• 09.01.2009, 08:34:33
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  • OTS0014 OTW0014

Familienbund-Präsidentin Andrea Gottweis: Kindergartenpflicht nur analog der Schulpflicht denkbar

Familienbund fordert begleitendes Integrationskonzept

St. Pölten (OTS) - Prinzipiell ist das Vorhaben österreichweit
einen kostenlosen Kindergarten für Fünfjährige vorzusehen als sehr
positiv zu bewerten und entspricht auch einer langjährigen Forderung
des Österreichischen Familienbundes, stellte heute die Präsidentin
des Österreichischen Familienbundes LAbg. Andrea Gottweis zur
laufenden Diskussion über einen Gratiskindergarten fest.

Eine damit verbundene Kindergartenpflicht könne sich Gottweis
jedoch nur analog zur gesetzlich vorgeschriebenen Schulpflicht
vorstellen. Das Schulpflichtgesetz ermöglicht nach einer Meldung beim
Bezirksschulrat einen häuslichen Unterricht. Der Erfolg ist am Ende
des Schuljahres durch eine Prüfung nachzuweisen. Dieses Modell könnte
auch für Kindergartenkinder entsprechend angewendet werden, etwa
durch eine Sprachstandsfeststellung, erläuterte Gottweis die
Vorstellungen des Familienbundes.

Nachdem die Kindergartenpflicht im Regierungsübereinkommen
"Arbeitsplätze und Standortpolitik" niedergeschrieben ist, handelt es
sich offensichtlich um eine integrationspolitische Maßnahme.
Tatsächlich gebe es aber weder Pläne noch Untersuchungen, ob und wie
der halbtägige Kindergartenbesuch tatsächlich eine positive
Auswirkung auf die Integration von Familien mit fehlenden
Deutschkenntnissen haben wird.

Abschließend appellierte die Familienbund-Präsidentin das letzte
Kindergartenjahr nicht zur Pflicht werden zu lassen, sondern den
Kindern das letzte Jahr "bevor der Ernst des Lebens beginnt" das
"Kind sein" in möglichst großer Freiheit zu ermöglichen.

Rückfragehinweis:
Alice Pitzinger-Ryba, 02742/ 77304

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FAM

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