Lasar zu Dressel: Zwangsentzug bei Drogensüchtigen gefordert

Am Karlsplatz hat sich nichts verbessert, sondern verschlechtert!

Wien, 15-12-2008 (fpd) - Die Aussage des Wiener Drogenkoordinators Dressel, wonach die Situation am Karlsplatz "noch nicht wünschenswert" sei, sei eine maßlose Untertreibung. Die Lage ist fatal! Verbessert habe sich nichts, ganz im Gegenteil sei die Drogenproblematik gerade in der kalten Jahreszeit besonders schwerwiegend, so heute der Gesundheitssprecher der FPÖ Wien, LAbg. David Lasar.

Laut Dressel sei auch die Verfügbarkeit von Substitutionsmittel am Schwarzmarkt gesunken, was ebenfalls nicht den Tatsachen entspreche. Einzig und allein wurde der Preis von Substitol einer leichten Teuerung unterzogen. Es habe wenig Sinn, einen Zustand schön zu reden, der alles andere als unproblematisch sei. Der Missbrauch habe ein eklatant hohes Ausmaß erreicht. Am Karlsplatz in der Opernpassage, habe man fast schon an jeder Ecke die Möglichkeit, Substitutionsmittel zu kaufen. Das müsse auch Dressel bewusst sein. Trotzdem sei unter seiner Mitverantwortung eine neue Drogenverordnung geboren worden, die keinerlei Verbesserungen mit sich bringe, kritisiert Lasar.

Die FPÖ Wien spricht sich daher dafür aus, drogensüchtige Menschen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln von der Straße zu holen. Vor allem gehören sie in ein Krankenhaus, ums sich einem Entzug zu unterziehen. Wenn Abhängige dies nicht freiwillig machen wollen, so solle es eben unter Zwang geschehen. Dabei sei festgehalten, dass jene mit der Einnahme illegaler Suchtmittel immerhin eine Straftat begangen haben. Eine Straftat müsse eine Straftat bleiben.

Abschließend fordert Lasar die zuständige Gesundheitsstadträtin Wehsely auf, endlich dafür zu sorgen, dass ausreichend Therapieplätze in den Entzugskliniken vorhanden sind. Derzeit sei es nämlich so, dass Abhängige, die Hilfe in Anspruch nehmen und sich von ihrer Sucht befreien wollen, gar nicht aufgenommen werden. Weil die Betreuungseinrichtungen restlos überfüllt seien, werden die Süchtigen wieder nach Hause geschickt. Bei sechs Monaten und mehr Wartezeit, sei es wenig verwunderlich, wenn die Entzugsbereitschaft nachlässt oder der/die Abhängige vielleicht gar nicht mehr am Leben sei, so Lasar. (Schluss) hn

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