EU berät über Gasversorgungssicherheit für Europa

Generalsekretär Kyrle beim informellen Ministertreffen in Prag

Prag (OTS) - "Die Europäische Union ist gefordert, sich nachdrücklich für die Sicherstellung der Gasversorgung Europas einzusetzen. Es ist nicht hinnehmbar, dass Europa zum Leidtragenden des bilateralen Konfliktes zwischen Ukraine und der Russischen Föderation gemacht wird", sagte der Generalsekretär des Außenministeriums Johannes Kyrle bei einem informellen Ministertreffen in Prag, in dessen Mittelpunkt die Gaskrise stand. "Österreich unterstützt daher den Aufruf der tschechischen EU-Präsidentschaft und der Europäischen Kommission an beide Seiten, den Konflikt rasch und nachhaltig zu lösen", betonte Johannes Kyrle weiters.

Zahlreiche europäische Länder sind von den Lieferunterbrechungen betroffen, einige Länder haben bereits spürbare Versorgungsengpässe. Auch Österreich ist zum ersten Mal in den 40-jährigen vertraglichen Beziehungen mit den russischen Lieferanten mit einem Totalausfall der Lieferungen aus der Russischen Föderation konfrontiert. Die Gasversorgung der österreichischen Abnehmer ist derzeit dank der gemeinsamen Bemühungen aller Verantwortlichen in Österreich gesichert, dennoch gilt unsere ganze Anstrengung, die Lieferungen möglichst rasch wieder in Gang zu bringen und Versorgungsengpässe zu verhindern.

Die Europäische Union und natürlich auch Österreich erwarten, dass bestehende Liefer- und Transitverpflichtungen eingehalten werden. Österreich unterstützt die Bemühungen des tschechischen Ratsvorsitzes und der Europäischen Kommission, die auf eine umgehende Lösung der bestehenden Differenzen abzielen.

Die Versorgungskrise zeigt aber auch, wie wichtig es ist, alle technischen Möglichkeiten auszuschöpfen und an einer Diversifizierung sowohl von Energielieferanten als auch der Transitrouten zu arbeiten. Alternative Pipelines wie die geplante Nabucco-Pipeline werden helfen, solche Situationen in Hinkunft zu vermeiden.

Die tschechische Präsidentschaft hat in ihrem Präsidentschaftsprogramm die Verstärkung des Dialoges mit den Ländern des Kaspischen Raumes vorgesehen und plant unter anderem auch die Durchführung eines Gipfeltreffens zum "Southern Corridor". Die EU ist derzeit intensiv mit der Überarbeitung ihrer Energiesicherheitsstrategie befasst. Österreich unterstützt diese Vorhaben aktiv.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für europäische
und internationale Angelegenheiten
Presseabteilung
Tel.: ++43 (0) 50 1150-3262, 4549, 4550
Fax: ++43 (0) 50 1159-213
abti3@bmeia.gv.at
http://www.aussenministerium.at
http://www.bmeia.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MAA0002