- 08.12.2008, 12:19:32
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Rübig: Gesund lang leben - mit Internet und Handy
Neue Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) als neue Chance für die ältere Generation und Unternehmen
Brüssel/Wien, 08. Dezember (ÖVP-PD) - "Bis 2050 wird die Anzahl
der über Fünfzigjährigen um 35 Prozent ansteigen, bis 2020 werden 25
Prozent der EU-Bevölkerung über 65 Jahre alt sein. Alleine die
Ausgaben für Renten, Gesundheit und Langzeitpflege dürften somit in
den nächsten Jahrzehnten um 4-8 Prozent des BIP steigen und sich bis
2050 insgesamt verdreifachen. Diesen demographischen Wandel zu
bewältigen, ist die große Herausforderung für unseren europäischen
Arbeitsmarkt sowie die Sozial- und Gesundheitssysteme", so der
ÖVP-Europaabgeordnete Paul Rübig in seiner Rede bei einer
internationalen Konferenz zum Thema "Altern in der
Informationsgesellschaft" gemeinsam mit dem Generaldirektor für
Informationsgesellschaft und Medien der Europäischen Kommission,
Fabio Colasanti, in Wien. ****
Mit den IKT-Initiativen der EU-Kommission sollten neue und leichter
zugängliche Produkte und Dienstleistungen bereitgestellt werden, die
den Bedürfnissen der älteren Menschen gerecht werden. "Das Internet
ist für ältere Generationen noch oft ein Schreckgespenst. Dabei kann
es älteren Menschen ermöglichen, länger aktiv und produktiv zu
bleiben, sich weiterhin in die Gesellschaft einzubringen, indem sie
auf leichter zugängliche Online-Dienste zurückgreifen, und sich dabei
länger einer besseren Gesundheit und höheren Lebensqualität zu
erfreuen", so Rübig. "Oft wissen ältere Menschen jedoch zu wenig um
die Vorteile, die das digitale Zeitalter ihnen bringt, Bescheid. Nur
10 % nützen erst die Möglichkeit des Internets", so Rübig.
Die ältere Generation bildet in Europa eine wichtige
Verbrauchergruppe, die zusammengenommen über ein Vermögen von über
drei Billionen Euro verfügt, Tendenz steigend. Für Europa ist IKT
somit in vielerlei Hinsicht vielversprechend: Verbesserte
Lebensqualität und gesellschaftliche Partizipation für ältere
Menschen und neue Geschäftsmöglichkeiten für europäische Unternehmen:
Bequemes Online-Shopping und Online-Buchen, erweiterte
Mobiltelefonie, Telemedizin, tragbare IKT-unterstützte
Gesundheitsüberwachungs- und Diagnosesysteme - all das ist nicht mehr
Zukunftsmusik, sondern kann bereits jetzt das Älterwerden um vieles
vereinfachen. "Ich fordere in diesem Zusammenhang aber auch, die
Kosten für Kommunikation und Online-Dienste zu senken, um die älteren
Menschen bei ihren tatsächlichen Bedürfnissen zu unterstützen und
nicht nur deren Geldbeutel zu leeren", so der Europaabgeordnete
weiter.
Bis 2013 wird die EU gemeinsam mit den Mitgliedstaaten und dem
Privatsektor über eine Milliarde Euro für Forschungsarbeiten und
Innovationen bereitstellen, die die Lebensqualität im Alter erhöhen.
"So werden rund 600 Millionen Euro für umgebungsgestütztes Leben,
rund 400 Millionen Euro über das letzte EU-Forschungsrahmenprogramm
und etwa 30 Millionen über das Programm zur Unterstützung der
IKT-Politik bereitgestellt", so Rübig abschließend.
Rückfragehinweis:
Rückfragen:
Dr. Paul Rübig MEP, Tel.: +32-2-284-5749 ([email protected])
oder
Mag. Philipp Schulmeister, EVP-ED Pressedienst, Tel.: +32-475-790021 ([email protected])
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