"trend": Treichl findet Macht der Rating-Agenturen "furchterregend"

Der Chef der Erste Bank sieht die CEE-Region gegenüber Westeuropa und den USA im Vorteil und teilt die extreme Besorgnis der Analysten nicht

Wien (OTS) - "Zieht man das BIP-Wachstum als Indikator heran, so steht der CEE-Raum immer noch weit besser da, als Westeuropa oder die USA. Ich teile die extreme Angst mancher Experten nicht", das erklärte Erste-Bank-Chef Andreas Treichl gegenüber der am Montag erscheinenden Ausgabe des Wirtschaftsmagazins "trend". Osteuropa bleibe wegen niedrigerer Lohnkosten, einfacherer Steuersysteme und einem großen Nachholbedarf bei Infrastruktur und Konsum für Investoren interessant.
Bezüglich der Inanspruchnahme des staatlichen Banken-Hilfspakets zeigte sich Treichl betroffen: "Ich muss schon sagen, dass diese ungeheure Macht des Finanzmarktes und der Rating-Agenturen Furcht erregend ist. Ausgerechnet in dem Jahr, in dem wir die höchste Eigenkapitalquote unserer Geschichte haben, müssen wir weiteres Kapital aufnehmen." Noch vor 18 Monaten, so der Erste-General, wurde er von Analysten dafür kritisiert, eine zu hohe Eigenkapitalquote zu haben. Jetzt hätte sich diese Sichtweise völlig verändert.
In den kommenden Jahren erwartet der Banker die Erträge zumindest auf aktuellem Niveau halten zu können. "20 Prozent mehr Nettogewinn werden sich nicht ausgehen", so Treichl.

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