• 15.12.2008, 16:06:26
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Zukunftsforum wird zur offenen Diskussionsplattform

LHStv. Reinhart Rohr kündigt neue Ausrichtung für Zukunftsforum Kärnten an und präsentiert OECD-Botschafter Wolfgang Petritsch als Leiter für das Kompetenzteam Europäische Union

Klagenfurt (SP-KTN) - Das Zukunftsforum Kärnten wird neu
ausgerichtet und erhält Bedeutung über die kommenden Wahlen am 1.
März und die Parteigrenzen hinaus. Das kündigte LHStv. Reinhart Rohr
heute, Montag, in einer Pressekonferenz mit dem österreichischen
OECD-Botschafter in Paris, Wolfgang Petritsch, an. "Bedingt durch die
Personalverschiebungen vergangener Monate hat sich auch die
Entwicklung im Zukunftsforum verschoben. Ich möchte das Projekt jetzt
allerdings nicht, bedingt durch den nahenden Wahltermin, abbrechen.
Vielmehr sollen auch nach der Landtagswahl die Diskussionen über
aktuelle Themen wie Wirtschaft, Arbeit oder Gesundheitspolitik
fortgesetzt werden, denn Gerade jetzt ist es wichtig, den Blick über
den Wahltermin hinaus zu richten und längerfristige Perspektiven ins
Auge zu fassen. Es soll zum Wohle der Menschen in diesem Land eine
Diskussionsplattform entstehen, in der über die Parteigrenzen hinweg
auch politisch Andersdenkende eine Möglichkeit haben sollen, sich
einzubringen", sagt Rohr.

Mit Wolfgang Petritsch habe man einen Menschen als Leiter für das
EU-Kompetenzteam des Zukunftsforums gewinnen können, der über viele
Grenzen hinweg für seine Arbeit bekannt ist. "Wolfgang Petritsch ist
ein wahrer Weltbürger. Es wäre schön, etwas von dieser Einstellung in
einem neuen Kärnten zu verankern", So Rohr. Dazu gehöre auch eine
Marketingoffensive für das Land, die Rohr als eine seiner ersten
Handlungen nach einer möglichen Wahl zum Landeshauptmann in Aussicht
stellt. "Es ist mir ein großes Anliegen, die Vorzüge dieses Landes
über die Grenzen hinaus zu transportieren", sagt Rohr.

Gerade die Frage um Kärntens Platz in Mitten der Europäischen Union
und die Herausforderungen und Chancen, die sich damit ergeben, sollen
ein zentraler Punkt des Diskussionsforums werden. "Es gibt keinen
besseren Zeitpunkt als jetzt, um sich auf die EU zu konzentrieren.
Die vergangenen Wochen und Monate haben gezeigt wie wichtig es ist,
im europäischen Dampfer zu sitzen", sagt Petritsch. Eine unkritische
Hinnahme aller Entscheidungen, die in Brüssel gefasst werden, sei
allerdings nicht gefragt. "Es ist wichtig zu hinterfragen, was in der
EU geschieht und wie die Entscheidungen zum Wohle der Menschen
eingesetzt werden können. Die Skepsis der Menschen der EU gegenüber
muss man ernst nehmen. Man muss sich mit ihren Ängsten und Sorgen
auseinandersetzen und das geht auf regionaler Ebene besser als von
Brüssel aus", so Petritsch.

Letztlich gehe es um ein soziales Europa. Hier liege auch der tiefere
Grund für die EU-Skepsis vieler Menschen. Petritsch: "Der Mensch muss
stärker in den Mittelpunkt des europäischen Integrationsprojektes
rücken. Wenn die Menschen erkennen, dass die EU auch für sie sinnvoll
ist, dann wird es auch mehr Zustimmung dafür geben."

(Schluss)

Rückfragehinweis:

Pressestelle der SPÖ-Kärnten
      10.-Oktober-Straße 28, 9020 Klagenfurt
      Mobil: +43(0)664-830 45 55
      Fax:   +43(0)463-54 570

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