BZÖ-Lugar: Gashahn abdrehen ist kein Krisenmanagement

Eigenes Gaspotential ausschöpfen, mehr Investitionen in erneuerbare Energieformen

Wien (OTS) - "Ein Wirtschaftsminister, für den Krisenmanagement bedeutet, dass man den österreichischen Unternehmen zu Spitzenzeiten einfach den Gashahn abdreht, geht vor dem Problem in die Knie, anstatt an einer Lösung zu arbeiten", kommentiert BZÖ-Wirtschaftssprecher Lugar die diesbezüglichen Pläne Mitterlehners. Die Regierung hatte nicht erst seit gestern Zeit, die österreichische Gasproduktion im Inland zu forcieren. "Österreich muss sein Erdgaspotential endlich voll ausschöpfen", fordert Lugar. Die Bundesregierung habe es zudem verabsäumt, rechtzeitig im Interesse der österreichischen Wirtschaft einen gezielten Ausbau der größten heimischen Energiequelle, der Wasserkraft, in die Wege zu leiten. Stattdessen sei durch unnötige Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) dafür gesorgt worden, dass die notwendige Absicherung der Energieversorgung weiterhin in den Schubladen der Energiewirtschaft Staub ansetzt. "Jetzt müssen die Barrieren für den Ausbau der österreichischen Energieversorgung sofort fallen. Die UVP darf kein Hindernis mehr sein", so Lugar. Zusätzlich solle auch in andere erneuerbare Energieformen investiert werden. Vernünftige Einspeisetarife für Ökostrom seien ebenso unabdingbar. "Für die thermische Sanierung von Gebäuden muss die Regierung unverzüglich zinsfreie Kredite in der Höhe von mindestens einer Mrd. Euro bereitstellen. Vernünftige Energiesparmaßnahmen, gepaart mit einer intensiven Nutzung der österreichischen Energieressourcen, sind die Grundlage für eine autarke Energieversorgung", appelliert Lugar an die Verantwortlichen. Nur durch die Etablierung eines europäischen Energiemarktes könne Europa langfristig die Unabhängigkeit von russischen Gaslieferungen erlangen.

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