- 30.12.2008, 11:38:02
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Verkehrssicherheit - Bures: Alleine mehr Wissen führt oft schon zu mehr Sensibilität
Wien (BMVIT) - Verkehrsministerin Doris Bures will das
Vormerksystem als Maßnahme für mehr Verkehrssicherheit stärker ins
Bewusstsein der Autofahrerinnen und Autofahrer rücken. Die
Evaluierung des Systems habe ergeben, dass "viele Menschen zu wenig
über das Vormerksystem informiert sind. Ich sehe es daher als meine
Aufgabe, das Vormerksystem stärker bekannt zu machen und so mehr
Bewusstsein zu schaffen. Alleine mehr Wissen führt oft schon zu mehr
Sensibilität", so Bures. Besonderes Augenmerk möchte die Ministerin
auch auf das zweithäufigste Vormerkdelikt legen - die mangelhafte
Kindersicherung. "Die Zahlen zeigen, dass Erwachsene im Alltag die
oft fatalen Folgen fehlender Kindersicherung unterschätzen", so
Bures, die mit speziellen Kindersicherungsseminaren, statt der bisher
in solchen Fällen verordneten Verkehrssicherheitstrainings,
Erwachsene speziell darin schulen will, "ihren kleinen Passagieren
die größtmögliche Sicherheit zu bieten". ****
Das am 1. Juli 2005 in Kraft getretene Vormerksystem wurde durch
das Kuratorium für Verkehrssicherheit evaluiert. Die Ergebnisse
werden derzeit im Infrastrukturministerium analysiert. Bei zwei
Teilergebnisse der Evaluierung sieht Bures sofortigen
Handlungsbedarf: Eine stärkere Information der Bevölkerung über das
Vormerksystem sowie Neuerungen bei den Maßnahmen in Zusammenhang mit
der Verletzung der Kindersicherungspflicht sind der Ministerin
besonders wichtig und werden prioritär behandelt.
Info-Kampagne wird gestartet
Da die Evaluierung eine zu geringe Information der
Österreicherinnen und Österreicher über das System und die Delikte,
die zu einer Vormerkung führen, zum Vorschein brachte, wird Bures
noch im Jänner einen Folder präsentieren, der eine bessere
Information über das Vormerksystem, seine Durchführung und seine
Konsequenzen gewährleisten soll. Alle wichtigen Informationen zum
Thema werden darin übersichtlich und informativ bereitstellt.
Gleichzeitig ist der Info-Folder auch als bewusstseinsbildende
Maßnahme zu verstehen.
Seminare zur Kindersicherheit bei Verletzung der
Kindersicherungspflicht
Neben dem Fahren im Bereich 0,5 Promille bis 0,79 Promille -
Ministerin Bures ist hier schon klar für ein Verkehrscoaching
eingetreten - ist die mangelhafte oder nicht vorhandene Sicherung
von Kindern das zweithäufigste Vormerkdelikt. Von bisher 73.362
Personen mit einer Vormerkung haben 24.412 die Vormerkung wegen
fehlender oder mangelhafter Kindersicherung. Bisher wurde bei der
zweiten Vormerkung ein Verkehrssicherheitstraining von der Behörde
verordnet. In der Evaluierung wurde dies als eine wenig praktikable
Lösung beurteilt. Die Verkehrsministerin erteilte deshalb einen
Auftrag zur Konzipierung von "Kindersicherheitsseminaren".
Zahl ungesicherter Kinder nimmt zu
Das ist auch deswegen so wichtig, weil sich laut einer Statistik
zur Kindersicherungsquote der Anteil ungesicherter Kinder im Auto von
2006 auf 2007 mehr als verdoppelt hat. Waren 2006 9,2 Prozent der
Kinder ungesichert, waren es 2007 18,5 Prozent. Das sind alarmierende
Zahlen, denn nach wie vor verunglücken im Straßenverkehr die meisten
Kinder im Auto und nicht außerhalb: Im Jahr 2007 waren es laut
Unfallstatistik 1.494 Kinder zwischen 0 und vierzehn Jahren, 111
davon waren nicht gesichert. (Schluss) ar
Rückfragehinweis:
Susanna Enk, Pressesprecherin
Telefon: +43 (0) 1 711 6265-8121
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
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