• 29.12.2008, 09:25:55
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Leitl: "Slowakei, willkommen im Euroraum"

Euro ist Europas Schutzschild in Krisenzeiten. Am 1. Jänner 2009 tritt die Slowakei der Eurozone bei - Europa feiert 2009 zehn Jahre Währungsunion

Wien (PWK1002) - Am 1. Juni 1998 startete das europäische System
der Zentralbanken mit der konkreten Vorbereitung der europäischen
Währungsunion. Gemeinsam mit der damals neu errichteten Europäischen
Zentralbank (EZB) bereiteten die nationalen Zentralbanken den
Übergang auf die einheitliche Währung vor. Vor zehn Jahren, am 1.
Januar 1999, führten elf europäische Länder den Euro als gemeinsame
Währung ein, auch wenn noch in den nationalen Währungen gezahlt
wurde. Euro-Banknoten und - Münzen gaben die beteiligten
Zentralbanken ab 1. Januar 2002 aus. "Zum zehnjährigen Jubiläum kann
Europa ein neues Euro-Mitglied begrüßen. Die Slowakei übernimmt mit
1. Jänner als 16. Land in Europa die gemeinsame Währung", freut sich
Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

"Die schon 15 Monate dauernde weltweite Finanzkrise zeigt deutlich
die Stärken des Euro, denn ohne die gemeinsame Währung hätten sich
die Turbulenzen von den Finanzmärkten auf die Devisenmärkte
übertragen. Unterschiedliche nationale Währungen wären jeweils zum
Spielball von Spekulationen geworden", betont Leitl. Ohne die
gemeinsame Währung wäre der einheitliche Binnenmarkt jetzt
schwerwiegenden Belastungen ausgesetzt und Forderungen nach
vorübergehenden Beschränkungen des Warenverkehrs wären nicht
ausgeblieben. Leitl: "Die europäische Wirtschafts-und Währungsunion
ist zu einem Stabilitätsanker geworden." So haben sich in einigen
Staaten außerhalb der Währungsunion die Einstellung zum Euro im Laufe
der jüngsten Krise drastisch gewandelt, wie die Bestrebungen
Großbritanniens und Islands, dem Euro beizutreten, deutlich zeigen.
Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten habe sich der Euro als
Pfeiler der wirtschaftlichen Stabilität erwiesen. Leitl: "Der Euro
ist quasi Europas Versicherungspolizze in Krisenzeiten."

"Durch den Euro wurden nicht nur Kursschwankungsrisiken und
Geldwechselkosten innerhalb Europas beseitigt und der Binnenmarkt
gestärkt. Das globale Ansehen und die Identität Europas haben durch
den Euro auch an Bedeutung gewonnen", so Leitl. Der Euro halte nicht
nur einen nennenswerten und steigenden Anteil an den internationalen
Währungsreserven, sondern auch einen immer größer werdenden Anteil an
den weltweiten Bankverbindlichkeiten und Devisengeschäften. Derzeit
erwirtschaftet der Euroraum etwa ein Sechstel des weltweiten BIP und
ein Fünftel des Welthandels. Der Euro heute die zweitwichtigste
internationale Währung neben dem US-Dollar. Leitl: "Die Aufnahme
unseres Nachbarstaates Slowakei in die Euro-Gruppe mit 1. Jänner wird
ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung europäischer Integration
sein. Nirgends sind zwei Hauptstädte in Europa so nah beisammen, wie
Wien und Bratislava. Mit einer gemeinsamen Währung können die
Synergien und gemeinsame Projekte noch weiter intensiviert werden."
(BS)

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