• 12.12.2008, 17:45:35
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Fischer würdigt Einsatz der Kirchen für Menschenrechte

Festkonzert und Festakt in der Wiener Hofburg zum 50-Jahr-Jubiläum des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich

Wien, 12.12.08 (KAP) Die gute Zusammenarbeit zwischen den
christlichen Kirchen in Österreich und deren gesellschaftspolitisches
Engagement ist bei einem Fest in der Präsidentschaftskanzlei in der
Wiener Hofburg gewürdigt worden. Bundespräsident Heinz Fischer hatte
anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums des Ökumenischen Rates der Kirchen
in Österreich (ÖRKÖ) am Donnerstagabend zu einem Konzert geladen. Er
bezeichnete in seiner Festrede die Kirchen als wesentliche Träger der
Idee einer sozialen und friedlichen Gesellschaft, in der die
Menschenrechte verwirklicht würden. Das sei keine
Selbstverständlichkeit, so Fischer mit Blick auf viele Staaten, in
denen unzählige Menschen ihrer Grund- und Freiheitsrechte beraubt
werden. Umso notwendiger sei die Zusammenarbeit und zwischen den
Kirchen und Religionen.

Voraussetzung für die Durchsetzung der Menschenrechte seien vor allem
die Überwindung von Armut und die Sicherung der Bildungschancen für
alle Menschen, betonte der Bundespräsident. Er begrüßte in diesem
Zusammenhang auch, dass der ÖRKÖ "immer wieder zu gesellschaftlichen
und sozialen Fragen im Land Stellung nimmt und auch konkrete
Verbesserungsvorschläge macht". Dieses Engagement müssten die Kirchen
beibehalten.

Der luthersiche Altbischof und ÖRKÖ-Vorsitzende Herwig Sturm strich
ebenfalls die soziale Verantwortung der Kirchen heraus, wie sie
beispielsweise im Sozialwort des Ökumenischen Rates festgehalten sei.
Die Kirchen müssten gemeinsam Zeugnis ablegen, dann sei ihr Zeugnis
auch glaubwürdig und für die Menschen verständlich.

Kardinal Christoph Schönborn wies in seinem Grußwort auf dringliche
Probleme in Gegenwart und Zukunft hin: die schwierige wirtschaftliche
Lage, mögliche soziale Spannungen, Fragen der Integration sowie den
interreligiösen und interkulturellen Dialog. Zur Bewältigung dieser
Herausforderungen brauche es viel Mut und Vertrauen auf Gottes Hilfe
und Führung, so Schönborn. Die Kirchen - und nicht nur diese - hätten
aus den schrecklichen Erfahrungen der Weltkriege des 20. Jahrhunderts
gelernt und auf den Weg der Zusammenarbeit und der Gemeinsamkeit
gefunden. Heute stehe man vor allem auch in Österreich zusammen und
sei stark miteinander verbunden, zeigte sich Kardinal Schönborn
zuversichtlich.

O-Töne von Bundespräsident Fischer, Kardinal Schönborn und Altbischof
Sturm sind unter www.katholisch.at/o-toene abrufbar. (ende)
K200811286
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