• 16.12.2008, 10:39:59
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"Himmel und Hölle. Die frühen Tafelbilder der Gemäldegalerie"

Hieronymus Bosch und Zeitgenossen: Teilöffnung nach Totalschließung der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien

Lucas Cranach d. Ä., Lucretia (1532 datiert)

Wien (OTS) -

HIMMEL UND HÖLLE
Die frühen Tafelbilder der Gemäldegalerie

Die Gemäldegalerie präsentiert in den soeben neu adaptierten
Ausstellungsräumen im 1. Stock der Akademie der bildenden Künste Wien
frühe Tafelbilder vom 14. bis zum 16. Jahrhundert aus eigenen
Beständen, viele davon nur selten gezeigt.

Von 16. Dezember bis 31. Juli 2009 zeigt die Gemäldegalerie nach
kurzer Totalschließung seit September 2008 in den soeben neu
eingerichteten Ausstellungsräumlichkeiten im 1. Stock die Ausstellung
»Himmel und Hölle. Die frühen Tafelbilder der Gemäldegalerie«. Die
Ausstellung bietet eine erlesene Auswahl von 40 Tafelbildern vom 14.
bis zum 16. Jahrhundert aus den Beständen der Gemäldegalerie, viele
davon seit langer Zeit erstmals wieder gezeigt. Mit dieser
Ausstellung möchte die Gemäldegalerie mit ihren Beständen für die
BesucherInnen auch präsent bleiben, obwohl ihre angestammten
Sammlungsräumlichkeiten im Zuge der Errichtung einer neuen
Ausstellungsetage im 1. Stock der Akademie der bildenden Künste Wien
modernisiert und daher bis zum Frühjahr 2010 geschlossen sein werden.

Die ausgestellten Werke entstammen den altniederländischen,
altdeutschen und italienischen Schulen von der Spätgotik bis in die
Renaissance. Sie vermitteln vielseitige Einblicke in die
unterschiedlichen Entwicklungstendenzen und Bildkonzeptionen in der
Malerei im Norden und im Süden Europas. Die Bildinhalte befassen sich
vor allem mit häufig noch in der spätmittelalterlichen
Vorstellungswelt verwurzelten Darstellungen von ewiger Glückseligkeit
und Verdammnis, himmlischen Sphären und irdischem Leid.

Im Zentrum der Ausstellung steht das "Jüngste Gericht" von
Hieronymus Bosch, das bedeutendste Kunstwerk der Sammlung. Der
Betrachter des dreiteiligen Flügelaltars wird von den erschreckenden
Visionen vom Schicksal einer Menschheit in Bann gezogen, die zur
Gänze ihren Lastern verfallen ist und vor dem Hintergrund feurig
leuchtender Höllenlandschaften zur Strafe für ihre Sünden von
Teufelswesen und Monstern gequält wird. Dem himmlischen Paradies als
möglichem Ort des ewigen Glücks gibt Hieronymus Bosch in seiner
pessimistischen Sicht der Menschheit nur sehr wenig Raum.

Umso mehr himmlisches Licht vermitteln die schimmernden Goldgründe
der italienischen Madonnenbilder des 15. Jahrhunderts, von denen die
Gemäldegalerie, wie kaum eine andere unter den Wiener Sammlungen,
einige rare Beispiele besitzt, darunter die "Madonna mit Kind und
Engeln" von Francesco d’Antonio (Florenz um 1424) oder die
"Marienkrönung" von Antonio da Fabriano (Fabriano/Marken, 1453). In
himmlische Sphären entführt auch das kristallklare Licht der
"Marienkrönung" des aus dem - heute belgischen - Löwen gebürtigen
Dierc Bouts (um 1450), die zu den Hauptwerken der flämischen Malerei
des 15. Jahrhunderts zählt.

Ergänzt werden die sakralen Tafelbilder durch eine Reihe von
Gemälden mit profaner Thematik, wie sie die grazile "Lucretia"
darstellt, eines der bekanntesten Werke aus dem beachtlichen Bestand
an Werken von Lucas Cranach d. Ä. in der Gemäldegalerie, sowie durch
bürgerliche und aristokratische Renaissanceporträts.

HIMMEL UND HÖLLE.

Die frühen Tafelbilder der Gemäldegalerie.
16. Dezember 2008 - 31. Juli 2009
GEMÄLDEGALERIE DER AKADEMIE DER BILDENDEN KÜNSTE WIEN
1010 Wien, Schillerplatz 3
Tel.: + 43 1 58 816-2222
www.akademiegalerie.at

Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10.00 - 18.00 Uhr
Geschlossen: 24., 25. Dezember 2008, 1. Jänner 2009
Führungen: jeweils Sonntag um 10.30 Uhr und mit Voranmeldung unter
Tel.: +43 (1) 58 816-2201 oder +43 (1) 58 816-2223

Audioguides in deutscher und englischer Sprache

Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im APA-OTS sowie unter
www.akademiegalerie.at, Klick auf Presse

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at .

Rückfragehinweis:
Dr. Martina Fleischer
Tel.: (01) 58 816-2203
mailto:[email protected]

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