- 02.12.2008, 10:00:09
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"EU bedeutet Freiheit, Friede, Sicherheit"
Villacher Bürger und Bürgerinnen diskutieren über Europa

Villach (OTS) - Die Sicherheit in einem zusammenwachsenden Europa
stand im Mittelpunkt einer angeregten Bürgerdiskussion gestern Abend
im Congress Center Villach. Mehr als 150 Bürgerinnen und Bürger
nutzten die Gelegenheit, um mit Politikern aus Stadt, Land und dem
Europäischen Parlament ihre Anliegen, Wünsche und Ideen zur
europäischen Integration zu diskutieren. Im Zentrum der Debatte mit
Landesrat Dr. Josef Martinz, den Europaparlamentariern Wolfgang
Bulfon, Andreas Mölzer und Dr. Hubert Pirker sowie Bürgermeister
Helmut Manzenreiter standen unterschiedliche Aspekte der Sicherheit,
von der sozialen über die militärische bis zur wirtschaftlichen
Sicherheit als Anforderungen an ein gemeinsames Europa.
Kärnten als Nettoempfänger der EU
Ein Großteil des Villacher Publikums sieht in der EU sehr wohl
große Vorteile. Landesrat Martinz weist in diesem Zusammenhang
unterstützend darauf hin, dass Kärnten durch viele Förderungen 85
Mio. Euro pro Jahr als Netto-Empfänger erhält und somit kein
Nettozahler - wie vielfach verbreitet - sei. Allein die Stadt Villach
profitierte in den vergangenen sechs Jahren von 4 Mio. Euro an
EU-Förderungen. Abgeordneter Bulfon beobachtet in Kärnten nicht
zuletzt aufgrund dieser umfassenden Förderunterstützungen eine
positive EU-Stimmung in Kärnten. Dennoch gibt es viele Bereiche,
welche das gemeinsame Europa vor neue Herausforderungen stellen.
Bürger wünschen Lösungen für soziale Sicherheit
Hinter dem Verlangen nach Lösungen für soziale Sicherheit stehen
oft Ängste der Bevölkerung vor internationalen kriminellen Netzwerken
(Themen Drogen, Waffen, Menschenhandel). Aber vor allem in Fragen der
Bekämpfung der internationalen Kriminalität sei, so die einhellige
Antwort der Podiumsteilnehmer, nur eine grenzüberschreitende, enge
Zusammenarbeit zielführend. Bei aller Kritik, so Abgeordneter Pirker,
sei die Europäische Union immer noch das beste System, welches
Sicherheit über die Grenzen hinweg biete. Nicht umsonst denken
südamerikanische und asiatische Staaten bereits daran, dieses System
zu kopieren.
Umfassende EU-Information notwendig und wichtig
Zahlreiche Gäste orteten auch einen Mangel an Information über
Europa. Europaparlamentarier Pirker wünscht sich, dass überall EU
drauf stünde, wo EU drinnen ist. Mit der Kennzeichnung von
geförderten Projekten mithilfe blauer Tafeln würde man in Kärnten
schnell bemerken, wo überall die EU dahinter steht. In der medialen
Berichterstattung überwiege, so ein Bürger, allerdings oft
populistische EU-Kritik. Daher sollen Politiker ihren Beitrag
leisten, dass die mediale Berichterstattung insgesamt positiver wird
und aufklärend gegen die Boulevardisierung von EU-Themen wirken.
Immerhin stünde die EU für "Friede, Freiheit, Sicherheit", so eine
Bürgerin. Jugendliche Gäste aus Villach forderten verstärkte
Aufklärungsarbeit von den regionalen Behörden, um die Möglichkeiten,
die die EU bietet, noch besser nutzen zu können. Man müsse eine
größere "Identifikation mit der EU" im Rahmen der Schulbildung
aufbauen. Bürgermeister Manzenreiter bietet in diesem Zusammenhang
sein stets offenes Ohr an und bekennt sich zur Förderung der Jugend
durch mehr Information rund um die Europäischen Union. Abgeordneter
Mölzer ruft in diesem Zusammenhang dazu auf, die EU transparenter,
unbürokratischer und demokratischer zu machen. Ehrliche und
intellektuell redliche Kritik leiste einen wichtigen Beitrag zur
Fortentwicklung Europas, so Mölzer.
Adolf Winkler, Chefredakteur-Stellvertreter der Kleinen Zeitung,
moderierte souverän eine hitzige und sehr spannende Diskussion, die
ein wichtiges Forum für die Stimmen der Bürgerinnen und Bürger rund
um Themen der Europäischen Union darstellt.
Bürgerforum tourt weiter durch Österreich
"Die Idee des Bürgerforums stellt eine wichtige Plattform für die
Verbindung zwischen den Bürgern und deren Vertreter dar und wird vom
Europäischen Parlament auch im kommenden Jahr weitergeführt werden",
so Mag. Wolfgang Hiller, Leiter des Informationsbüros des
Europäischen Parlaments für Österreich.
Nach Graz, Krems, Innsbruck, Linz, Salzburg und Villach steht im
März 2009 Bregenz als nächste Station auf dem Programm. Diese
Veranstaltungsreihe ist nicht zuletzt mit Blick auf die kommenden
Wahlen zum Europäischen Parlament im Juni 2009 von besonderer
Bedeutung.
Weitere Bilder unter:
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Rückfragehinweis:
Informationsbüro des Europäischen Parlament für Österreich Mag. Georg Pfeifer Presse-Attaché Tel.: (++43-1) 516 17/206 mailto:[email protected] http://www.europarl.at
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