Gesundheit am Arbeitsplatz: Vom Raucherkammerl zum Gesundheitsprogramm für alle

Neuwaldegger Top-Management Survey Gesundheit & Work Life Balance

Wien, 07.01.2009 (OTS) - Top-Manager in Österreich, Deutschland
und der Schweiz sind mit ihrer Work-Life-Balance glücklich: 52 % geben an, mit dem Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben sehr zufrieden zu sein, weitere 35 % sind eher zufrieden.

Die durchschnittliche Arbeitszeit pro Woche geben die Top-Führungskräfte im D-A-CH-Raum mit rund 48 Stunden an. Ein Wert, der für Spitzenjobs überraschend moderat klingt. Je 10 % arbeiten 60 bzw. 55 Stunden, 25 % sind 50 Stunden im Einsatz, 20 % arbeiten 45 Stunden, 10 % schaffen ihr Pensum in 40 Stunden. Michael Patak, geschäftsführender Gesellschafter der Beratergruppe Neuwaldegg, meint dazu: "Unsere Beobachtung in Bezug auf die Arbeitszeiten ist eine andere: Manager arbeiten sicher länger pro Woche, als sie sich selbst eingestehen. Es gilt heute eben auch als Gradmesser des Erfolgs, seine Arbeitszeiten im Griff zu haben." Der Berater fordert mehr Ehrlichkeit der Manager zu sich selbst, denn in der Unterschätzung liegen auch Gefahren, nicht zuletzt gesundheitlicher Art. "Der Jahresbeginn ist eine gute Gelegenheit, sein eigenes Selbstbild kritisch zu hinterfragen. Denn der Körper registriert eben mein tatsächliches Arbeitspensum und nicht das, was ich mir vormache und so ist Selbstreflexion eine wichtige Voraussetzung für eine gute Führungskraft."

Die Zufriedenheit mit der Work-Life-Balance ist gegenüber der letzten Abfrage dieses Werts vor drei Jahren gleich hoch geblieben. Michael Patak wertet dies, wenn man die zunehmende Geschwindigkeit im Arbeitsalltag berücksichtigt, als echte Verbesserung und auch als Signal: "Als nächstes sind die mittleren Führungskräfte und immer mehr auch die Mitarbeiter auf allen Ebenen an der Reihe. Unternehmen sollten gerade auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten darauf achten, um Motivation und Produktivität hoch zu halten", so Patak.

- Sport- und Gesundheitsprogramme: besser maßgeschneidert

Immerhin sorgen schon rund 60 % der Unternehmen für firmeninternen Ausgleich und bieten Sport- und/oder Gesundheitsprogramme an. Besonders engagiert sind Unternehmen aus der Finanzbranche (97 %), der Informations- und Consultingbranche (72 %), aus Gewerbe und Handwerk (76%) sowie der Industrie (64 %).

42 % der befragten Manager sagen dazu, diese Angebote würden genau so angenommen, wie sie sich das vorgestellt haben. Für 24 % werden sie noch stärker genutzt als erwartet, in 28 % der Fälle kommen sie allerdings weniger gut an. Die Herausforderung liegt also sichtlich darin, maßgeschneiderte Pakete für die Mitarbeiter zu schnüren, die sie mit ihrer Arbeitszeit und familiären Verpflichtungen verbinden können und die ihre Interessen und Bedürfnisse treffen. Dort genau hinzusehen, Bedarf abzufragen und dann entsprechende Maßnahmen zu setzen, ist eine Investition, die sich lohnt, denn so Berater Patak:
"Wir können deutlich nachweisen, dass diese Angebote die Loyalität und die Arbeitszufriedenheit erhöhen."

- Nichtraucherschutz: Kein Problem?

Gesundheitsfragen kreisen nach wie vor immer wieder auch um das Thema Rauchen am Arbeitsplatz. Laut Top-Management Survey hat sich der Nichtraucherschutz für fast die Hälfte der Unternehmen als Problem "erledigt2. 46 % der Top-Manager sagen, man habe in ihrem Unternehmen Lösungen dafür gefunden und das Thema verliere an Bedeutung. 38 % geben an, sie hätten immer schon Regelungen gehabt - dies gilt besonders für Deutsche (43 %) und Schweizer (37 %). Österreich steht in diesem Punkt mit nur 27 % vergleichsweise schlecht da.

10 % der Manager geben zu, dass man in ihrem Unternehmen noch nach einer Lösung für den Schutz der Nichtraucher suche. Am schwersten tun sich damit Firmen aus der Informations- und Consultingbranche (25 %) bzw. aus Transport & Verkehr (30 %).

- Österreichische Arbeitnehmer rauchen in der Küche

Das Rauchen in Küche oder Cafeteria ist nur in Österreich beliebt: 36 % der Befragten sagen, dies sei in ihrem Unternehmen der Standard, in der Schweiz ist dies nur in 14 %, in Deutschland in 8 % der Unternehmen üblich. 13 % erfassen Rauchpausen im Zeiterfassungssystem und schicken ihre rauchenden Mitarbeiter vor die Tür.

- Schweiz: Generelles Rauchverbot in jedem zweiten Unternehmen

35 % der Unternehmen haben ein generelles Rauchverbot verhängt - in der Schweiz sind es sogar 51 %. In Österreich setzt nur rund ein Viertel der Unternehmen ein generelles Rauchverbot um. 47 % der Unternehmen verfügen über gut belüftete Raucherzonen (D: 57 %, Österreich 44 %, CH 31 %).

Michael Patak: "Rauchen wird auch in den kommenden Jahren noch ein hoch emotionales Thema bleiben - auch wenn viele Manager sagen, dass es Lösungen gibt. Ein attraktiver Arbeitgeber wird sich auch dadurch auszeichnen, in diesem Punkt kreative und gute Strategien zu finden."

- Neuwaldegger Top Management Survey

Die Studie wurde von der Beratergruppe Neuwaldegg gemeinsam mit OGM Ende Juni 2008 durchgeführt. Mittels telefonischer Interviews wurden 300 Top-Manager in Deutschland, Österreich und der Schweiz aus Betrieben mit mindestens 100 (A) bzw. 250 (D, CH) Mitarbeitern befragt. Der erste Teil beschäftigte sich mit dem Finden und Halten von Mitarbeitern, der zweite mit Leadership in der Krise, der dritte mit Fragen rund um Unternehmensethik. Die Ergebnisse sind unter www.neuwaldegg.at nachzulesen.

- Die Beratergruppe Neuwaldegg

Die 1980 gegründete Beratergruppe Neuwaldegg gilt mit ihren derzeit 12 BeraterInnen und 40 eng angeknüpften NetzwerkpartnerInnen als Marktführer im Bereich der integrierten Unternehmensentwicklung. Als eine der größten Beratungsfirmen in österreichischer Hand hat das Unternehmen 2007 einen Umsatz von 5 Millionen Euro erwirtschaftet, davon etwa die Hälfte international. Mit ihrem integrierten Beratungsansatz verknüpft die Beratergruppe Neuwaldegg das Beste aus zwei Welten: betriebswirtschaftliches Know-how und soziale Kompetenz. Die Beratungsschwerpunkte liegen in den Bereichen: Top-Management Beratung, Strategie- und Strukturentwicklung, Unternehmenskultur, Teamentwicklung, Personalentwicklung, Weiterbildung (insbesondere Beraterausbildung) und Coaching. Zu den Kunden der Beratergruppe Neuwaldegg zählen nationale und internationale Top-Unternehmen aus den Bereichen Maschinen- und Fahrzeugindustrie, Logistik, Telekommunikation, Energiewirtschaft, Chemie, Banken und Versicherungen, Handel sowie aus dem öffentlichen Sektor und dem Non-Profit-Bereich.

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