• 09.12.2008, 14:08:37
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VP-Stenzel: 500.000 - 700.000 Euro durch Leuchten-Verzicht einsparen

Alte Leuchten sollen in der Fußgängerzone Innere Stadt bleiben

Wien (Innere Stadt) - Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel fordert
heute von Stadtrat Schicker einen Verzicht auf die Aufstellung neuer
Leuchten in der Fußgängerzone Wien Innere Stadt. Als Gründe dafür
nannte sie einerseits den massiven Protest gegen diesen
Leuchten-Prototyp, der seit Wochen auf der Kärntnerstraße in Natura
zu sehen ist, andererseits aber auch wirtschaftliche Gründe. Für die
Errichtung ungewünschter neuer Leuchten zwischen 500.000 (ohne
Montage und Installation) und 700.000 Euro (inklusive) auszugeben,
stößt in Zeiten wie diesen nur mehr auf Kopfschütteln und
Unverständnis, betont Stenzel.

Dieses Geld könnte weit besser für dringende Instandhaltungsarbeiten
in Schulen und Kindergärten im 1. Bezirk verwendet werden. Sollten
diese Mittel "gebunden" sein, gäbe es dringenden Bedarf zur Sanierung
von anderen, sehr reparaturbedürftigen Straßen im 1. Bezirk.

Nur weil der so genannte Grundentwurf für die Neugestaltung der
Fußgängerzone Kärntnerstraße, Stock-im-Eisen-Platz und Graben auch
grundsätzlich Beleuchtungen und Sitzgelegenheiten vorgesehen hat -
und die Jury diesem Entwurf (ohne Detail-Ausarbeitung der geplanten
Leuchtkörper und Sitzmöbel) - zugestimmt hat, soll man jetzt nicht
aus Justament auf diesem Entwurf beharren und das Geld zum Fenster
hinaus werfen, so Bezirksvorsteherin Stenzel.

Dass die Beibehaltung der alten Leuchten auf massive Zustimmung stößt
und gleichzeitig einen finanziell vernünftigen Ausweg möglich macht,
sollte als Chance für eine konsensuale Lösung begriffen werden. Die
Leuchten haben den Charakter einer Funktionsleuchte für große
Flächen, wie z.B. Autobahnraststätten, Brücken, Bahnhofsvorplätzen.
Sie sind sicher geeignet, vor dem neuen Zentralbahnhof aufgestellt zu
werden. Im Weltkulturerbe der Inneren Stadt werden sie aber als
sündteurer Missgriff empfunden.

Rückfragehinweis:
Büro Stenzel
Bezirksvorstehung Wien Innere Stadt
Angelika Mayrhofer-Battlogg MSc
01/4000 DW 01115, DW 01118
[email protected]

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