• 04.12.2008, 13:35:29
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FORMAT: Lauda fordert zusätzliche Streckenrechte als Ausgleich zum AUA-Zuschuss des Staates

Lauda will mit Kanzler und Vizekanzler über die "brutale Wettbewerbsverzerrung" durch AUA-Deal reden

Wien (OTS) - Niki Lauda will den staatlichen Zuschuss für die AUA
nicht kampflos hinnehmen und spricht im Magazin FORMAT von "brutaler
Wettbewerbsverzerrung". Lauda will mit der neuen Regierungsspitze
über eine friedliche Lösung sprechen: "Ich habe um einen sehr
baldigen Termin mit Knazler Faymann und Vizekanzler Pröll gebeten.
Sie sollen sagen, wie sie die 500 Millionen Euro für die AUA vor
meinen Mitarbeitern rechtfertigen."

Lauda will im Gegenzug zumindest zusätzliche Verkehrsrechte für Ziele
außerhalb der EU, berichtet FORMAT. "Ich will zwei Mal täglich nach
Moskau, Kiew oder Belgrad fliegen dürfen, nicht nur ein Mal." Sollte
es keine gütliche Lösung in Österreich geben, will Lauda in Brüssel
aktiv werden. "Derweil kann ich mich zurücklehnen, weil sowieso schon
andere Airlines gegen den AUA-Deal mobil machen."

Der Eigentümer der Fluglinie NIKI rechnet damit, dass "vor der EU
hundertprozentig was kommt, zumindest Auflagen: Zum Beispiel, dass
die AUA fünf Jahre nicht wachsen darf, ihre Flotte verkleinern muss
oder die Verkehrsrechte liberalisiert werden."

Gegenüber FORMAT kritisiert Lauda auch die angekündigten 475
Millionen Euro AUA-Verlust scharf: "Die haben auf dubiose Weise alles
hineingepackt, um ein negatives Eigenkapital darstellen zu können -
damit die EU den Zuschuss als Restrukturierungs-Beihilfe akzeptiert.
Aber das Eigenkapital ist noch immer mit 130 Millionen positiv."

Rückfragehinweis:
Format Business
Tel.: (01) 217 55/0

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