- 12.12.2008, 13:09:01
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Zukunftsfähiges Personalmodell für Pflegeheime
LR Schmid: Weiterer Schritt zur Qualitätsverbesserung
Feldkirch (VLK) - Die Umsetzung des umfassenden
6-Punkte-Programmes zur Weiterentwicklung der Qualität in den
heimischen Pflegeheimen ist in einem weiteren Punkt entscheidend
vorangekommen. "Die zuständigen Fachleute haben ein gutes und
zukunftsfähiges Modell der qualitativen und quantitativen
Personalausstattung in den Pflegeheimen erarbeitet", berichtet
Landesrätin Greti Schmid
Da die Anforderungen an die Pflegeheime in den letzten Jahren
insgesamt erheblich zugenommen haben, gilt es insbesondere bei
kleineren Heimen die Frage, wie viel Personal - sowohl diplomierte
Fachkräfte als auch Hilfskräfte - zu welchen Zeiten verfügbar sein
muss, neu zu überdenken. Dazu wurde im Oktober eine Expertengruppe
mit Vertretern von Land, Gemeinden, Pflegeleitungen und
Sozialpartnern eingesetzt, die jetzt einen konkreten Vorschlag
vorgelegt hat. LR Schmid: "Dieses Modell berücksichtigt
unterschiedlichste Parameter und ermöglicht es, für jedes Heim
einzeln den qualitativen und quantitativen Personalbedarf zu
berechnen." Die wesentlichen Eckpunkte des Modells:
- Neben Diplomierten sowie Pflegehelferinnen und Pflegehelfern sollen
auch Heimhilfen in einer Größenordnung von rund 10 Prozent bei der
Personalbemessung berücksichtigt bzw. anerkannt werden.
- Eine qualitative und quantitative Mindest-Tagesausstattung muss
gegeben sein, d.h. eine konkrete Anwesenheitszeit von
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der einzelnen Berufsgruppen.
- Eine angemessene, den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner
angepasste Nachtdienstausstattung der Heime muss gegeben sein,
allerdings ohne Vorgabe eines Qualifikationsschlüssels.
- Für das Modell wurde ein dreijähriger Umsetzungszeitraum definiert.
Im Landesbudget 2009 sind drei Millionen Euro für personelle
Verbesserungen und Unterstützung der kleinen Häuser vorgesehen,
erläutert LR Schmid. Nun gilt es die detaillierten Umsetzungsschritte
einzuleiten, berufbegleitende Fortbildungsangebote festzulegen und
alle Heimträger entsprechend zu informieren und zu unterstützen. In
einem nächsten Schritt sollen die Ergebnisse in die künftige
Tarifgestaltung überführt und in die BESA-Planung einbezogen werden.
Parallel werden flankierende Maßnahmen für das Qualitätsmanagement
und die Heimaufsicht definiert.
Das Gesamtpaket soll laut Schmid im Jänner im Pflegheimbeirat
beschlossen werden.
Vorarlberg weist eine sehr kleinräumige Gliederung des stationären
Pflegewesens auf. Diese Strukturen zu erhalten ist ein wichtiges
Anliegen des Landes, erklärt Landesrätin Schmid: "Die Menschen sollen
auch im Alter dort bleiben können, wo sie aufgewachsen sind und ihr
familiäres Umfeld haben - also ein klares JA zu kleinen Strukturen in
den Regionen." Dazu bedürfe es allerdings ökonomischer und
qualitativer Rahmenbedingungen, die auch erfüllbar sind.
Rückfragehinweis:
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