VP-Stenzel: 500.000 - 700.000 Euro durch Leuchten-Verzicht einsparen

Alte Leuchten sollen in der Fußgängerzone Innere Stadt bleiben

Wien (Innere Stadt) - Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel fordert heute von Stadtrat Schicker einen Verzicht auf die Aufstellung neuer Leuchten in der Fußgängerzone Wien Innere Stadt. Als Gründe dafür nannte sie einerseits den massiven Protest gegen diesen Leuchten-Prototyp, der seit Wochen auf der Kärntnerstraße in Natura zu sehen ist, andererseits aber auch wirtschaftliche Gründe. Für die Errichtung ungewünschter neuer Leuchten zwischen 500.000 (ohne Montage und Installation) und 700.000 Euro (inklusive) auszugeben, stößt in Zeiten wie diesen nur mehr auf Kopfschütteln und Unverständnis, betont Stenzel.

Dieses Geld könnte weit besser für dringende Instandhaltungsarbeiten in Schulen und Kindergärten im 1. Bezirk verwendet werden. Sollten diese Mittel "gebunden" sein, gäbe es dringenden Bedarf zur Sanierung von anderen, sehr reparaturbedürftigen Straßen im 1. Bezirk.

Nur weil der so genannte Grundentwurf für die Neugestaltung der Fußgängerzone Kärntnerstraße, Stock-im-Eisen-Platz und Graben auch grundsätzlich Beleuchtungen und Sitzgelegenheiten vorgesehen hat -und die Jury diesem Entwurf (ohne Detail-Ausarbeitung der geplanten Leuchtkörper und Sitzmöbel) - zugestimmt hat, soll man jetzt nicht aus Justament auf diesem Entwurf beharren und das Geld zum Fenster hinaus werfen, so Bezirksvorsteherin Stenzel.

Dass die Beibehaltung der alten Leuchten auf massive Zustimmung stößt und gleichzeitig einen finanziell vernünftigen Ausweg möglich macht, sollte als Chance für eine konsensuale Lösung begriffen werden. Die Leuchten haben den Charakter einer Funktionsleuchte für große Flächen, wie z.B. Autobahnraststätten, Brücken, Bahnhofsvorplätzen. Sie sind sicher geeignet, vor dem neuen Zentralbahnhof aufgestellt zu werden. Im Weltkulturerbe der Inneren Stadt werden sie aber als sündteurer Missgriff empfunden.

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