- 06.12.2008, 17:53:27
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Kärntens LH Dörfler traf Friauls Präsident Tondo
Freundschaftliches Gespräch in Tolmezzo zu Themen Sicherheit, Finanzkrise, Euregio, Dreiländer-Schi-WM und Koralmbahn
Klagenfurt (LPD) - Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler und
der Präsident Friaul-Julisch Venetiens, Renzo Tondo, trafen heute,
Samstag, erstmals offiziell im italienischen Tolmezzo zusammen.
Dörfler berichtete von einem herzlichen Empfang und einem
freundschaftlichen Gespräch mit Tondo, der ja auch ein enger Freund
des verstorbenen Landeshauptmannes Jörg Haider war. "Wir wollen beide
ganz klar unsere gute Nachbarschaftspolitik im Sinne Jörg Haiders
fortsetzen", meinten Dörfler und Tondo unisono. Der Präsident
unterstrich dies, indem er Kärnten und sein Friaul als
"Freundschaftsregion" zusammenfasste. Im Mittelpunkt des heutigen
Gespräches standen eine Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich, die
Finanzkrise, die Euregio, die gemeinsame Bewerbung für die
Dreiländer-Schi-WM und die Koralmbahn als Kernstück der
Baltisch-Adriatischen-Achse.
Wie Dörfler erklärte, wollen Kärnten und Friaul künftig stärker
in Fragen der Sicherheit zusammenarbeiten. Geplant sei eine
gemeinsame Strategie für Sicherheitskontrollen an wichtigen
Verkehrswegen, wie Autobahnen. In Kärnten kämen hierfür u.a. die drei
LKW-Kontrollplätze in Frage, meinte der Landeshauptmann. So wolle man
vor allem Menschenhandel, importierter Kriminalität und illegaler
Einwanderung entgegenwirken.
Auf gleicher Linie sind Dörfler und Tondo auch beim Thema
Finanzkrise. Mit diesem Thema müsse man sorgsamer umgehen, richteten
sie einen Appell an die Medienwelt. Kärnten und Friaul seien solide
Wirtschaftsstandorte, die optimistisch in die Zukunft gehen könnten.
Beide sehen also keinen Grund dafür, dass Medien "Horrorszenarien"
zeichnen und Pessimismus streuen.
Für die Euregio will Dörfler auch mit dem Veneto konkrete
Schritte besprechen. Am nächsten Mittwoch, 10. Dezember, findet eben
das Trilaterale Regierungstreffen von Kärnten, Friaul-Julisch
Venetien und dem Veneto im Holiday Inn in Villach statt. Dem
Landeshauptmann geht es darum, die Euregio weiter auszubauen und
gesetzlich zu verankern. "Es ist ein gutes Fundament da, wir gehen
den Weg der Euregio weiter", sagte Tondo dazu.
Gesprochen wurde auch über die Drei-Länder-Schiweltmeisterschaft,
für die sich der Kärntner Landeshauptmann stark einsetzt. "Eine
gemeinsame Bewerbung von Bad Kleinkirchheim, Tarvis und Kranjska Gora
wäre eine Riesenchance für alle drei Regionen und ein wichtiges
Signal der gut funktionierenden grenzüberschreitenden
Zusammenarbeit", meinte er.
Als Verkehrsreferent sprach Dörfler die Forcierung der
Baltisch-Adriatischen Achse mit dem Kernstück Koralmbahn an. Die
europäische Verkehrsachse von Danzig bis Bologna sei ein enorm
wichtiges Zukunftsprojekt. Neben wirtschaftlichen Gründen verweist
Dörfler auch auf den Aspekt des Klima- und Umweltschutzes. Mit Tondo
habe er vereinbart, das gemeinsame Lobbying in Brüssel zu verstärken,
um die Anerkennung dieser Verkehrsachse als TEN-Projekt zu erreichen.
Dörfler und Tondo unterhielten sich auch über die Trauerfeier für
den verstorbenen Landeshauptmann. Der Präsident sagte, dass er in
Jörg Haider einen engen Freund verloren habe. Dörfler bedankte sich
nochmals für Tondos Teilnahme an der Trauerfeier, mit der er damals
auch den Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung der
Nachbarregionen ausgedrückt habe.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at
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