Zukunftsforum wird zur offenen Diskussionsplattform

LHStv. Reinhart Rohr kündigt neue Ausrichtung für Zukunftsforum Kärnten an und präsentiert OECD-Botschafter Wolfgang Petritsch als Leiter für das Kompetenzteam Europäische Union

Klagenfurt (SP-KTN) - Das Zukunftsforum Kärnten wird neu ausgerichtet und erhält Bedeutung über die kommenden Wahlen am 1. März und die Parteigrenzen hinaus. Das kündigte LHStv. Reinhart Rohr heute, Montag, in einer Pressekonferenz mit dem österreichischen OECD-Botschafter in Paris, Wolfgang Petritsch, an. "Bedingt durch die Personalverschiebungen vergangener Monate hat sich auch die Entwicklung im Zukunftsforum verschoben. Ich möchte das Projekt jetzt allerdings nicht, bedingt durch den nahenden Wahltermin, abbrechen. Vielmehr sollen auch nach der Landtagswahl die Diskussionen über aktuelle Themen wie Wirtschaft, Arbeit oder Gesundheitspolitik fortgesetzt werden, denn Gerade jetzt ist es wichtig, den Blick über den Wahltermin hinaus zu richten und längerfristige Perspektiven ins Auge zu fassen. Es soll zum Wohle der Menschen in diesem Land eine Diskussionsplattform entstehen, in der über die Parteigrenzen hinweg auch politisch Andersdenkende eine Möglichkeit haben sollen, sich einzubringen", sagt Rohr.

Mit Wolfgang Petritsch habe man einen Menschen als Leiter für das EU-Kompetenzteam des Zukunftsforums gewinnen können, der über viele Grenzen hinweg für seine Arbeit bekannt ist. "Wolfgang Petritsch ist ein wahrer Weltbürger. Es wäre schön, etwas von dieser Einstellung in einem neuen Kärnten zu verankern", So Rohr. Dazu gehöre auch eine Marketingoffensive für das Land, die Rohr als eine seiner ersten Handlungen nach einer möglichen Wahl zum Landeshauptmann in Aussicht stellt. "Es ist mir ein großes Anliegen, die Vorzüge dieses Landes über die Grenzen hinaus zu transportieren", sagt Rohr.

Gerade die Frage um Kärntens Platz in Mitten der Europäischen Union und die Herausforderungen und Chancen, die sich damit ergeben, sollen ein zentraler Punkt des Diskussionsforums werden. "Es gibt keinen besseren Zeitpunkt als jetzt, um sich auf die EU zu konzentrieren. Die vergangenen Wochen und Monate haben gezeigt wie wichtig es ist, im europäischen Dampfer zu sitzen", sagt Petritsch. Eine unkritische Hinnahme aller Entscheidungen, die in Brüssel gefasst werden, sei allerdings nicht gefragt. "Es ist wichtig zu hinterfragen, was in der EU geschieht und wie die Entscheidungen zum Wohle der Menschen eingesetzt werden können. Die Skepsis der Menschen der EU gegenüber muss man ernst nehmen. Man muss sich mit ihren Ängsten und Sorgen auseinandersetzen und das geht auf regionaler Ebene besser als von Brüssel aus", so Petritsch.

Letztlich gehe es um ein soziales Europa. Hier liege auch der tiefere Grund für die EU-Skepsis vieler Menschen. Petritsch: "Der Mensch muss stärker in den Mittelpunkt des europäischen Integrationsprojektes rücken. Wenn die Menschen erkennen, dass die EU auch für sie sinnvoll ist, dann wird es auch mehr Zustimmung dafür geben."

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