- 16.12.2008, 17:08:39
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Betreuungspool entwickelt sich als Erfolgsmodell
Ziel: Genügend inländisches Personal für umfangreiche Betreuung
Feldkirch (VLK) - Im Oktober 2007 hat der Vorarlberger
Betreuungspool mit einem neuen Angebot seine Arbeit aufgenommen. Nach
einem Jahr zog Landesrätin Greti Schmid heute, Dienstag, in Feldkirch
eine positiven Zwischenbilanz. In der ersten Phase hat der
Betreuungspool schon gut 32.000 Einsatzstunden geleistet. 32
selbständige Personenbetreuerinnen und -betreuer sind derzeit im
Pool.
Dabei haben 17 Personen, die keine Beschäftigung hatten und durch
das AMS betreut wurden, wieder eine neue Aufgabe gefunden und können
ihren Lebensunterhalt wieder selbst bestreiten, betonte Schmid: "Die
Arbeit im Betreuungspool bietet die Perspektive, für andere Menschen
eine sinnvolle und notwendige Tätigkeit ausüben."
Laut Expertenmeinung wird der 1. Mai 2011 mit dem Ende der
Übergangsbestimmungen in der EU ein einschneidendes Datum. Da
EU-Bürgerinnen und -bürger, etwa aus der Slowakei, dann zu denselben
Bedingungen bei uns arbeiten wie österreichischen Staatsangehörige
können, wird angenommen, dass Personenbetreuerinnen und -betreuer aus
unterschiedlichen Gründen in andere Berufe abwandern. "Deshalb müssen
wir trachten, bis dahin genügend inländisches Betreuungspersonal zur
Verfügung zu haben, die 'Rund um die Uhr'-Betreuungen leisten
können", so Betreuungspool-Geschäftsführer Harald Panzenböck.
Da diese Betreuerinnen und Betreuer für die zu Betreuenden
erfahrungsgemäß mehr kosten als ausländische Kräfte, werde hier eine
vermehrte Aufklärungsarbeit über die Vorteile einer inländischen
Lösung erforderlich sein, ergänzte der Obmann des Landesverbandes
Hauskrankenpflege, Franz Fischer.
"Die öffentliche Hand wird die wertvolle Arbeit pflegender
Angehöriger nie völlig ersetzen können, aber wir wollen Unterstützung
bieten, um bestmögliche Rahmenbedingungen zu schaffen", sagte LR
Schmid. Das unterstrich auch ARGE-MOHI-Geschäftsführerin Uschi
Österle. Der Betreuungspool habe sich als Nische zwischen der
ausländischen 24-Stunden-Betreuung und den Mobilen Hilfsdiensten
etabliert und sei bereits eine nicht mehr wegzudenkende Ergänzung des
Betreuungs- und Pflegenetzes.
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