenner. "Die Buchungslage befindet
sich aktuell etwas unter dem Vorjahresniveau." Das bestätigen sich
auch die Umfrageergebnisse.
Das Wirtschaftsministerium und die Wirtschaftskammer setzen daher
2009 und 2010 zahlreiche neue Maßahmen, um etwaige Auswirkungen der
Wirtschaftskrise auf den heimischen Tourismus gering zu halten.
Maßnahmen der Österreich Werbung (ÖW)
2009 wird die ÖW in weltweit 40 Märkten über 1.500
Marketingaktivitäten umsetzen. Ein Schwerpunkt im Bereich des
Tourismusmarketings liegt dieses Jahr auf dem österreichischen
Inlandsmarkt und benachbarte Nahmärkte, denn in wirtschaftlich
schwierigen Zeiten werden Urlaubsreisen in nahe gelegene und leicht
erreichbare Zielgebiete bevorzugt. Mit der intensiven Bearbeitung der
Nahmärkte will die ÖW mögliche Nachfrageausfälle internationaler
Gäste aus Fernmärkten kompensieren. Dafür wird ein Sonderbudget zur
Aktivierung der touristischen Nachfrage vom Wirtschaftsministerium
mit drei Millionen Euro und der Wirtschaftskammer mit einer Million
Euro unterstützt. "Das Sonderbudget für Tourismusmarketing wird
unsere Aktivitäten in den Nachbarländern verstärken, aber vor allem
auch mittels einer Inlands-Imagekampagne den Österreichern Urlaub im
eigenen Land schmackhaft machen", erklärte ÖW-Geschäftsführerin Petra
Stolba.
Maßnahmen der Österreichischen Tourismusbank (ÖHT)
Die ÖHT hat 2008 im Auftrag des Wirtschaftsministeriums knapp
1.000 Tourismusprojekte mit einem Investitionsvolumen von rund 750
Millionen Euro gefördert. "Die österreichische Tourismuswirtschaft
bietet über 180.000 sichere und standortgebundene Arbeitsplätze - zu
ihrer Absicherung ist eine solide Finanzierungsbasis der Betriebe
unabdingbar," erklärte ÖHT-Generaldirektor Reinhard Mücke. Daher
wurde die Erhöhung der für den Tourismus zur Verfügung stehenden
ERP-Kreditmittel um 18,75 Prozent auf 38 Millionen Euro bereits im
Dezember 2008 umgesetzt. Um das hohe Investitionsniveau halten zu
können, werden für die Tourismus- und Freizeitwirtschaft Mikrokredite
aus ERP-Fondsmitteln eingeführt, die mit einer Haftungsübernahme
durch die ÖHT besichert werden. Weiters wird der im
KMU-Förderungsgesetz für die ÖHT vorgesehene Haftungsrahmens auf 500
Millionen Euro, und die für die Tourismus- und Freizeitwirtschaft
vorgesehenen Haftungsobergrenze im Einzelfall auf vier Millionen Euro
verdoppelt. Die TOP-Tourismus-Förderung soll um weitere 20 Prozent in
den nächsten beiden Jahren erhöht werden. Seitens der ÖHT wurde ein
Refinanzierungsantrag zur Gewährung eines Globaldarlehens bei der
Europäischen Investitionsbank EIB in der Höhe von 140 Millionen Euro
eingebracht. Dadurch können günstige Kreditkonditionen den Betrieben
weiter gegeben werden.
Mitterlehner und Schenner zeigen sich angesichts der präsentierten
Maßnahmen optimistisch: "Trotz der angespannten Konjunktursituation
ist die derzeitige Lage insgesamt noch gut. Mit den heute
vorgestellten Maßnahmen zur Ankurbelung des Tourismus wird das
touristische Stimmungsbarometer hoffentlich längere Zeit nach oben
zeigen."
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit: Sprecherin des Ministers: Mag. Waltraud Kaserer, Tel. Büro: (01) 711 00-5108 Tel. mobil: +43 664 813 18 34 Wirtschaftskammer Österreich: Mag. Maria Aigner Tel: +43 0590 90 03582 Österreich Werbung: Mag. Eleonore Gudmundsson Tel.: +43 664 160 28 57 Österreichische Hotel- und Tourismusbank Mag. Dr. Reinhard Mücke Tel.: (01) 51530-22
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