Leitl: "Slowakei, willkommen im Euroraum"

Euro ist Europas Schutzschild in Krisenzeiten. Am 1. Jänner 2009 tritt die Slowakei der Eurozone bei - Europa feiert 2009 zehn Jahre Währungsunion

Wien (PWK1002) - Am 1. Juni 1998 startete das europäische System der Zentralbanken mit der konkreten Vorbereitung der europäischen Währungsunion. Gemeinsam mit der damals neu errichteten Europäischen Zentralbank (EZB) bereiteten die nationalen Zentralbanken den Übergang auf die einheitliche Währung vor. Vor zehn Jahren, am 1. Januar 1999, führten elf europäische Länder den Euro als gemeinsame Währung ein, auch wenn noch in den nationalen Währungen gezahlt wurde. Euro-Banknoten und - Münzen gaben die beteiligten Zentralbanken ab 1. Januar 2002 aus. "Zum zehnjährigen Jubiläum kann Europa ein neues Euro-Mitglied begrüßen. Die Slowakei übernimmt mit 1. Jänner als 16. Land in Europa die gemeinsame Währung", freut sich Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

"Die schon 15 Monate dauernde weltweite Finanzkrise zeigt deutlich die Stärken des Euro, denn ohne die gemeinsame Währung hätten sich die Turbulenzen von den Finanzmärkten auf die Devisenmärkte übertragen. Unterschiedliche nationale Währungen wären jeweils zum Spielball von Spekulationen geworden", betont Leitl. Ohne die gemeinsame Währung wäre der einheitliche Binnenmarkt jetzt schwerwiegenden Belastungen ausgesetzt und Forderungen nach vorübergehenden Beschränkungen des Warenverkehrs wären nicht ausgeblieben. Leitl: "Die europäische Wirtschafts-und Währungsunion ist zu einem Stabilitätsanker geworden." So haben sich in einigen Staaten außerhalb der Währungsunion die Einstellung zum Euro im Laufe der jüngsten Krise drastisch gewandelt, wie die Bestrebungen Großbritanniens und Islands, dem Euro beizutreten, deutlich zeigen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten habe sich der Euro als Pfeiler der wirtschaftlichen Stabilität erwiesen. Leitl: "Der Euro ist quasi Europas Versicherungspolizze in Krisenzeiten."

"Durch den Euro wurden nicht nur Kursschwankungsrisiken und Geldwechselkosten innerhalb Europas beseitigt und der Binnenmarkt gestärkt. Das globale Ansehen und die Identität Europas haben durch den Euro auch an Bedeutung gewonnen", so Leitl. Der Euro halte nicht nur einen nennenswerten und steigenden Anteil an den internationalen Währungsreserven, sondern auch einen immer größer werdenden Anteil an den weltweiten Bankverbindlichkeiten und Devisengeschäften. Derzeit erwirtschaftet der Euroraum etwa ein Sechstel des weltweiten BIP und ein Fünftel des Welthandels. Der Euro heute die zweitwichtigste internationale Währung neben dem US-Dollar. Leitl: "Die Aufnahme unseres Nachbarstaates Slowakei in die Euro-Gruppe mit 1. Jänner wird ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung europäischer Integration sein. Nirgends sind zwei Hauptstädte in Europa so nah beisammen, wie Wien und Bratislava. Mit einer gemeinsamen Währung können die Synergien und gemeinsame Projekte noch weiter intensiviert werden." (BS)

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