WirtschaftsBlatt: Mitarbeiterbefragung bringt "Saubermann-Image" von Ikea ins Wanken

Die GPA erhebt schwere Vorwürfe gegen das Möbelhaus, Ikea-Chefin Helen Duphorn weist alle Anschuldigungen zurück

Wien (OTS) - Wie das WirtschaftsBlatt in seiner Freitag-Ausgabe berichtet, kratzt eine der Wirtschaftstageszeitung exklusiv vorliegende Umfrage der Teilgewerkschaft GPA-djp unter den Ikea-Mitarbeitern am "Saubermann-Image" des Möbelhauses.

Demnach wird die von Ikea-Chefin Helen Duphorn gewünschte Sonntagsöffnung von 92 Prozent der Mitarbeiter abgelehnt. Weiters würde der Großteil der Belegschaft trotz guter Gewinne des Möbelhauses mit den kollektivvertraglichen Mindestlöhnen abgespeist. "Bei den Beitriebsräten haben wir den Eindruck, dass diese seitens Ikea wenig erwünscht sind", sagt Karl Proyer, stellvertretender Bundesgeschäftsführer der GPA-djp zum WirtschaftsBlatt. Das Unternehmen verbreite nach außen ein Saubermann-Image, das keiner internen Mitarbeiterbefragung standhält, so der Gewerkschafter: "Die Ikea-Mitarbeiter werden mit uns noch viel Freude haben."

Ikea weist alle Vorwürfe zurück: Es werde niemand gezwungen, am Sonntag oder am Abend länger zu arbeiten, sagt Ikea Österreich-Chefin Helen Duphorn. Laut Human Ressources-Managerin Zuzana Polakova steigt Bezahlung der Mitarbeiter bei wachsender Qualifikation und Betriebsräte seien kaum notwendig, weil Ikea ohnehin einer der besten Arbeitgeber Österreichs sei.

Rückfragen & Kontakt:

WirtschaftsBlatt
Redaktionstel.: (01) 60 117/300
http://www.wirtschaftsblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWB0001