- 01.01.2009, 11:56:04
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ÖAMTC zur Unfallbilanz: Club regt gezielte Unfallursachenforschung an
Stärkere Kontrollen zur Ausschöpfung bestehender Sanktionen nötig
Wien (OTS) - 691 Menschen mussten 2007 in Österreich ihr Leben bei
Verkehrsunfällen lassen. 2008 ist laut vorläufiger Unfallstatistik
mit 678 Getöteten die Zahl der Verkehrstoten zwar gesunken, es ist
aber nicht gelungen, die Unfallzahlen nachhaltig zu reduzieren. "Die
Voraussetzung für eine effektive Verkehrssicherheitsarbeit ist eine
gezielte Unfallursachenforschung", sagt der Chef der
ÖAMTC-Interessenvertretung, Mario Rohracher. "Nur mit fundierten
Daten ist es möglich, treffsicher Unfallursachen,
Unfallhäufungspunkte und Einstellungsdefizite bei den Lenkern zu
erheben und die richtigen Maßnahmen zu setzen. Sonst könnten die
Unfallzahlen auch in den kommenden Jahren auf dem jetzigen Niveau
stagnieren."
Für alle Formen von Verkehrsübertretungen sind gezielte Kontrollen
und eine konsequente Überwachung durch die Exekutive wichtig. "Das
gewährleistet, dass Vergehen mit bestehenden Strafen sanktioniert und
Hochrisikolenker aus dem Verkehr gezogen werden", sagt der Chef der
ÖAMTC-Interessenvertretung. Der Club plädiert in diesem Zusammenhang
auch dafür, Strafkataloge bundesweit einheitlich zu gestalten. "Klare
Sanktionen erleichtern die Präventivarbeit", so Rohracher.
Die Zahl der bei Alkoholunfällen getöteten Menschen ist in diesem
Jahr um rund fünf Prozent gestiegen. "Es muss endlich in die Köpfe
der Menschen, dass Alkohol am Steuer kein Kavaliersdelikt ist", sagt
Rohracher. Deshalb setzt der Club unter anderem auf
Bewusstseinsbildung und begrüßt eine Schulungsmaßnahme, die
Verkehrsministerin Doris Bures erst vor wenigen Tagen angekündigt
hat: Ein "Coaching-Gespräch" für jene Lenker, die mit 0,5 bis 0,8
Promille am Steuer erwischt werden.
Auch bei den Lenkern von Klein- und Leichtmotorrädern verzeichnet
die Statistik Steigerungen bei Getöteten und Verletzten. Der ÖAMTC
fordert seit langem eine Evaluierung und Verbesserung der
Mopedausbildung. Sie soll fundiert, altersunabhängig und mit
verpflichtendem Theorie- sowie Praxisteil gestaltet werden. Ein
entsprechender Entwurf für die Neugestaltung der Mopedausbildung,
ausgearbeitet vom Fachverband der Fahrschulen, ÖAMTC, ARBÖ und
Kuratorium für Verkehrssicherheit, liegt beim BMVIT
(Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie) auf.
Neben motorisierten Verkehrsteilnehmern weist die Unfallbilanz
auch Fußgänger und Radfahrer als besonders gefährdete Gruppe aus.
Eine optimierte Schutzweggestaltung soll mehr Sicherheit für
Fußgänger bringen. Deshalb engagiert sich der ÖAMTC in
Forschungsprojekten zu diesem Thema. Aber die Straßengestaltung
allein verhindert nicht Konfliktsituationen zwischen den
Verkehrsteilnehmern. "Deshalb ist es das Wichtigste,
verantwortungsbewusst unterwegs zu sein und 'aufeinander zu
schauen'", sagt der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung. "Das gelingt
umso besser, je sichtbarer gerade schwächere Verkehrsteilnehmer
unterwegs sind." Bewusstseinsbildung und Verkehrserziehungsarbeit
bleiben also auch im kommenden Jahr wichtige Bausteine für mehr
Sicherheit auf Österreichs Straßen.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at
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