Streikankündigung stößt bei Post-Vorstand auf Unverständnis

Kein Grund für Streik - 2009 keine Kündigungen Post-Vorstand setzt weiterhin auf Dialog

Wien (OTS) - Die durch die Postgewerkschaft erfolgte Streikankündigung der Österreichischen Post AG stößt beim Vorstand auf Unverständnis. "Gerade in der bevorstehenden Weihnachtszeit mit Streik zu drohen, ist der falsche Weg. Die Gewerkschaft schädigt mit einem Streik nicht nur die Kunden der Post, sondern auch das Unternehmen Post AG und ihre Mitarbeiter. Diesen nachhaltigen Schaden herbeizuführen, kann nicht im Sinne einer verantwortungsvollen Personalvertretung sein. Der Verlust von Zuverlässigkeit, Vertrauen und hoher Qualität in der Postzustellung gegenüber der österreichischen Bevölkerung wird bewusst durch den Streik in Kauf genommen, " so Post-Generaldirektor Dr. Wais.

Der Vorstand der Österreichische Post AG ist auch weiterhin offen für Gespräche mit der Personalvertretung, wenn es darum geht, das Unternehmen für die bevorstehende Briefmarktöffnung 2011 vorzubereiten und damit gemeinsam mit jenen Mitarbeitern, denen die Werterhaltung des Post AG wichtig ist, auf aggressive Konkurrenz und drohende Mengen- und Umsatzverluste zu reagieren. "Wir gehen auch weiterhin davon aus, dass durch Verhandlungen und Gespräche ein im Raum stehender Streik abgewendet werden kann. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass der Vorstand zugesichert hat, dass es 2009 zu keinen betriebsbedingten Kündigungen kommen wird und Personalabgang durch natürliche Fluktuation und einen mit der Personalvertretung ausverhandelten Sozialplan gesetzt wird", so Dr. Wais weiter.

Bundeskanzler Dr. Werner Faymann hat am Runden Tisch zu Postthemen vom 19. November 2008 angekündigt, ein neues Postmarktgesetz mit Rahmenbedingungen für einen fairen Wettbewerb in der ersten Jahreshälfte 2009 fertig zu stellen. Der notwendige Veränderungsprozess bei der Österreichischen Post AG wurde bereits eingeleitet. Mit dem Aufsichtsratsbeschluss vom 12.11.2008 zur strategischen Neuausrichtung des Unternehmens hat der Postvorstand Wachstumsstrategien erarbeitet und daraus substanzielle Maßnahmenpakete unter den folgenden Prioritäten geschnürt:

1. Weiterhin tägliche Zustellung an 3,9 Mio Haushalte und Firmen 2. Steigende Servicequalität bei 1.500 Postgeschäftsstellen in ganz Österreich sichern die Nahversorgung.
3. Keine Portoerhöhung
4. Keine betriebsbedingten Kündigungen in der Post AG im Jahr 2009

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