Neuroth: Silvesterknallerei wird unterschätzt

Schwarzau (OTS) -

  • Messung ergab: Silvesterknaller lauter als Düsenjet
  • Neuroth warnt vor irreparablen Hörschäden
  • 1000 Menschen jährlich in HNO-Ambulanzen

Nur wenige Tage nach der stillsten Zeit des Jahres geht es mitunter sehr laut zu. Wie jedes Jahr landen zu Silvester zahlreiche Menschen mit Knalltraumen in den Hals-Nasen-Ohren-Ambulanzen von Krankenhäusern und HNO-Praxen. Alljährlich tragen etwa 1000 Österreicher schwere Hörschäden von Silvester-Knallern davon, ein Teil davon bleibt dauerhaft schwerhörig.

Jahreswechsel soll Spaß machen, aber man sollte auf sein Gehör aufpassen

Zu Silvester knallen nicht nur die Sektkorken, sondern auch Feuerwerkskörper, Böller und Kracher. Wenn die lauten Knaller in Ohrnähe explodieren, können irreparable Schäden des Gehörs eintreten. Hörminderungen sind zwar oft vorübergehend, starke Schalleinwirkungen, auch kurzzeitige, können aber auch permanente Beeinträchtigungen hinterlassen.

Entfernung 3m 6m LCpeak LAFmax LCpeak LAFmax Div. Kracher der KlasseII max.140 - 145 dB/112 - 119 dB/135 - 140 dB/ 108 -113 dB

Tab.: Kracher der Klasse II erreichen einen kurzfristigen Impulsmaximalwert von bis zu 145 dB LCpeak und einen Kurzzeitiger Maximalwert (linearen Schnittwert über alles Frequenzen) von bis zu 119 dB lin. bei einer Entfernung von 3 Metern, Messung Neuroth, Dezember 2008.

"Wenn Sie auch weiterhin gut hören möchten, sollten Sie Ihr Gehör gerade in der Silvesternacht vor unnötigem Lärm und Böllern schützen. Diese können - explodieren sie in unmittelbarer Reichweite - einen Impulsmaximalwert von zirka 140 bis zu 145 Dezibel (LC peak) erreichen. Das ist lauter als ein startender Düsenjet und kann auch bei einer einmaliger Explosion zu Gehörschäden führen", warnt Waltraud Schinko-Neuroth, Vorstandsvorsitzende der Neuroth AG. "Ein angemessener Abstand von 25 Metern oder mehr ist in jedem Fall zu beachten. Absolut gefährlich werden die Explosionskörper, wenn sie unachtsam in eine Menschenmenge geworfen werden", so Schinko-Neuroth weiter. Denn: Sind die empfindlichen Haarzellen des Innenohrs einmal zerstört, können sich diese nicht mehr erholen.

Treten nach einem "Lärmunfall" (Knalltrauma) Beschwerden auf, wie anhaltendes Pfeifen, Dröhnen im Ohr, oder ein Hörsturz, durch dumpfes, leises Wahrnehmen von Geräuschen, ist sofort ein Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenerkrankungen oder eine HNO-Ambulanz aufzusuchen.

"Um die Silvesternacht unbeschadet zu überstehen, ist ein Gehörschutz unbedingt zu empfehlen. Wenn dieser nicht vorhanden ist, sollte zumindest ein zwar nicht so vornehmes, aber altes "Hausrezept" angewandt werden, Finger in die Ohren stecken und außerdem 15 bis 25 Meter Abstand halten und sich von der Lärmquelle wegdrehen", empfiehlt Schinko-Neuroth.

Das Unternehmen Neuroth wurde 1907 von Paula Neuroth in Wien gegründet und ist seit nunmehr über 100 Jahren im Bereich Hörgeräteakustik mit Hauptsitz im südsteirischen Schwarzau im Schwarzautal (Bez. Feldbach) tätig. Als österreichischer Marktführer in diesem Bereich beschäftigt das steirische Unternehmen in Österreich, Slowenien, Liechtenstein und der Schweiz in insgesamt 150 Fachinstituten rund 540 MitarbeiterInnen.

db Beispiel Empfindung 0 Hörschwelle ruhig 40 Klingen von Gläsern 50 Flüstern leise (Lern- und Konzentrationsstörungen) 65 Gespräch/Unterhaltung 85 Knall eines Sektkorkens 90 Presslufthammer unerträglich 115 Düsenjet 120 Schmerzgrenze

Abbildung: Lärmtabelle Neuroth, Dezember 2008

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