• 14.12.2008, 09:00:00
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"trend": Treichl findet Macht der Rating-Agenturen "furchterregend"

Der Chef der Erste Bank sieht die CEE-Region gegenüber Westeuropa und den USA im Vorteil und teilt die extreme Besorgnis der Analysten nicht

Wien (OTS) - "Zieht man das BIP-Wachstum als Indikator heran, so
steht der CEE-Raum immer noch weit besser da, als Westeuropa oder die
USA. Ich teile die extreme Angst mancher Experten nicht", das
erklärte Erste-Bank-Chef Andreas Treichl gegenüber der am Montag
erscheinenden Ausgabe des Wirtschaftsmagazins "trend". Osteuropa
bleibe wegen niedrigerer Lohnkosten, einfacherer Steuersysteme und
einem großen Nachholbedarf bei Infrastruktur und Konsum für
Investoren interessant.
Bezüglich der Inanspruchnahme des staatlichen Banken-Hilfspakets
zeigte sich Treichl betroffen: "Ich muss schon sagen, dass diese
ungeheure Macht des Finanzmarktes und der Rating-Agenturen Furcht
erregend ist. Ausgerechnet in dem Jahr, in dem wir die höchste
Eigenkapitalquote unserer Geschichte haben, müssen wir weiteres
Kapital aufnehmen." Noch vor 18 Monaten, so der Erste-General, wurde
er von Analysten dafür kritisiert, eine zu hohe Eigenkapitalquote zu
haben. Jetzt hätte sich diese Sichtweise völlig verändert.
In den kommenden Jahren erwartet der Banker die Erträge zumindest
auf aktuellem Niveau halten zu können. "20 Prozent mehr Nettogewinn
werden sich nicht ausgehen", so Treichl.

Rückfragehinweis:
trend Redaktion
Tel.: (01) 534 70/3402

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